WEBVTT

00:00:27.520 --> 00:00:34.400
<v Ingo>Halli, hallo, herzlich willkommen zu Radiotalks Binärgewitterausgabe 2 und wir wollen

00:00:34.400 --> 00:00:41.120
<v Ingo>uns heute mal mit dem Thema IT Security beschäftigen und dazu sind heute bei

00:00:41.120 --> 00:00:42.560
<v Ingo>mir Felix.

00:00:42.800 --> 00:00:43.200
<v Ingo>Hallo.

00:00:43.440 --> 00:00:48.720
<v Ingo>Genau, er ist Security Architect bei Alcatel Lucent Flydy.

00:00:48.960 --> 00:00:49.200
<v Ingo>Hallo.

00:00:49.440 --> 00:00:52.000
<v Ingo>Der ist einfach Masterstudent hier an der Hochschule.

00:00:52.720 --> 00:00:56.560
<v Ingo>Und wir haben einen weiteren Gast, Herr Professor Griha.

00:00:57.600 --> 00:01:03.920
<v Ingo>Er ist Spezialist für sichere Systeme, hat ja auch die Vorlesung unter anderem in unserem

00:01:03.920 --> 00:01:09.520
<v Ingo>Studiengang Sichere Systeme und deswegen ein herzliches Hallo Herrn Griha.

00:01:10.080 --> 00:01:12.720
<v Ingo>Ja, und vielleicht gleich die erste Frage an Sie.

00:01:13.200 --> 00:01:18.960
<v Ingo>Vielleicht können wir mal erstmal so ein bisschen klären, was überhaupt Sicherheit im Englischen quasi

00:01:19.200 --> 00:01:21.040
<v Ingo>Security ist.

00:01:21.520 --> 00:01:23.920
<v Ingo>Also was stellt man sich darunter vor?

00:01:24.160 --> 00:01:30.560
<v Gast 1>Also sagen wir so, die meisten Leute, wenn sie Security hören, denken halt an die Sicherheit vor bösen

00:01:30.560 --> 00:01:31.280
<v Gast 1>Absichten.

00:01:31.680 --> 00:01:35.600
<v Gast 1>Da schwingt immer ein bisschen mit, da ist ein Angreifer da.

00:01:36.160 --> 00:01:41.920
<v Gast 1>Vielleicht im Kontrast dazu, der Begriff der Safety, wo man einfach davon ausgeht,

00:01:42.080 --> 00:01:48.160
<v Gast 1>das System mit zuverlässig, wenn nicht angegriffen, aber dann sonst zuverlässig funktionieren.

00:01:48.480 --> 00:01:54.240
<v Gast 1>Aber das ist, glaube ich, die Hauptunterscheidung zwischen dem einen, wo immer die böse Absicht mitschwingt.

00:01:54.480 --> 00:02:00.720
<v Ingo>Ja, also ich denke auch, Safety ist dann mehr so gegen unbeabsichtigte Unfälle zum Beispiel oder sowas,

00:02:01.120 --> 00:02:04.240
<v Ingo>Naturkatastrophen oder irgendwie solche Dinge.

00:02:04.480 --> 00:02:08.320
<v Felix>Aber auch gegen Leute, die das System warten und sowas, ist doch.

00:02:08.800 --> 00:02:09.840
<v Ingo>Du meinst Bedienfehler.

00:02:10.080 --> 00:02:13.120
<v Felix>Genau, Bedienfehler geht dann eher ins Safety oder in Security.

00:02:13.520 --> 00:02:17.280
<v Gast 1>Ja, da sieht man schon, die Grenze verschwimmt hier ganz langsam.

00:02:17.520 --> 00:02:23.200
<v Gast 1>Und das ist vielleicht auch ein Zeichen dafür, dass unter Umständen die Maßnahmen teilweise gegen beides sogar

00:02:23.200 --> 00:02:24.320
<v Gast 1>identisch sein können.

00:02:24.560 --> 00:02:26.720
<v Felix>Ja, sind tatsächlich auch relativ oft.

00:02:26.880 --> 00:02:33.440
<v Felix>Also ich habe halt in meinem Beruf relativ viel mit der Sicherung von Systemen zu tun.

00:02:33.600 --> 00:02:39.680
<v Felix>Und da geht es auch viel darum, man sichert ein System ab, in dem man zum Beispiel Rechte vergibt für

00:02:39.680 --> 00:02:46.080
<v Felix>bestimmte Benutzer und dann sichert man das halt erstmal ab, dass zum Beispiel ein Account kompromittiert

00:02:46.080 --> 00:02:46.400
<v Felix>wird.

00:02:46.720 --> 00:02:51.440
<v Felix>Aber auch, dass derjenige, der dem dieser Account gehört,

00:02:51.520 --> 00:02:53.840
<v Felix>dass der halt nicht aus Versehen was kaputt macht.

00:02:54.160 --> 00:02:55.600
<v Felix>Das ist ganz klar.

00:02:56.240 --> 00:03:00.720
<v Ingo>Gut, aber wir kommen auf die Themen, was man so alles tun kann, noch ein bisschen später.

00:03:00.880 --> 00:03:05.760
<v Ingo>Also gegen böse Buben oder gegen irgendwas sichert man sich irgendwie ab.

00:03:05.840 --> 00:03:08.880
<v Ingo>Also klar, in Deutschen ist es dasselbe, Sicherheit, da gibt es nur,

00:03:09.120 --> 00:03:10.720
<v Ingo>oder kann man da auch noch was anderes zu sagen?

00:03:11.040 --> 00:03:13.680
<v Gast 1>Ja, ich würde sogar sagen, vielleicht nicht nur gegen böse Buben.

00:03:13.760 --> 00:03:18.320
<v Gast 1>Der neueste Trend ist vielleicht auch, dass man sich gegen Benutzer absichert oder gegen seine Kunden,

00:03:18.400 --> 00:03:21.600
<v Gast 1>indem man zum Beispiel versucht, sein Geschäftsmodell durchzudrücken,

00:03:21.920 --> 00:03:27.600
<v Gast 1>mit Security-Maßnahmen das Geschäftsmodell abzusichern, sodass zum Beispiel die Benutzer eben das Gerät nicht

00:03:27.600 --> 00:03:30.320
<v Gast 1>anders benutzen können, als es dem Businessmodell entspricht.

00:03:30.880 --> 00:03:37.200
<v Gast 1>Also es ist nicht nur böse Buben, sondern es ist generell einfach eine Absicherung gegen bestimmte Formen von

00:03:37.200 --> 00:03:37.680
<v Gast 1>Benutzung.

00:03:37.760 --> 00:03:41.440
<v Gast 1>Das kann auch mehr wirtschaftlich sein, als wie gegen Missbrauch.

00:03:41.760 --> 00:03:45.520
<v Ingo>Also zum Beispiel so ein Apple iPhone oder so, da kann man nur gewisse Sachen drauf machen,

00:03:45.600 --> 00:03:46.960
<v Ingo>alles halt gut erlaubt.

00:03:47.200 --> 00:03:50.160
<v Gast 2>Nehmen wir halt ein konkretes Beispiel, eine PlayStation 3 zum Beispiel.

00:03:50.240 --> 00:03:50.480
<v Gast 2>Ja.

00:03:50.640 --> 00:03:55.840
<v Gast 2>Also ich meine, da hatten wir ja jetzt schon vor kurzem den Fall, dass dann bestimmte Leute,

00:03:55.920 --> 00:04:01.440
<v Gast 2>die da die Security ausgehebelt haben, dann rechtlich verfolgt werden und so weiter.

00:04:01.520 --> 00:04:03.920
<v Gast 2>Und ich glaube, das ist im Endeffekt genau sowas.

00:04:04.160 --> 00:04:06.480
<v Gast 1>Tonerkartuschen, genau, das Glauben-Kartuschen.

00:04:06.960 --> 00:04:08.960
<v Ingo>Also allgemein Druckerpatronen.

00:04:09.200 --> 00:04:16.000
<v Felix>Ja, weil eigentlich ist ja die Drucker Tinte so günstig, dass und die Drucker sind aber trotzdem so günstig im

00:04:16.000 --> 00:04:16.400
<v Felix>Verkauf.

00:04:16.880 --> 00:04:22.080
<v Gast 1>Ich mir gestern einen Freund erzählt, sein Auto fährt, wenn es auf die Inspektion zugeht,

00:04:22.320 --> 00:04:23.920
<v Gast 1>dann auf einmal nicht mehr richtig.

00:04:24.000 --> 00:04:30.080
<v Gast 1>Das heißt, das wird auf 2500 Umdrehungen pro Minute gedrosselt, so wie der Inspektionskilometerstand erreicht

00:04:30.080 --> 00:04:30.240
<v Gast 1>ist.

00:04:30.800 --> 00:04:33.200
<v Gast 1>Also gut, es gibt vorher ein paar optische Warnungen, ein paar Kilo,

00:04:33.360 --> 00:04:37.040
<v Gast 1>ein paar tausend oder 2000 oder 3000 Kilometer vorher wahrscheinlich oder 2000,

00:04:37.520 --> 00:04:41.760
<v Gast 1>aber es ist wirklich so, dass dann tatsächlich der Motor nicht mehr richtig läuft.

00:04:42.400 --> 00:04:47.120
<v Gast 1>Das nenne ich schon, also das ist so der Wink mit dem Zaunwal und man kann natürlich sagen,

00:04:47.200 --> 00:04:51.040
<v Gast 1>ja, dass damit der Motor nicht kaputt geht, kann man aber andererseits Kunden vorstellen,

00:04:51.120 --> 00:04:55.440
<v Gast 1>die also da in den Wahnsinn getrieben werden, wenn die auf einer Geschäftsreise sind und das Ding auf einmal

00:04:55.440 --> 00:04:57.040
<v Gast 1>nicht mehr tut.

00:04:57.200 --> 00:04:58.640
<v Gast 1>Also das ist schon krass.

00:04:58.960 --> 00:05:02.240
<v Ingo>Und wahrscheinlich kann ich dann auch nicht zu irgendeiner freien Werkstatt gehen und das machen lassen,

00:05:02.320 --> 00:05:06.480
<v Ingo>sondern muss zu einem autorisierten Fachhändler, also Reparateur, gehen,

00:05:06.560 --> 00:05:12.480
<v Ingo>der dann halt auch die richtigen Codes hat, dass er da an das Gerät wieder ran darf und diesen Fehlerzustand

00:05:12.480 --> 00:05:13.280
<v Ingo>dann quasi zurücksetzt.

00:05:13.680 --> 00:05:18.320
<v Gast 1>Das, wenn ich mich richtig erinnere, ist das seit Jahren ein Streitpunkt.

00:05:18.480 --> 00:05:21.200
<v Gast 1>Die meisten freien Werkstätten haben sie natürlich auch zusammengeschlossen.

00:05:21.360 --> 00:05:24.080
<v Gast 1>Aber da geht es tief ins Rechtliche rein, das ist umstritten.

00:05:24.320 --> 00:05:29.040
<v Gast 1>Müssen die Auto-Hersteller alles offenlegen, damit die freien eine Chance haben oder nicht?

00:05:29.120 --> 00:05:32.080
<v Gast 1>Aber da sind wir so richtig im Grabenkampf sozusagen, ja.

00:05:33.760 --> 00:05:38.640
<v Ingo>Gut, wenn ich jetzt sage, ich will so ein System sicher machen,

00:05:38.880 --> 00:05:43.040
<v Ingo>konzipieren, von was für System reden wir denn da?

00:05:43.200 --> 00:05:46.240
<v Ingo>Also was macht ein System eigentlich sicher?

00:05:48.640 --> 00:05:54.320
<v Ingo>Gibt es da so eine Definition, ein System, was sicher sein muss, hat die und die Eigenschaften.

00:05:54.640 --> 00:05:58.880
<v Gast 2>Also ich würde jetzt mal so aus dem Bauch raus sagen, dass ein sicheres System ist.

00:05:59.040 --> 00:06:03.760
<v Ingo>Ein System ist, von dem ich davon ausgehen kann, dass es genau das macht,

00:06:03.840 --> 00:06:06.080
<v Ingo>was es tut, oder was es tun soll.

00:06:06.240 --> 00:06:13.040
<v Gast 2>So, dass es praktisch den Zweck erfüllt, für den es gebaut wurde und dass es nichts anderes

00:06:13.040 --> 00:06:14.720
<v Gast 2>tut, was nicht beabsichtigt würde.

00:06:14.960 --> 00:06:18.000
<v Gast 1>Und vielleicht kann man es dann sagen, wenn es das nicht mehr tun kann,

00:06:18.320 --> 00:06:25.040
<v Gast 1>weil auf Beschädigungen oder irgendwas eingetreten sind, dass es dann graduell seine Funktion langsam

00:06:25.040 --> 00:06:25.680
<v Gast 1>herunterfährt.

00:06:25.760 --> 00:06:27.680
<v Gast 1>Aber auf jeden Fall auf eine sichere Art und Weise.

00:06:27.760 --> 00:06:29.920
<v Gast 1>Das heißt, es ist schadensreduzierend.

00:06:30.080 --> 00:06:35.360
<v Gast 1>Es wird nicht sofort schlagartig ausfallen, sondern es wird schlimmstenfalls seine Funktionen langsam

00:06:35.360 --> 00:06:41.520
<v Gast 1>einschränken und sowas, aber eben nicht, wie gesagt, schlagartig ein Loch aufweisen und damit die ganze

00:06:41.520 --> 00:06:43.440
<v Gast 1>Sicherheit quasi vernichten.

00:06:43.840 --> 00:06:47.360
<v Felix>Wenn wir von sicheren Systemen sprechen, dann sprechen wir immer nicht von einem System,

00:06:47.440 --> 00:06:50.080
<v Felix>sondern von einem System als Ganzes.

00:06:50.240 --> 00:06:54.480
<v Felix>Das heißt, das System kann jetzt nicht nur ein Rechner sein, der langsam runterfährt,

00:06:54.560 --> 00:07:01.360
<v Felix>sondern halt einer, der dann übernimmt in der Zeit, wo der andere Rechner halt runterfährt und sozusagen

00:07:01.680 --> 00:07:07.360
<v Felix>die Möglichkeit bietet, die Funktionalität aufrechtzuerhalten, obwohl etwas kaputt gegangen ist.

00:07:07.520 --> 00:07:11.600
<v Gast 1>Ja, das ist natürlich der Idealfall, wenn ich so viel Redundanz eingebaut habe,

00:07:11.680 --> 00:07:15.840
<v Gast 1>dass es tatsächlich zur Übernahme der Funktion, der ausfallenden Funktion kommen kann.

00:07:16.000 --> 00:07:20.480
<v Gast 1>Das ist aber in der Praxis sehr häufig aus Kostengründen halt einfach nicht möglich.

00:07:20.640 --> 00:07:26.160
<v Gast 1>Also da geht man tatsächlich dann den Weg, dass man sagt, wir machen Schadensreduktion,

00:07:26.320 --> 00:07:30.720
<v Gast 1>wir fahren langsam runter, aber wir zahlen nicht die doppelte oder dreifache Ausstattung mit Kinder.

00:07:31.040 --> 00:07:33.760
<v Felix>Also man spricht ja gerne von Carrier Grade.

00:07:35.840 --> 00:07:39.760
<v Felix>Das ist der Ausdruck, der eigentlich beschreibt, wir haben genug Redundanz,

00:07:39.840 --> 00:07:42.480
<v Felix>dass sowas einfach passieren kann und wir kein Problem damit haben.

00:07:42.880 --> 00:07:43.840
<v Gast 1>Das ist der Idealfall, ja.

00:07:44.080 --> 00:07:49.600
<v Felix>Genau, und das ist halt auch, wo ICATELUSEN tatsächlich arbeitet im Carrier-Umfeld,

00:07:50.160 --> 00:07:53.280
<v Felix>wo wir dann verschiedene, auch genau sowas aufbauen.

00:07:53.440 --> 00:07:55.680
<v Gast 1>Ganz klar, das ist auch der richtige Ansatz an der Stelle.

00:07:56.000 --> 00:07:59.200
<v Ingo>Also ich glaube, eine weitere Qualität, die so ein System haben sollte,

00:07:59.440 --> 00:08:04.480
<v Ingo>wäre, dass man immer weiß, was denen gerade vorgeht oder dass man in der Lage ist zu erkennen,

00:08:04.560 --> 00:08:05.600
<v Ingo>wenn es Probleme gibt.

00:08:05.920 --> 00:08:09.920
<v Ingo>Das heißt, wenn ich von außen drauf gucke, muss ich sehen, ob da ein Fehler ist oder nicht.

00:08:10.240 --> 00:08:12.640
<v Ingo>Nicht unbedingt von außen, aber dass man zumindest sagen kann, okay,

00:08:12.720 --> 00:08:15.280
<v Ingo>ich habe jetzt vielleicht ein Monitoring oder sonst irgendwas, ich erkenne,

00:08:15.360 --> 00:08:21.520
<v Ingo>wenn Einbrüche stattfinden und ich kann die dann zeitnah beheben oder dementsprechend reagieren.

00:08:21.760 --> 00:08:23.440
<v Felix>Oder wenn eine Festplatte ausfällt oder so.

00:08:23.840 --> 00:08:24.560
<v Felix>Zum Beispiel, genau.

00:08:24.880 --> 00:08:31.680
<v Felix>Weil das ist tatsächlich eher ein Fall, warum man Daten verliert als wegen Einbrecher.

00:08:32.160 --> 00:08:35.920
<v Ingo>Das wäre ja dann wiederum ein Fall für Safety, weil so ein Feschplattenausfall,

00:08:36.000 --> 00:08:40.800
<v Ingo>das wäre ja dann mehr oder weniger so eine Vorsichtsmaßnahme, dann halt mehrere Festplatten redundant

00:08:40.800 --> 00:08:42.640
<v Ingo>einzubauen, damit man die halt auch ersetzen kann.

00:08:42.880 --> 00:08:47.120
<v Felix>Aber wenn man zum Beispiel das wegschreibt via Backup, dann geht es schon wieder in die Richtung Security,

00:08:47.280 --> 00:08:54.000
<v Felix>weil der Angreifer nicht direkt einen Zugriff auf Backups hat, auf Archive und so ein

00:08:54.000 --> 00:08:59.360
<v Felix>gewisser Schutz erstmal ist, dass die Daten, die man hat, dass die nicht zwangsläufig fünf Mal weg sind.

00:08:59.520 --> 00:08:59.920
<v Felix>Genau.

00:09:00.080 --> 00:09:03.680
<v Felix>Also da verschwirmen wieder die Grenzen relativ stark.

00:09:05.120 --> 00:09:11.360
<v Ingo>Gut, wenn wir uns jetzt mal, also sichere Systeme, müssen ja nicht unbedingt IT-Systeme sein, aber können.

00:09:11.680 --> 00:09:12.160
<v Ingo>Können, ja.

00:09:14.720 --> 00:09:19.120
<v Ingo>Jetzt haben wir ja gerade in Japan was erlebt, wo so ein System,

00:09:19.280 --> 00:09:24.320
<v Ingo>wo man zwar wusste, da ist irgendwie ein Risiko, aber was man doch irgendwie als sicher eingestuft hatte,

00:09:24.720 --> 00:09:26.400
<v Ingo>ja versagt hat.

00:09:27.680 --> 00:09:29.520
<v Ingo>Ja, was machen wir da jetzt?

00:09:29.680 --> 00:09:34.960
<v Ingo>Also ist es einfach, muss man einfach sagen, ist das jetzt ein sicheres System oder ist es keins,

00:09:35.120 --> 00:09:38.160
<v Ingo>weil das Risiko gab es ja und man wusste das vorher?

00:09:39.920 --> 00:09:41.360
<v Gast 1>Ja, ist halt eine Abschätzung.

00:09:41.440 --> 00:09:46.480
<v Gast 1>Man hat ja dort auch eine Risikoanalyse vorgenommen, nur hat man das Risiko geringer eingeschätzt,

00:09:46.560 --> 00:09:49.440
<v Gast 1>als dann tatsächlich der Fehlerfall eingetreten ist.

00:09:49.600 --> 00:09:51.360
<v Gast 1>Und das ist natürlich eine Abschätzung.

00:09:51.520 --> 00:09:53.520
<v Felix>Genau, das ist prinzipiell die Sache.

00:09:53.680 --> 00:10:00.640
<v Felix>Also man kann nur eine begrenzte Sicherheit bieten mit den Ressourcen, die man hat.

00:10:01.280 --> 00:10:04.640
<v Felix>Man ist immer dabei, eine Risikoabschätzung zu machen.

00:10:05.120 --> 00:10:11.280
<v Felix>Man wird niemals sagen, ich, also man kann es niemals sagen, einfach aus kommerziellen Gesichtspunkten,

00:10:11.680 --> 00:10:14.800
<v Felix>dass man alles überall verteilt unendlich sicher macht.

00:10:15.040 --> 00:10:16.240
<v Felix>Das ist einfach keine Möglichkeit.

00:10:16.560 --> 00:10:21.440
<v Gast 2>Um sowas zu garantieren, da müsste man halt im Endeffekt auch alle Parameter unter seiner Kontrolle haben,

00:10:21.520 --> 00:10:24.800
<v Gast 2>was bei so komplexen Systemen, die man heutzutage hat, einfach nicht der Fall ist.

00:10:25.520 --> 00:10:26.480
<v Felix>Das geht ja nicht mehr.

00:10:26.640 --> 00:10:29.360
<v Ingo>Das heißt also, es gibt kein System, was hundertprozentig sicher ist.

00:10:29.440 --> 00:10:29.760
<v Ingo>Niemals.

00:10:30.080 --> 00:10:30.880
<v Ingo>Würde ich davon ausgehen, ja.

00:10:31.280 --> 00:10:33.840
<v Gast 1>Man wird die Systeme vielleicht in zwei Dinge unterscheiden.

00:10:33.920 --> 00:10:39.120
<v Gast 1>Bei dem ersten System, da kann man tatsächlich eine relativ rationale Risikoabschätzung machen,

00:10:39.280 --> 00:10:42.400
<v Gast 1>weil der Schaden potenziell begrenzt ist und abschätzbar ist.

00:10:42.560 --> 00:10:45.040
<v Gast 1>Das sind auch versicherbare Systeme.

00:10:45.520 --> 00:10:50.320
<v Gast 1>Und dann kommt die zweite Klasse von Systemen, da würde ich eben die Atomkraftwerke dazu tun.

00:10:50.560 --> 00:10:56.080
<v Gast 1>Da ist der Schaden potenziell nicht mehr abgrenzbar und daher auch nicht versicherbar, wie wir ja wissen.

00:10:56.160 --> 00:10:56.560
<v Gast 1>Ist ja auch.

00:10:58.080 --> 00:11:01.360
<v Gast 1>Das heißt, der Schadensfaktor tendiert gegen unendlich.

00:11:01.760 --> 00:11:04.640
<v Gast 1>Und damit ist es eigentlich nicht mehr abschätzbar.

00:11:04.720 --> 00:11:08.720
<v Gast 1>Und dann, ja, da bricht auch das ökonomische Kalkül einfach zusammen.

00:11:09.120 --> 00:11:11.680
<v Gast 1>Da sehe ich schon diese deutlich zwei, diese Unterschiede.

00:11:11.840 --> 00:11:15.600
<v Gast 1>Das eine ist in den bekannten Risikoquadranten eben da angesiedelt,

00:11:15.760 --> 00:11:22.720
<v Gast 1>wo die Häufigkeit zwar sehr gering ist, aber die Schadensgröße potenziell unendlich ist und damit bricht jedes

00:11:22.720 --> 00:11:24.160
<v Gast 1>rationale Kalkül zusammen.

00:11:24.400 --> 00:11:26.080
<v Ingo>Was ist dieser Risikoquadrant?

00:11:27.280 --> 00:11:32.160
<v Gast 1>Das ist einfach nur eine Einteilung von Risiken nach ihrer Häufigkeit,

00:11:32.240 --> 00:11:35.760
<v Gast 1>nach ihrer vermuteten Häufigkeit und nach der Größe des Schadens.

00:11:36.640 --> 00:11:41.360
<v Ingo>Also man kann sich das im Endeffekt so vorstellen, man hat ein Quadrat auf einem

00:11:43.200 --> 00:11:50.080
<v Ingo>zweidimensionalen Achse, ma die X-Achse, da ist die Auftrittshäufigkeit und die y-Achse

00:11:50.080 --> 00:11:55.200
<v Ingo>nach oben, dann im Endeffekt die Schwere, wenn es zu einem, also die Auswirkungen,

00:11:55.280 --> 00:11:56.800
<v Ingo>wenn es zu einem Fehlerfall kommt.

00:11:56.960 --> 00:12:02.000
<v Ingo>Und dann kann man das halt im Endeffekt so quadrieren und dann halt dementsprechend in den einzelnen

00:12:02.000 --> 00:12:04.000
<v Ingo>Quadranten entscheiden, was man da tut.

00:12:04.240 --> 00:12:04.560
<v Ingo>Genau.

00:12:05.200 --> 00:12:08.080
<v Ingo>Und wo wäre da Japan, also der Atomunfall gewesen?

00:12:08.400 --> 00:12:12.080
<v Gast 2>Also wenn man sich das jetzt vorstellt, dann wäre Japan oben links.

00:12:12.480 --> 00:12:18.240
<v Ingo>Also ein Fehlerfall, der extrem selten auftritt, aber dessen Auswirkungen verheeren sind.

00:12:18.640 --> 00:12:21.040
<v Ingo>Deswegen kann man Atomkraftwerke auch nicht versichern.

00:12:21.120 --> 00:12:25.680
<v Ingo>Also es gibt, glaube ich, keinen Versicherer, der sagen würde, wenn so ein Ding hochgeht,

00:12:25.920 --> 00:12:29.120
<v Ingo>wir zahlen das alles, das zahlt eh immer die Allgemeinheit dann.

00:12:29.680 --> 00:12:34.320
<v Gast 1>Das ist vielleicht auch bezeichnend für diese Art von Risiken, dass eine Münchner Rückzwar Hurrikans und alles

00:12:34.320 --> 00:12:39.120
<v Gast 1>Mögliche versichert oder Erdbeben, aber ein Atomkraftwerk nicht.

00:12:39.760 --> 00:12:44.080
<v Gast 1>Und das sagt uns doch eine ganze Menge über das theoretische Risiko.

00:12:44.160 --> 00:12:47.520
<v Gast 1>Dann muss man vielleicht auch noch was ganz Interessantes dazu sagen.

00:12:48.320 --> 00:12:54.160
<v Gast 1>Wie bestimmen wir das Risiko von einem Fehler oder einem Problem, das dort auftritt?

00:12:54.720 --> 00:13:00.480
<v Gast 1>Diese Risiken werden bei komplexer Technologie häufig gegenüber dem Modell berechnet.

00:13:00.640 --> 00:13:04.800
<v Gast 1>Das heißt, es wird ein Modell aufgesetzt und danach wird das Risiko berechnet.

00:13:05.040 --> 00:13:07.920
<v Gast 1>Das ist erstens mal der erste Unsicherheitsfaktor dabei.

00:13:08.080 --> 00:13:10.400
<v Gast 1>Stimmt denn das Modell hundertprozentig?

00:13:10.640 --> 00:13:12.160
<v Gast 1>Das ist schon die erste Unklarheit.

00:13:12.320 --> 00:13:15.840
<v Gast 1>Die zweite, die aber viel schlimmer ist, dass das Modell natürlich davon ausgeht,

00:13:15.920 --> 00:13:18.880
<v Gast 1>dass es wahrheitsgemäß und korrekt implementiert ist.

00:13:19.040 --> 00:13:24.640
<v Gast 1>Das heißt, dass die Realität tatsächlich auch so richtig gebaut wurde, wie es vorgestellt wurde.

00:13:24.880 --> 00:13:29.280
<v Gast 1>Und da wissen wir bei großen Systemen, dass das häufig nicht der Fall ist.

00:13:29.360 --> 00:13:32.560
<v Gast 1>Das wissen wir auch von Software, zum Beispiel, auch von kryptografischer Software,

00:13:32.720 --> 00:13:36.320
<v Gast 1>die zwar im mathematischen Modell durchaus völlig korrekt sein kann,

00:13:36.400 --> 00:13:41.520
<v Gast 1>aber dann passieren grausame Programmierfehler, ein schlechter Random Number Generator wird verwendet oder

00:13:41.520 --> 00:13:45.200
<v Gast 1>ähnliches und das gesamte Modell bricht natürlich sofort dann zusammen.

00:13:45.440 --> 00:13:52.400
<v Gast 1>Und das heißt, das erklärt vielleicht auch, dass wir in der Tat, in der Realität viel häufiger diese Probleme

00:13:52.400 --> 00:13:55.280
<v Gast 1>sehen, als sie denn eigentlich vorausgesagt werden.

00:13:55.600 --> 00:13:56.800
<v Gast 1>Von der Wahrscheinlichkeit her.

00:13:56.880 --> 00:13:58.880
<v Gast 1>Das muss man schon bei der Stelle betrachten.

00:13:59.120 --> 00:14:00.160
<v Felix>Ganz klar.

00:14:00.720 --> 00:14:03.440
<v Ingo>Ja, und was war jetzt das Problem an Japan?

00:14:03.520 --> 00:14:10.000
<v Ingo>Hat man da einfach quasi eine Risikoabschätzung gemacht und hat das Risiko zu klein abgeschätzt oder würde man

00:14:10.000 --> 00:14:11.760
<v Ingo>noch sagen, okay, wenn man.

00:14:12.320 --> 00:14:17.040
<v Felix>Die Sache ist halt, wenn man das größte abgeschätzt hätte, hätte man einfach dieses Atomkraftwerk nicht

00:14:17.040 --> 00:14:17.520
<v Felix>gebaut.

00:14:18.640 --> 00:14:20.480
<v Felix>Weil man kann es nicht versichern.

00:14:20.960 --> 00:14:25.840
<v Felix>Und deswegen kann man halt auch nicht sozusagen dieses Risiko eindämmen.

00:14:26.320 --> 00:14:31.440
<v Felix>Einfach, man hätte es dann laut dem entweder halt viel

00:14:33.360 --> 00:14:37.760
<v Felix>mehr Sicherheitsmaßnahmen getroffen oder halt einfach nicht gemacht.

00:14:38.400 --> 00:14:39.280
<v Ingo>Aber ist das?

00:14:39.600 --> 00:14:46.000
<v Ingo>Ja, ich glaube, ein Problem, was da halt auch immer auftritt, ist, wenn zwei Situationen

00:14:46.320 --> 00:14:50.240
<v Ingo>zusammen eintreten, bei denen man eigentlich nur davon ausgeht, dass sie zusammen vorkommen.

00:14:50.320 --> 00:14:55.920
<v Ingo>Jetzt wie zum Beispiel ein Erdbeben und Tsunami gleichzeitig, hat da im Endeffekt halt dazu geführt,

00:14:56.000 --> 00:15:02.560
<v Ingo>dass halt auch so die Stromgeneratoren und so weiter dann halt dementsprechend vernichtet wurden und man dafür

00:15:02.560 --> 00:15:03.680
<v Ingo>einfach nicht vorgeplant hat.

00:15:04.000 --> 00:15:07.040
<v Ingo>Ich glaube, das ist allem so ein Problem bei solchen Systemen, wenn man halt einfach.

00:15:07.360 --> 00:15:08.400
<v Felix>Wenn die sich multiplizieren, ja.

00:15:08.560 --> 00:15:08.880
<v Felix>Genau, genau.

00:15:09.200 --> 00:15:13.600
<v Gast 1>Ist auch ein schönes Beispiel dafür, dass man in fast jedem System,

00:15:13.840 --> 00:15:20.000
<v Gast 1>dass egal wie stark oft die Eingangstür aussieht oder die Frontseite des sicheren Gebäudes aussieht,

00:15:20.560 --> 00:15:25.600
<v Gast 1>sich doch häufig Stellen finden, an denen man keine Attacken vermutet hat oder auch Schwächen,

00:15:25.760 --> 00:15:29.840
<v Gast 1>jetzt in dem Fall Safety-Schwächen, und die sich dann als fatal erweisen.

00:15:29.920 --> 00:15:35.280
<v Gast 1>Das war einfach so, dass die in die Risikokalkulationen gingen diese Nebenaggregate,

00:15:35.360 --> 00:15:40.720
<v Gast 1>das, was außerhalb des Reaktors sich quasi befindet, das ging einfach nicht richtig ein.

00:15:40.960 --> 00:15:45.600
<v Gast 1>Wir haben ja sogar gelernt, dass dort Unmengen von abgebrannten Brennstoffen herumliegen,

00:15:45.680 --> 00:15:48.560
<v Gast 1>die noch weiterhin sehr gefährlich sind und gekühlt werden müssen.

00:15:48.640 --> 00:15:51.920
<v Gast 1>Das war für Laien wie für mich in der Stelle eine große Überraschung.

00:15:52.000 --> 00:15:54.400
<v Gast 1>Das wusste ich nicht, dass das gängige Praxis ist.

00:15:54.560 --> 00:15:58.560
<v Gast 1>Denn das ist ja außerhalb von der Sicherheitszone, wird aber nicht minder,

00:15:58.800 --> 00:16:00.720
<v Gast 1>ist aber letzten Endes nicht minder kritisch.

00:16:00.960 --> 00:16:02.160
<v Gast 1>Also große Überraschung.

00:16:02.400 --> 00:16:05.760
<v Gast 2>Also ich glaube, diese Nebenwege, die sind auch in IT-Security immer ganz interessant.

00:16:05.840 --> 00:16:08.960
<v Ingo>Also ich meine, das kann man ja vielleicht vergleichen, wenn man jetzt ein Haus hat und da hat man eine

00:16:08.960 --> 00:16:13.200
<v Ingo>Panzertür, aber dann irgendwie eine Holzwand, durch die man einfach durchkommt.

00:16:13.520 --> 00:16:17.760
<v Ingo>Dann hat man halt im Endeffekt was, woran man so beim Konstruieren des Systems nicht gedacht hat,

00:16:18.000 --> 00:16:22.240
<v Ingo>wird dann auf einmal zu einem Einfallsvektor,

00:16:22.880 --> 00:16:24.720
<v Ingo>den man so nicht unter seiner Kontrolle hat.

00:16:24.880 --> 00:16:25.360
<v Ingo>Genau.

00:16:26.400 --> 00:16:30.640
<v Ingo>Ja, das Problem ist wahrscheinlich auch, dass es da so Abhängigkeiten gibt,

00:16:30.880 --> 00:16:36.560
<v Ingo>die nicht unter der eigenen Kontrolle liegen oder die halt quasi außerhalb des Systems sind.

00:16:36.720 --> 00:16:42.320
<v Ingo>Also auf der einen Seite, wenn ich jetzt mir nur vorstelle, okay, der Reaktor mit seinen Brennstäben,

00:16:42.800 --> 00:16:47.840
<v Ingo>ich kann das Ding halt nicht so schnell runterfahren, ohne dass ich nicht mindestens dafür sorgen muss,

00:16:47.920 --> 00:16:49.680
<v Ingo>dass da Strom hinkommt.

00:16:49.920 --> 00:16:55.520
<v Ingo>Also ich habe da eine externe Abhängigkeit, die halt ein Risiko darstellt oder die man halt einkalkulieren

00:16:55.520 --> 00:16:58.800
<v Ingo>muss, was bei sicheren Systemen auch schwierig ist.

00:16:59.040 --> 00:17:01.200
<v Ingo>Was man im Idealfall auch nicht haben sollte.

00:17:01.680 --> 00:17:07.600
<v Felix>Ganz klar, da ist auch eine Schwäche von den Modellierungen, zum Beispiel von diesem Quadranten,

00:17:08.000 --> 00:17:11.040
<v Felix>dass man solche Abhängigkeiten nicht modellieren kann.

00:17:11.120 --> 00:17:16.960
<v Felix>Man kann sagen, ja, dieses Problem ist halt da und das andere Problem ist halt an einer anderen Stelle.

00:17:17.200 --> 00:17:22.880
<v Felix>Aber diese Zusammenhänge, die sind in diesem speziellen Modell nicht modellierbar.

00:17:26.400 --> 00:17:31.680
<v Gast 1>Oder es halt wäre ja auch das Ergebnis, dass dann das, also das Modell sagt, das wird einfach viel zu teuer.

00:17:32.480 --> 00:17:35.840
<v Gast 1>Wenn ich das alles berücksichtige, das heißt, dann tritt das Fatale ein,

00:17:36.000 --> 00:17:40.880
<v Gast 1>dass wir das Modell den ökonomischen Gegegenheiten, das Sicherheitsmodell wird den ökonomischen Gegegenheiten

00:17:40.880 --> 00:17:44.640
<v Gast 1>so weit angepasst, dass es halt das Risiko nicht mehr wirklich bewältigen kann.

00:17:44.720 --> 00:17:45.760
<v Gast 1>Auch das ist ein Alltag.

00:17:46.320 --> 00:17:46.480
<v Gast 1>Ja.

00:17:46.800 --> 00:17:48.000
<v Gast 1>Eine Alltagserfahrung.

00:17:48.240 --> 00:17:51.760
<v Felix>Ja, und was dann passiert, ist einfach, die Risiken werden runtergestuft.

00:17:51.840 --> 00:17:52.000
<v Felix>Genau.

00:17:52.160 --> 00:17:53.360
<v Felix>Und dann passt es wieder.

00:17:53.680 --> 00:17:53.920
<v Felix>Genau.

00:17:54.080 --> 00:17:58.000
<v Gast 1>Also muss man halt nur länger rechnen, bis man das Risiko heruntergerechnet hat.

00:17:58.400 --> 00:17:59.120
<v Gast 1>Das ist ganz klar.

00:17:59.360 --> 00:18:04.960
<v Felix>Aber oft ist es halt so, man sieht das Risiko, aber es wird dann viel runtergestuft,

00:18:05.040 --> 00:18:09.600
<v Felix>nicht mehr so hoch eingeschätzt, wie es davor war, damit es einfach wieder in diesen Kontext passt.

00:18:10.000 --> 00:18:11.920
<v Felix>Damit man einfach das Projekt überhaupt starten kann.

00:18:12.000 --> 00:18:18.000
<v Ingo>Ja genau, also ich denke, was du gerade gesagt hast, wenn wir im Endeffekt ein System bauen wollen,

00:18:18.160 --> 00:18:21.760
<v Ingo>dann möchten wir das ja schon durchziehen.

00:18:22.240 --> 00:18:28.800
<v Ingo>Und dann ist es halt oft so, dass man dann halt durch ein zu hohes Risiko dann doch sich davon abbringen

00:18:28.800 --> 00:18:31.840
<v Ingo>lässt, das System zu bauen, sondern da spricht man halt lieber das Risiko runter,

00:18:31.920 --> 00:18:34.320
<v Ingo>weil man möchte das System ja irgendwie realisiert sehen.

00:18:34.640 --> 00:18:35.200
<v Ingo>Genau.

00:18:35.520 --> 00:18:41.360
<v Ingo>Gut, wir haben jetzt immer so von großen Systemen geredet, die man irgendwie sicher machen muss.

00:18:41.440 --> 00:18:43.600
<v Ingo>Das hat ja nicht unbedingt was mit IT zu tun.

00:18:43.680 --> 00:18:48.960
<v Ingo>Wenn wir uns jetzt mal die IT angucken, da redet man ja dann öfter so von Datensicherheit,

00:18:49.200 --> 00:18:50.800
<v Ingo>Informationssicherheit.

00:18:51.040 --> 00:18:55.120
<v Ingo>Was ist da jetzt der Unterschied oder was ist gleich?

00:18:55.360 --> 00:18:57.520
<v Ingo>Was sollte man da jetzt noch sagen?

00:18:58.400 --> 00:19:00.560
<v Ingo>Wenn ich jetzt IT-Systeme nehme?

00:19:02.480 --> 00:19:06.240
<v Gast 2>Ja, das kommt immer drauf an, was für einen Zweck man denn erfüllen will.

00:19:06.320 --> 00:19:12.240
<v Ingo>Ich meine Datensicherheit, das kann jetzt was sein, man möchte andere daran hindern,

00:19:12.480 --> 00:19:16.720
<v Ingo>auf die Daten zugreifen zu können, wobei das wäre dann wahrscheinlich schon wieder Informationssicherheit.

00:19:16.880 --> 00:19:20.080
<v Gast 2>Also ich glaube, bei Datensicherheit wäre das dann mehr so dieser Safety-Aspekt.

00:19:20.160 --> 00:19:25.200
<v Gast 2>Man möchte, dass die Daten, die man irgendwann mal angelegt hat, dass die bestehen bleiben und dass die halt

00:19:25.200 --> 00:19:25.920
<v Gast 2>sicher sind.

00:19:26.160 --> 00:19:31.520
<v Felix>Also es gibt da so ein paar Ziele, die man erreichen will mit Datensicherheit.

00:19:31.680 --> 00:19:36.080
<v Felix>Eins ist ganz klar, dass die Daten immer verfügbar sind.

00:19:36.400 --> 00:19:42.720
<v Felix>Das zweite ist, dass die nicht verändert werden von externen Stellen,

00:19:42.800 --> 00:19:43.920
<v Felix>außer dass man es halt will.

00:19:44.240 --> 00:19:51.120
<v Felix>Das dritte ist, dass die nicht von Leuten gelesen werden,

00:19:51.280 --> 00:19:53.120
<v Felix>die keinen Zugriff darauf haben.

00:19:53.280 --> 00:19:59.440
<v Felix>Also Integrität, Vertraulichkeit und noch zwei andere.

00:20:02.030 --> 00:20:05.310
<v Felix>Genau, und das vierte ist.

00:20:06.030 --> 00:20:10.990
<v Felix>Oft ist die Autorenschaft sehr wichtig, dass man nachweisen kann von wem,

00:20:12.110 --> 00:20:13.230
<v Felix>wer das gemacht hat.

00:20:13.550 --> 00:20:19.150
<v Felix>Genau, und das sind eigentlich die vier Punkte, die man mit Datensicherheit gewährleisten will.

00:20:20.190 --> 00:20:26.590
<v Felix>Und wenn man wenn man das sozusagen geschafft hat, dann kann man ein System als sicher einstufen.

00:20:28.110 --> 00:20:34.270
<v Felix>Wenn man sozusagen immer gewährleistet hat, dass diese vier, wahrscheinlich fehlt sogar noch einer,

00:20:34.990 --> 00:20:39.390
<v Felix>dass diese Dinge eingehalten werden, dann kann man von einem sicheren System reden.

00:20:39.710 --> 00:20:41.710
<v Gast 2>Also ich habe jetzt mal, das sind hier fünf Punkte.

00:20:42.430 --> 00:20:48.430
<v Ingo>Da haben wir Vertraulichkeit, Integrität, Authentizität, legitime Nutzung und Verfügbarkeit.

00:20:48.670 --> 00:20:48.910
<v Ingo>Genau.

00:20:49.070 --> 00:20:50.510
<v Felix>Also hat da noch einer gefehlt.

00:20:50.750 --> 00:20:51.470
<v Felix>Genau.

00:20:52.350 --> 00:20:56.750
<v Felix>Und genau, wenn man das halt geschafft hat, dann ist eigentlich das System sicher.

00:20:57.630 --> 00:21:00.750
<v Gast 1>Interessant ist, dass dabei die Verfügbarkeit auch dazu gerechnet wird.

00:21:00.830 --> 00:21:05.470
<v Gast 1>Das heißt, egal wie sicher, sprich in Tessroartig die Daten untergebracht sind,

00:21:05.630 --> 00:21:08.830
<v Gast 1>wenn sie nicht verfügbar sind, wenn ich drankomme, dann habe ich auch ein Problem.

00:21:09.310 --> 00:21:10.990
<v Gast 1>Oder das System läuft eben nicht.

00:21:11.470 --> 00:21:12.110
<v Gast 1>Ganz klar.

00:21:12.350 --> 00:21:15.790
<v Felix>Weil man kann halt ein System modellieren, was von außen nicht erreichbar ist.

00:21:15.870 --> 00:21:20.350
<v Felix>Und das ist trotzdem erfüllt die anderen vier Punkte ohne Probleme,

00:21:20.510 --> 00:21:25.790
<v Felix>aber wenn einer von diesen Punkten nicht erfüllt wird,

00:21:25.870 --> 00:21:27.230
<v Felix>dann hilft das alles nichts.

00:21:27.870 --> 00:21:28.670
<v Felix>Ganz klar.

00:21:30.030 --> 00:21:34.270
<v Ingo>So ein bisschen wie ACID von der letzten SQL-Sendung.

00:21:34.350 --> 00:21:35.470
<v Gast 2>Ja, genau, das ist auch.

00:21:35.950 --> 00:21:39.230
<v Felix>Das sind die sind auch so die Kernpunkte, die man tatsächlich verfolgt.

00:21:39.470 --> 00:21:41.630
<v Felix>Das ist, worauf alles andere aufbaut.

00:21:41.710 --> 00:21:45.070
<v Felix>Alles, was man macht, geht in einen von diesen fünf Punkten rein.

00:21:45.950 --> 00:21:50.430
<v Ingo>Dann vielleicht noch eine Abgrenzung, wenn man so von Sicherheit redet,

00:21:50.510 --> 00:21:54.590
<v Ingo>also Datensicherheit, dann gibt es auch öfter Verwechslung mit Datenschutz.

00:21:54.830 --> 00:21:57.230
<v Ingo>Das ist ja jetzt schon wieder was ganz anderes.

00:21:58.750 --> 00:22:03.390
<v Felix>Datenschutz, ja, Datenschutz ist was ganz Besonderes,

00:22:03.710 --> 00:22:10.670
<v Felix>nämlich es gibt einen Datenschutzgesetzliche Grundlagen zum Datenschutz.

00:22:10.910 --> 00:22:11.790
<v Ingo>Zumindest hier in Deutschland.

00:22:12.030 --> 00:22:13.550
<v Felix>Zumindest hier in Deutschland, richtig.

00:22:13.710 --> 00:22:17.710
<v Felix>Das ist ein ganz großer Unterschied, also ein ganz großer Punkt tatsächlich.

00:22:17.870 --> 00:22:24.830
<v Felix>Dass der Datenschutz nur, wenn man hier ein deutsches Unternehmen ist und hier in Deutschland auch Daten

00:22:24.830 --> 00:22:29.070
<v Felix>verwendet, besonders personenbezogene Daten, dann greift dieser Datenschutz.

00:22:29.230 --> 00:22:34.350
<v Felix>Und in diesem Datenschutzgesetz wird beschrieben,

00:22:34.990 --> 00:22:36.990
<v Felix>wie Daten zu handhaben sind.

00:22:37.070 --> 00:22:38.830
<v Felix>Da steht zum Beispiel sowas drin.

00:22:39.070 --> 00:22:44.110
<v Felix>Wie lange müssen Daten gehalten werden, wie lange dürfen Daten gehalten werden,

00:22:44.910 --> 00:22:49.950
<v Felix>wie sind die Daten zu schützen, damit personenbezogene Daten,

00:22:52.350 --> 00:22:58.910
<v Felix>damit dieser Personenbezug nicht ausgenutzt wird von Leuten und wer darf die

00:22:58.910 --> 00:23:01.310
<v Felix>einsehen und da gibt es ganz, ganz viele Punkte.

00:23:01.390 --> 00:23:05.630
<v Felix>Das ist ein riesiges, riesiges Stück, wenn man das tatsächlich selber machen muss.

00:23:06.030 --> 00:23:10.030
<v Ingo>Ich glaube, auch ganz interessant in dem Kontext wäre dann so die Geschichte mit,

00:23:10.670 --> 00:23:17.150
<v Ingo>darf man die Daten weitergeben, wie darf man die miteinander kombinieren und solche Geschichten.

00:23:17.630 --> 00:23:18.430
<v Ingo>Und dann gibt es im Endeffekt.

00:23:18.910 --> 00:23:24.110
<v Felix>Dann gibt es sowas, man muss den Schutzbedarf einstufen von Informationen,

00:23:24.270 --> 00:23:26.990
<v Felix>von Daten, die man sozusagen abspeichert.

00:23:27.150 --> 00:23:33.230
<v Felix>Und da gibt es dann wieder ganz verschiedene Regelungen, wie die Daten zu handhaben sind.

00:23:33.470 --> 00:23:38.270
<v Felix>Das ist sehr komplex und sehr bürokratisch tatsächlich.

00:23:38.430 --> 00:23:40.670
<v Ingo>Also hat es doch ein bisschen was mit Datensicherheit zu tun.

00:23:40.830 --> 00:23:47.710
<v Ingo>Also es gibt ja ganz klar vor, die ein Unternehmen einhalten muss, dass Daten sicher gespeichert werden.

00:23:47.870 --> 00:23:49.150
<v Gast 2>Genau, jetzt nehmen wir mal ein Beispiel.

00:23:49.230 --> 00:23:52.670
<v Gast 2>Das kommt immer mal wieder vor, dass so ein Unternehmen seine Kundendaten verliert.

00:23:52.750 --> 00:23:55.070
<v Ingo>So was wäre dann natürlich auch ein Vergehen gegen den Datenschutz,

00:23:55.150 --> 00:24:00.830
<v Ingo>weil die haben dann im Endeffekt ihre Pflicht, die Daten korrekt zu schützen,

00:24:01.550 --> 00:24:02.750
<v Ingo>nicht vernachlässigt.

00:24:04.030 --> 00:24:07.950
<v Gast 1>Es kommt halt einfach der Aspekt dazu, dass ich da mit Daten anderer Leute umgehe.

00:24:08.030 --> 00:24:10.590
<v Gast 1>Also Daten, die sich auf andere beziehen, nicht eigene.

00:24:10.830 --> 00:24:16.510
<v Gast 1>Sonst wäre es nur ganz normale Security, aber da kommt eben jetzt bei den Fremddaten der Datenschutz dazu,

00:24:16.670 --> 00:24:20.510
<v Gast 1>der jetzt diesen Umgang mit diesen Fremddaten regelt.

00:24:20.830 --> 00:24:20.990
<v Gast 1>Genau.

00:24:21.070 --> 00:24:24.990
<v Felix>Und dass man da auch belangbar ist tatsächlich in dem Punkt.

00:24:25.390 --> 00:24:32.270
<v Gast 1>Interessant ist dabei noch, dass, sagen wir mal so, der Eigentümer der Daten oder besser gesagt derjenige,

00:24:32.350 --> 00:24:38.030
<v Gast 1>auf den sich die Daten beziehen, dass der technisch meistens keine Möglichkeit hat mehr,

00:24:38.110 --> 00:24:39.470
<v Gast 1>auf diese Daten einzugehen.

00:24:39.550 --> 00:24:44.910
<v Gast 1>Sie sind bereits irgendwo unterwegs, sie sind bereits übertragen worden.

00:24:45.070 --> 00:24:49.470
<v Gast 1>Und wir haben bis heute sehr wenige bis keine Möglichkeiten, dass der,

00:24:49.710 --> 00:24:56.670
<v Gast 1>auf den sich die Daten beziehen, tatsächlich auf dem weiteren Lebensweg dieser Daten eine technische Kontrolle

00:24:56.670 --> 00:24:58.270
<v Gast 1>sehr gut ausführen könnte.

00:24:58.750 --> 00:25:05.470
<v Gast 1>Denn wenn die Daten, wie gesagt, öffentlich sind, dann sind sie natürlich auch lesbar, manipulierbar.

00:25:05.550 --> 00:25:07.630
<v Gast 1>Natürlich kann er dann Verschlüsselungen und solche Sachen an.

00:25:07.790 --> 00:25:12.750
<v Gast 1>Das heißt, er kann sie an bestimmte Ziele, auf bestimmte Ziele einschränken.

00:25:12.910 --> 00:25:16.670
<v Gast 1>Aber was da dort wieder mit den Daten passiert, wenn sie gelesen werden,

00:25:16.830 --> 00:25:21.790
<v Gast 1>da haben wir eigentlich technisch momentan keinerlei Möglichkeit, wirklich da einzugreifen.

00:25:22.030 --> 00:25:28.510
<v Felix>Und weil man selber keine Möglichkeit hat, versucht der Staat wenigstens ein bisschen Schutz zu

00:25:28.510 --> 00:25:34.030
<v Felix>gewährleisten, dass bestimmte Sachen eingeschränkt werden, wie die Daten verwendet werden können von einem

00:25:34.030 --> 00:25:34.350
<v Felix>selbst.

00:25:34.510 --> 00:25:36.990
<v Felix>Weil man halt selber keine Möglichkeit mehr hat.

00:25:37.230 --> 00:25:42.110
<v Gast 1>Genau, wir haben ja wieder da sieht man schön diesen Dreiklang an dem Beispiel von technischem Schutz,

00:25:42.270 --> 00:25:44.910
<v Gast 1>technischen Möglichkeiten, das ist der erste Punkt.

00:25:45.070 --> 00:25:48.590
<v Gast 1>Das zweite ist organisatorische Regelungen, die wir treffen können,

00:25:48.670 --> 00:25:54.350
<v Gast 1>um die Daten noch zu sichern, indem ihr es eben auf bestimmte Weise weitergibt und so weiter.

00:25:54.430 --> 00:25:58.430
<v Gast 1>Und das dritte wäre eine globale Regelung rechtlicher Art, die sagt,

00:25:58.590 --> 00:26:02.990
<v Gast 1>egal wo sie sind, der, der damit umgeht, muss bestimmte Dinge damit beabsichtigen,

00:26:03.150 --> 00:26:04.110
<v Gast 1>haben wir diesen Dreiklang.

00:26:04.350 --> 00:26:05.550
<v Felix>Ja, tatsächlich nicht.

00:26:05.710 --> 00:26:09.310
<v Felix>Also egal wo jemand ist, sondern da gibt es auch wieder Unterschiede.

00:26:09.470 --> 00:26:12.030
<v Gast 1>Ja, natürlich, aber so allgemein.

00:26:12.350 --> 00:26:13.710
<v Felix>Genau, auf jeden Fall.

00:26:13.950 --> 00:26:20.910
<v Ingo>Ja, wir sind da in Deutschland ja zumindest, gerade was Datenschutz und so betrifft, relativ gut aufgestellt.

00:26:21.150 --> 00:26:22.670
<v Felix>Jedenfalls bürokratisch, auf jeden Fall.

00:26:22.990 --> 00:26:23.790
<v Felix>Bürokratisch.

00:26:23.950 --> 00:26:27.870
<v Ingo>Aber trotzdem kann man da ja in so eine Firma nicht reingucken, was die macht.

00:26:28.430 --> 00:26:31.790
<v Ingo>Also da muss man schon denen ein bisschen vertrauen.

00:26:32.510 --> 00:26:34.910
<v Ingo>Ich ab beim, genau.

00:26:35.790 --> 00:26:42.430
<v Ingo>In Deutschland gibt es auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie und

00:26:42.590 --> 00:26:47.390
<v Ingo>die stellen auch so einen Katalog bereit, was,

00:26:47.630 --> 00:26:52.910
<v Ingo>der nennt sich IT-Grundschutz, wo so ein paar Sachen drinstehen,

00:26:53.070 --> 00:26:56.190
<v Ingo>wie unsere Unternehmen ihre Sicherheit handeln müssen.

00:26:56.350 --> 00:27:01.230
<v Felix>Genau, also es gibt ein paar Punkte, also normalerweise will man als Firma,

00:27:02.030 --> 00:27:08.350
<v Felix>wenn man mit personenbezogenen Daten umgeht, will man eigentlich diesen IT-Grundschutz nicht.

00:27:09.470 --> 00:27:12.670
<v Felix>Weil es ein riesiger, riesen Haufen Arbeit ist.

00:27:12.990 --> 00:27:17.230
<v Felix>Das liegt daran, dieser Grundschutzkatalog, der sieht, wenn man sich dem Internet anguckt,

00:27:17.390 --> 00:27:22.590
<v Felix>relativ überschaubar aus, aber dann klickt man halt in so Sachen rein und dann sind da 100 Punkte.

00:27:22.750 --> 00:27:27.550
<v Felix>Und zu diesen 100 Punkten sind nochmal 10 Punkte, die man überall ausfüllen muss.

00:27:28.350 --> 00:27:33.310
<v Felix>Und das multipliziert sich dann auf die Maschinen, auf die Systeme, die man hat.

00:27:33.470 --> 00:27:36.110
<v Felix>Zum Beispiel gibt es da einen Punkt

00:27:40.510 --> 00:27:41.870
<v Felix>Unix-Computer.

00:27:42.270 --> 00:27:47.950
<v Felix>Und zu diesem Punkt gibt es dann, wie ist, wie sind die Daten darauf gesichert,

00:27:48.270 --> 00:27:53.150
<v Felix>wie ist Ausfall, äh, wie ist halt durch Ausfall abgesichert und zu jedem Punkt,

00:27:53.630 --> 00:27:56.830
<v Felix>der da drin steht, muss, der muss ausgefüllt werden.

00:27:57.790 --> 00:28:02.270
<v Felix>Und das geht dann auch zum Beispiel für Router, für Switches,

00:28:02.590 --> 00:28:07.710
<v Felix>für Taktverteilsysteme, für alles Mögliche, was man sich so vorstellen kann.

00:28:07.870 --> 00:28:14.350
<v Felix>Und diese komplette Grundschutzmodellierung nennt sich das dann, kann dann benutzt werden,

00:28:14.510 --> 00:28:17.070
<v Felix>um sich zertifizieren zu lassen vom BSI.

00:28:17.230 --> 00:28:23.310
<v Felix>Da gibt es immer wieder ein bisschen was, was man mitbekommt, zum Beispiel der Kartenleser,

00:28:23.470 --> 00:28:29.630
<v Felix>äh der Kartenleser für den Personalausweis gab es mal

00:28:30.510 --> 00:28:36.030
<v Felix>in der Computerbild, der wurde halt gesponsert und der war zum Beispiel BSI-Grundschutz

00:28:38.030 --> 00:28:39.070
<v Felix>zertifiziert.

00:28:39.470 --> 00:28:45.470
<v Felix>Und für so kleine Sachen ist es ein Riesenhaufen Arbeit und wenn man dann große Systeme hat,

00:28:45.710 --> 00:28:50.030
<v Felix>dann ist die Arbeit tatsächlich nicht mehr so überschaubar, dass man raufguckt und sagt,

00:28:50.190 --> 00:28:51.150
<v Felix>da ist alles fertig.

00:28:51.390 --> 00:28:56.670
<v Felix>Sondern das ist tatsächlich eine Arbeit, die wenn man sich normalerweise nicht antun.

00:28:56.910 --> 00:28:57.710
<v Felix>Aber ist doch gut.

00:28:57.790 --> 00:29:03.390
<v Ingo>Also ich meine, wenn da, wenn sich da so ein Bundesamt hinstellt und so einen

00:29:03.790 --> 00:29:09.550
<v Ingo>Grundschutzkatalog ausarbeitet und wenn man sich dann auch wirklich als Unternehmen hinsetzt und tatsächlich

00:29:09.550 --> 00:29:14.750
<v Ingo>jedes einzelne Teil mal anguckt und das auch nach, wenn ja schließlich Ahnung haben davon,

00:29:14.910 --> 00:29:18.590
<v Ingo>schließlich heißen sie ja Bundes, was habe ich gesagt, Amt?

00:29:19.310 --> 00:29:20.190
<v Felix>Das ist eine Behörde.

00:29:20.590 --> 00:29:23.070
<v Ingo>Eine Behörde, die sich mit Informationssicherheit beschäftigt.

00:29:23.310 --> 00:29:27.470
<v Ingo>Also wenn die ja wohl Ahnung davon haben und viele Leute da rangesetzt haben.

00:29:28.030 --> 00:29:28.750
<v Ingo>Das waren alles.

00:29:29.870 --> 00:29:34.110
<v Ingo>Ist doch super, wenn man sich da also mal hinsetzt und wirklich jedes einzelne Teil in seinem Unternehmen

00:29:34.110 --> 00:29:35.710
<v Ingo>anguckt, ob das sicher ist.

00:29:36.110 --> 00:29:41.390
<v Felix>Ganz klar, das ist voll, das hört, das ist auf jeden Fall richtig gut.

00:29:41.630 --> 00:29:45.870
<v Felix>Das Problem ist halt, das, was dann zum Schluss rauskommt, das ist fraglich,

00:29:46.190 --> 00:29:52.990
<v Felix>ob das dann wirklich zur Sicherheit von den Daten in dem Unternehmen

00:29:52.990 --> 00:29:53.870
<v Felix>beiträgt.

00:29:54.110 --> 00:30:00.590
<v Felix>Weil das ist nicht, man sagt jetzt, wir haben jetzt Firewall-Regeln für Port 80 und für Port

00:30:00.590 --> 00:30:05.470
<v Felix>443 geschrieben, sondern da steht drin, wir haben also sehr,

00:30:05.790 --> 00:30:10.910
<v Felix>sehr viele Behörden, sehr viel behördlicher Kram steht da einfach drin.

00:30:10.990 --> 00:30:15.230
<v Felix>Also nicht technisches, sondern eher, man beschreibt das System.

00:30:15.870 --> 00:30:20.350
<v Felix>Man beschreibt jeden kleinen Punkt an dem System, aber man sagt eigentlich nicht,

00:30:20.430 --> 00:30:21.390
<v Felix>wie es technisch funktioniert.

00:30:21.550 --> 00:30:27.870
<v Ingo>Das ist dann auch eher so auf der auf der

00:30:28.830 --> 00:30:30.270
<v Ingo>Organisationsebene dann mehr.

00:30:30.590 --> 00:30:36.590
<v Felix>Genau, also das ist sehr, sehr wieder sehr deutsch.

00:30:36.910 --> 00:30:40.590
<v Gast 1>Vielleicht darf ich da doch ein bisschen die Lanze dafür brechen, vielleicht nicht unbedingt für das

00:30:40.590 --> 00:30:47.070
<v Gast 1>BSI-Grundschutzhandbuch, sondern generell für den Ansatz, weil zum Beispiel im Finance-Bereich ist es gerade

00:30:47.150 --> 00:30:52.670
<v Gast 1>vielleicht Beispiel Schweizer Bank, ist es völlig normal, dass man eine solche Totalmodellierung eigentlich

00:30:52.670 --> 00:30:55.070
<v Gast 1>durchführt, und zwar auch bis hinunter.

00:30:55.310 --> 00:30:59.710
<v Gast 1>Und sagen wir mal so, diese Zwischenstufe, die noch nicht so technisch ist,

00:30:59.790 --> 00:31:04.990
<v Gast 1>aber so Ziele allgemeiner Art ganz gut feststellt, die sorgt natürlich dafür dann,

00:31:05.150 --> 00:31:09.870
<v Gast 1>dass ich dann später bei der technischen Implementation auch weiß, warum ich etwas gemacht habe.

00:31:10.190 --> 00:31:14.750
<v Gast 1>Während man gern natürlich in der kleineren Firma vielleicht, oder um den Aufwand zu minimieren,

00:31:14.910 --> 00:31:18.990
<v Gast 1>sich gleich ein bisschen auf die Technik stürzt und dann im Endeffekt aber vielleicht auch mit Dingen,

00:31:19.310 --> 00:31:23.150
<v Gast 1>ja, wie soll ich sagen, endet, wo man sich nachher fragt, wieso habe ich das eigentlich?

00:31:23.230 --> 00:31:25.710
<v Gast 1>Wieso haben wir eigentlich diese Regel da in dem Firewall drin?

00:31:26.030 --> 00:31:26.510
<v Gast 1>Was ist da?

00:31:26.750 --> 00:31:30.750
<v Gast 1>Da fehlt dann auf einmal ganz schnell ein Stück, was Sinn aus dieser Regel machen kann.

00:31:30.990 --> 00:31:36.750
<v Felix>Also genau, also die Sache ist, Firmen wollen diese Grundschutzmodellierung nicht,

00:31:36.910 --> 00:31:41.150
<v Felix>aber was sehr wohl so ziemlich, also bei allen größeren Systemen eingesetzt wird,

00:31:41.230 --> 00:31:44.110
<v Felix>ist die ISO 27001.

00:31:44.430 --> 00:31:49.070
<v Felix>Das ist eine ISO zum Security Standards und die wird sehr wohl eingesetzt.

00:31:49.390 --> 00:31:53.790
<v Felix>BSI-Grundschutz geht weit darüber hinaus und kostet halt entsprechend auch.

00:31:54.270 --> 00:31:55.950
<v Gast 1>Gut, das kennen wir den gleichen Effekt.

00:31:56.270 --> 00:32:00.750
<v Gast 1>Der Dark Schilder wurde, den kennen wir ja auch aus den ganzen Maßnahmen zur Qualitätssicherung.

00:32:01.230 --> 00:32:06.270
<v Gast 1>Die kann man natürlich auch, wie soll ich sagen, konsequent durchmachen und dann ist irgendwann nochmal zum

00:32:06.270 --> 00:32:11.230
<v Gast 1>Beispiel verschwindet auch die Annahme von Common Sense oder gesunden Menschenverstand bei jedem Einzelnen.

00:32:11.310 --> 00:32:15.070
<v Gast 1>Und wenn ich das dann konsequent durchführe, dann modelliere ich am Ende die Welt.

00:32:15.630 --> 00:32:17.390
<v Gast 1>Das ist so die Gefahr dabei.

00:32:17.470 --> 00:32:22.190
<v Gast 1>Da hilft nur krasses, hartes Tailoring, wo man eben dann wirklich Grenzen setzt und sagt,

00:32:22.270 --> 00:32:26.030
<v Gast 1>also hier nehme ich diese, von dem gehe ich jetzt aus und das ist es.

00:32:26.110 --> 00:32:30.670
<v Gast 1>Also da muss man sehr, sehr konsequent und auch hart vorgehen, weil sonst upert das natürlich in eine

00:32:30.670 --> 00:32:31.470
<v Gast 1>Beschreibung der Welt aus.

00:32:31.790 --> 00:32:32.510
<v Gast 1>Ja, ganz klar.

00:32:32.750 --> 00:32:37.470
<v Felix>Die Konzepte vom Basic-Grundschutz sind auch gut, aber was dafür gefordert wird,

00:32:37.630 --> 00:32:39.870
<v Felix>ist einfach sehr deutsch.

00:32:39.950 --> 00:32:40.430
<v Felix>Ja, ja.

00:32:41.150 --> 00:32:45.150
<v Ingo>Okay, so oder so sollte man sich aber als Unternehmen mal damit beschäftigen,

00:32:45.230 --> 00:32:50.430
<v Ingo>wenn man halt mit Daten zu tun hat, gerade noch mit fremden Daten, muss man sich ja nicht nur mit deutschem

00:32:50.430 --> 00:32:51.150
<v Ingo>Datenschutz aussetzen.

00:32:51.470 --> 00:32:53.710
<v Gast 1>Genau, auf die Anmerkung, das ist sehr deutsch, kann ich nur sagen.

00:32:53.790 --> 00:32:58.110
<v Gast 1>Also wir haben regelmäßig Bachelor- und Masterarbeiten auch und früher auch Diplomarbeiten,

00:32:58.510 --> 00:33:04.990
<v Gast 1>bei denen Studenten von uns eine Implementation von Security für gerade so im

00:33:04.990 --> 00:33:11.470
<v Gast 1>KM-Firmen im KMU-Umfeld, kleinere Mittelunternehmen, auch im Stuttgarter Raum vornehmen und damit eigentlich

00:33:11.470 --> 00:33:12.510
<v Gast 1>ganz gute Erfahrungen haben.

00:33:12.670 --> 00:33:16.590
<v Gast 1>Aber es wird natürlich immer auch berichtet, der Aufwand ist groß und man muss ihn irgendwo begrenzt werden.

00:33:16.910 --> 00:33:18.270
<v Felix>Der Aufwand ist zu spät.

00:33:18.510 --> 00:33:23.150
<v Felix>Eigentlich macht man sowas, wenn man konzipiert, wenn man ein System konzipiert,

00:33:23.470 --> 00:33:27.710
<v Felix>dann hat man Leute dabei, die da auf sowas achten und sowas auch umsetzen.

00:33:28.350 --> 00:33:29.710
<v Gast 1>Ja, wenn man die hat, genau.

00:33:29.870 --> 00:33:33.550
<v Gast 1>Was auch wieder im KMU-Umfeld typischerweise überhaupt nicht der Fall ist.

00:33:33.710 --> 00:33:34.350
<v Gast 1>Da ist niemand.

00:33:34.670 --> 00:33:35.230
<v Gast 1>Ja, genau.

00:33:35.310 --> 00:33:41.070
<v Felix>Und deswegen kann ich mir gut vorstellen, dass da Studenten, die später dazukommen,

00:33:42.430 --> 00:33:44.350
<v Felix>den ist Zustand halt nur modellieren.

00:33:44.990 --> 00:33:48.510
<v Felix>Aber viel daran ändern wird sich sehr schwierig.

00:33:48.830 --> 00:33:51.230
<v Gast 1>Natürlich, weil das auch wieder ein Mordsaufwand ist, ganz klar.

00:33:51.310 --> 00:33:54.590
<v Gast 1>Aber zumindest hat die Firma dann mal so ein bisschen das Gefühl, wie weit sind wir,

00:33:55.390 --> 00:34:01.310
<v Gast 1>wie weit sind wir eigentlich von einer sicheren Lösung weg und wo sind eigentlich unsere Schwächen?

00:34:01.470 --> 00:34:03.710
<v Gast 1>Zumindest machen wir mal so ein bisschen einen Überblick zu kriegen.

00:34:03.870 --> 00:34:04.590
<v Gast 1>Auf jeden Fall.

00:34:04.990 --> 00:34:07.710
<v Ingo>Vielleicht sogar schon im Idealfall Lösungsansätze.

00:34:08.270 --> 00:34:11.310
<v Ingo>Wir hatten gerade schon mal kurz so ein bisschen darüber gesprochen,

00:34:12.030 --> 00:34:16.990
<v Ingo>wenn ich Unternehmen meine Daten gebe, dann brauche ich da so ein bisschen Vertrauen,

00:34:17.070 --> 00:34:22.910
<v Ingo>dass die da auch die richtigen Sachen damit machen und sich an Datenschutzgesetze und so weiter halten.

00:34:23.470 --> 00:34:27.950
<v Ingo>Jetzt ist Vertrauen einfach ziemlich wichtig, wenn man über Sicherheit redet.

00:34:29.230 --> 00:34:34.350
<v Ingo>In was für Kategorien könnte man denn dieses Vertrauen einteilen?

00:34:34.430 --> 00:34:37.390
<v Ingo>Also ich habe gerade schon gesagt, ich müsste jetzt Vertrauen in eine Firma haben,

00:34:37.550 --> 00:34:39.950
<v Ingo>dass die da richtig ihre Sachen machen.

00:34:40.910 --> 00:34:46.030
<v Ingo>Dann hat man vielleicht auch noch Vertrauen in, dass die Software, die ich einkaufe,

00:34:46.270 --> 00:34:50.510
<v Ingo>die da den Stempel XY-TIV-Siegel hat oder so, die richtige Sache macht.

00:34:50.750 --> 00:34:53.070
<v Ingo>Ja, dann braucht man vielleicht auch noch das Vertrauen, dass die Software,

00:34:53.230 --> 00:34:57.310
<v Ingo>die du da einsetzst, tatsächlich auch die ist, die vom Hersteller dann rausgegeben wurde.

00:34:57.470 --> 00:35:00.590
<v Ingo>Das könnte ja auch unterwegs modifiziert worden sein oder so.

00:35:00.750 --> 00:35:02.430
<v Ingo>Du meinst so Manidal-Attacken?

00:35:02.990 --> 00:35:06.830
<v Ingo>Unter anderem oder irgendwie der Download-Server wurde manipuliert oder sonst irgendwas.

00:35:06.910 --> 00:35:09.950
<v Ingo>Man muss ja dann im Endeffekt auch, sollte auch irgendwie sicherstellen,

00:35:10.110 --> 00:35:13.950
<v Ingo>dass dann praktisch die Software, die man da jetzt runterlädt, halt auch die ist,

00:35:14.110 --> 00:35:15.390
<v Ingo>die man dann wirklich will.

00:35:16.030 --> 00:35:18.190
<v Ingo>Also eine Checksumme überprüfen.

00:35:18.590 --> 00:35:24.190
<v Ingo>Die Frage ist, ob die, sagen wir es mal so, wenn man die Checksumme auf einem sicheren Weg erhält, ja.

00:35:24.750 --> 00:35:27.390
<v Ingo>So ein bisschen wie bei PGP und Fingerprint und sowas.

00:35:27.550 --> 00:35:27.710
<v Ingo>Richtig.

00:35:28.190 --> 00:35:29.710
<v Ingo>Immer nochmal über den anderen Weg.

00:35:30.030 --> 00:35:31.630
<v Ingo>Genau, kommen wir später noch zu.

00:35:32.110 --> 00:35:33.630
<v Ingo>Ja, Vertrauen in Software.

00:35:34.430 --> 00:35:39.390
<v Ingo>Also was natürlich auch für Betreiber von Systemen ziemlich wichtig ist,

00:35:39.470 --> 00:35:43.230
<v Ingo>ist, welchen Benutzern oder welchen Benutzergruppen vertraue ich dann.

00:35:43.710 --> 00:35:48.750
<v Ingo>Also oder wie verteilt man dann Rechte, etwas zu dürfen und so weiter.

00:35:48.990 --> 00:35:54.190
<v Ingo>Oh ja, also Rechteproblematiken sind immer sehr schwierig und je größer eine Organisation wird,

00:35:54.430 --> 00:35:55.790
<v Ingo>umso schwieriger wird das Ganze.

00:35:56.030 --> 00:35:57.390
<v Felix>Je größer ein System wird einfach.

00:35:57.950 --> 00:35:59.550
<v Ingo>Oder ein System, ja, je nachdem.

00:35:59.710 --> 00:36:00.990
<v Ingo>Also wächst ja mit.

00:36:01.230 --> 00:36:05.390
<v Ingo>Wenn du jetzt eine kleine Firma nimmst, es kommen mehr Leute hinzu, dann wächst das System und die Firma.

00:36:05.790 --> 00:36:09.710
<v Felix>Leider wachsen da nicht die Benutzergruppen, sondern nur die Benutzer.

00:36:10.270 --> 00:36:14.350
<v Felix>Und neue Benutzer werden und Nicht-Administratoren.

00:36:16.110 --> 00:36:17.070
<v Felix>Ja, genau.

00:36:17.150 --> 00:36:24.030
<v Felix>Also oft ist es halt so, dass Systeme weiterwachsen, dass Funktionalität hinzukommt und dann gerne

00:36:24.030 --> 00:36:28.510
<v Felix>mal so solche Rollenkonzepte vernachlässigt werden und sagt,

00:36:28.590 --> 00:36:34.350
<v Felix>es wird das aktuelle Rollenkonzept einfach weiterverwendet, auch wenn es nicht mehr ganz 100% passen sollte.

00:36:34.590 --> 00:36:38.510
<v Ingo>Also es ist auch wieder so ein Punkt, man muss sich am Anfang, bevor man ein System designt,

00:36:38.590 --> 00:36:43.390
<v Ingo>überlegen, was gibt es überhaupt für Benutzer, was gibt es für Benutzergruppen und wie kann es auch weiter

00:36:43.390 --> 00:36:43.950
<v Ingo>wachsen.

00:36:44.190 --> 00:36:46.110
<v Ingo>Ja, und welche Rechte gebe ich denen?

00:36:46.510 --> 00:36:50.830
<v Ingo>Das ist dann auf jeden Fall auch ein wichtiger Punkt, um ein System sicher zu bauen,

00:36:50.910 --> 00:36:53.710
<v Ingo>weil sonst schießen mir die Benutzer mein System kaputt.

00:36:54.430 --> 00:36:57.630
<v Gast 1>Vor allem ändern sich die Business-Funktionen natürlich dramatisch unter Umständen.

00:36:57.870 --> 00:37:04.510
<v Gast 1>Unsere Businesses ändern sich selber im Laufe eines Jahr teilweise drastisch und damit entstehen ganz neue

00:37:04.510 --> 00:37:11.310
<v Gast 1>Funktionen, ganze Abteilungen werden verlagert, ändern ihren Aufgabenort und ihre Aufgabenart und das muss

00:37:11.310 --> 00:37:15.550
<v Gast 1>natürlich alles wieder modelliert werden, nachgezogen werden, die alten Rechte entfernt,

00:37:15.630 --> 00:37:18.750
<v Gast 1>die neuen rechtzeitig eingetragen, dass Arbeitsfähigkeit besteht.

00:37:19.070 --> 00:37:23.790
<v Gast 1>Das ist eigentlich der, würde ich sagen, von der Sicherheit her oft der aufwendigste Bereich in einer ganzen

00:37:24.270 --> 00:37:24.430
<v Gast 1>Firma.

00:37:24.750 --> 00:37:30.430
<v Felix>Der tatsächlich auch einen sehr großen Teil zur Sicherheit von einem Unternehmen beiträgt.

00:37:30.750 --> 00:37:35.630
<v Gast 1>Denn dort reden wir tatsächlich über die Autorisierung und über die Zugriffskontrolle.

00:37:35.870 --> 00:37:40.990
<v Gast 1>Denn viele Firmen schauen erst erstmal immer auf die Authentisierung, wer ist es denn und so weiter.

00:37:41.070 --> 00:37:44.430
<v Gast 1>Aber das sind ja nur erste Schritte quasi.

00:37:44.510 --> 00:37:48.430
<v Gast 1>Das, was dahinter steckt, ist die entscheidende Frage, was dürfen diese Leute dann?

00:37:48.670 --> 00:37:49.710
<v Gast 1>Da sind wir am Kern.

00:37:50.110 --> 00:37:52.590
<v Ingo>Da hat man dann natürlich auch das Problem, man hat jetzt vielleicht ein System,

00:37:52.670 --> 00:37:58.590
<v Ingo>das hat Benutzer und die Benutzer authentifizieren sich und beweisen irgendwie auf irgendeine Art und Weise,

00:37:58.750 --> 00:38:01.710
<v Ingo>dass sie derjenige sind, der sie vorgeben zu sein.

00:38:01.950 --> 00:38:05.550
<v Gast 2>Und die können dann vielleicht, die haben jetzt so Rechte, sie können ihre eigenen Daten ändern.

00:38:05.630 --> 00:38:08.670
<v Gast 2>Oder sagen wir es mal so, sie können Benutzerdaten ändern.

00:38:08.990 --> 00:38:15.070
<v Ingo>Das würde aber eine Autorisierung brauchen, um festzulegen, dass sie nur ihre eigenen Benutzerdaten ändern

00:38:15.070 --> 00:38:17.550
<v Ingo>können und nicht die jetzt von anderen Benutzern zum Beispiel.

00:38:20.510 --> 00:38:24.030
<v Ingo>Was auch bei dem Thema noch wichtig ist, auch Menschen ändern sich natürlich.

00:38:24.190 --> 00:38:26.350
<v Ingo>Also Mitarbeiter oder sowas in dem Fall.

00:38:26.830 --> 00:38:31.310
<v Ingo>Da ändern sich Kommunikationsformen, dann kommt plötzlich ein Twitter hinzu und die Leute,

00:38:31.470 --> 00:38:35.310
<v Ingo>was weiß ich, twittern plötzlich Geschäftsgeheimnisse raus.

00:38:35.710 --> 00:38:40.030
<v Ingo>Oder bringen plötzlich ihre USB-Sticks mit, wo man es früher nicht gemacht hat,

00:38:40.110 --> 00:38:45.470
<v Ingo>oder bringen ihren Laptop mit, wo früher gab es nur einen Unternehmenslaptop und den hat gefälligst jeder

00:38:45.470 --> 00:38:49.550
<v Ingo>benutzt und du hast nicht deinen eigenen mitzubringen oder so ein Telefon oder so.

00:38:49.710 --> 00:38:55.070
<v Ingo>Ja, du hast nicht dein Telefon mitgebracht und hast es in Unternehmens WLAN reingehängt.

00:38:55.390 --> 00:38:56.350
<v Ingo>Das hat man einfach nicht gemacht.

00:38:56.750 --> 00:39:03.390
<v Felix>Genau, das ist eins der großen Probleme von großen Unternehmen, dass sie da in dem Punkt relativ träge sind.

00:39:03.550 --> 00:39:10.350
<v Felix>Dass es schwer ist, auf neue Technologien und auf so Änderungen schnell, also zeitnah zu reagieren.

00:39:11.230 --> 00:39:16.030
<v Felix>Und das ist eins der großen Probleme, die man da speziell in diesen Rollen,

00:39:16.110 --> 00:39:22.750
<v Felix>in diesen Autorisierungs-Authentifizierungswirr.

00:39:22.990 --> 00:39:27.070
<v Felix>Wirrwer hat.

00:39:27.310 --> 00:39:30.030
<v Ingo>Also man hat ja da tatsächlich auch das Problem, dass halt Benutzer,

00:39:30.110 --> 00:39:34.430
<v Ingo>die sind ja von Natur aus schon relativ bequem und die haben es halt auch gern bequem.

00:39:34.590 --> 00:39:38.510
<v Ingo>Und wenn die jetzt irgendwie ihren Laptop mit zur Arbeit bringen oder sie haben einen Arbeitslaptop,

00:39:38.590 --> 00:39:43.310
<v Ingo>dann hätten sie da wahrscheinlich auch gerne WLAN, damit sie sich irgendwie im Gebäude frei bewegen können.

00:39:43.790 --> 00:39:48.670
<v Ingo>Und ja dann, also zumindest als ich noch vor ein paar Jahren in Unternehmensnetzen unterwegs war,

00:39:49.150 --> 00:39:53.390
<v Ingo>da war es dann halt teilweise auch ab und zu der Fall, dass die Leute gerne WLAN hätten,

00:39:53.550 --> 00:39:57.630
<v Ingo>aber das Unternehmen das nicht zugelassen hat und dann haben sie halt irgendwie von daheim Access Points

00:39:57.710 --> 00:40:02.910
<v Ingo>mitgebracht und die irgendwie ungesichert ans Firmen WLAN, ans Firmennetzwerk angeschlossen.

00:40:03.390 --> 00:40:09.070
<v Ingo>Und sowas ist ja dann natürlich der Super-GAU, wenn da irgendjemand von außen auch noch drahtlos

00:40:09.390 --> 00:40:14.590
<v Ingo>unverschlüsselt auf dieses Unternehmensnetzwerk dann von außen zugreifen kann.

00:40:14.670 --> 00:40:15.150
<v Ingo>Also.

00:40:16.250 --> 00:40:17.290
<v Felix>Ja, genau.

00:40:17.690 --> 00:40:22.570
<v Felix>Das haben dann auch irgendwann die Unternehmen spitz bekommen, nachdem da ein paar Sachen passiert sind.

00:40:22.810 --> 00:40:25.850
<v Felix>Mir wird tatsächlich gar nichts richtig einfallen mit ungesicherten WLAN,

00:40:26.170 --> 00:40:28.730
<v Felix>aber das bekommt man dann halt auch schwer mit.

00:40:29.290 --> 00:40:30.730
<v Felix>Weil das sind so Sachen, die.

00:40:31.210 --> 00:40:35.690
<v Ingo>Spätestens wenn einer über dieses ungesicherte WLAN irgendwie Dartwegestoh ist,

00:40:35.850 --> 00:40:37.530
<v Ingo>dann wird es wieder keiner gewesen sein.

00:40:38.570 --> 00:40:42.330
<v Gast 1>Ja, sagen wir mal, um an der Stelle nochmal auf die sicheren Systeme zurückzukommen,

00:40:42.410 --> 00:40:48.090
<v Gast 1>ist natürlich jetzt, wenn ich jetzt diesen ungesicherten WLAN-Access Point quasi finde in der Firma,

00:40:48.250 --> 00:40:50.890
<v Gast 1>dann muss ich mir natürlich schon noch ein paar andere Fragen auch stellen.

00:40:51.130 --> 00:40:52.890
<v Gast 1>Ist das wirklich so schlimm?

00:40:54.170 --> 00:40:57.690
<v Gast 1>Ist die Antwort ja, weil jetzt praktisch mein ganzes Firewall-Konzept,

00:40:57.770 --> 00:41:02.410
<v Gast 1>alle die Mauern, die ich aufgebaut habe, quasi sinnlos geworden sind.

00:41:03.370 --> 00:41:08.650
<v Gast 1>Wenn die Antwort so ist, dann muss ich mich doch fragen, hey, was habe ich da eigentlich für ein sicheres

00:41:08.650 --> 00:41:09.770
<v Gast 1>System wieder gebaut?

00:41:10.170 --> 00:41:16.250
<v Gast 1>Wie, da sind wir wieder vorhin bei der, vorne haben wir die Panzerwand und hinten ist so ein Holzgerippe,

00:41:16.410 --> 00:41:18.090
<v Gast 1>das man ganz leicht eintreten kann.

00:41:18.170 --> 00:41:22.970
<v Gast 1>Das heißt, warum ist mein System so nicht schadensreduzierend?

00:41:23.130 --> 00:41:28.730
<v Gast 1>An der Stelle bricht mir meine für Millionen aufgebaute Sicherheit wie ein Kartenhaus zusammen mit einem

00:41:28.730 --> 00:41:31.690
<v Gast 1>einzigen Access Point ist praktisch das Loch gebohrt.

00:41:32.010 --> 00:41:37.290
<v Gast 1>Wieso ist mein System da nicht schadensreduzierend, fehlertoleranter.

00:41:37.450 --> 00:41:42.250
<v Gast 1>Das heißt, dass ich jetzt zwar ein gewisses, vielleicht sind jetzt ein paar meiner Daten irgendwie gefährdet

00:41:42.250 --> 00:41:44.970
<v Gast 1>oder meiner Funktionen, aber warum auf einmal hier fast alles?

00:41:45.210 --> 00:41:49.530
<v Ingo>Oder sagen wir mal, jemand könnte dann halt irgendwie Schabernack mit dem Internetanschluss der Firma treiben

00:41:49.530 --> 00:41:55.530
<v Ingo>und da vielleicht irgendwelche Raubkopien runterladen, aber er könnte zumindest nicht auf

00:41:56.010 --> 00:41:57.610
<v Ingo>unternehmenskritische Daten zugreifen.

00:41:57.850 --> 00:41:57.930
<v Ingo>Genau.

00:41:58.170 --> 00:42:02.170
<v Gast 1>Wenn dieser Rechner übernommen wurde und dann werden zum Beispiel Passwörter gesnifft,

00:42:02.250 --> 00:42:05.290
<v Gast 1>dann muss ich mir fragen, warum gehen hier Passwörter über die Leitungen?

00:42:05.850 --> 00:42:09.930
<v Gast 1>Oder wie kann ich mein Intranet nicht doch sehr viel sicherer aufbauen,

00:42:10.090 --> 00:42:14.410
<v Gast 1>konsequent, sodass ein solcher Einbruch in seiner Schadenswirkung begrenzbar ist?

00:42:15.450 --> 00:42:16.890
<v Gast 1>Diese Frage muss man sich dann kritisch stellen.

00:42:17.130 --> 00:42:21.130
<v Ingo>Also aus meiner eigenen Erfahrung muss ich da noch sagen, dass teilweise dann bei vielen Leuten,

00:42:21.210 --> 00:42:26.090
<v Ingo>die so interne Systeme ausschließlich betreuen, immer noch diese Zonendenke herrscht.

00:42:26.330 --> 00:42:30.170
<v Ingo>Also da ist dann oft so, ja, wir sind hier in der schönen Welt im Intranet,

00:42:30.410 --> 00:42:36.170
<v Ingo>da gibt es keine bösen Menschen und darum können wir auch irgendwie unverschlüsseltes Telnet verwenden,

00:42:36.250 --> 00:42:39.530
<v Ingo>weil das können die ganzen Maschinen und da brauchen wir uns keine Gedanken machen,

00:42:39.690 --> 00:42:41.290
<v Ingo>weil wir sind ja unter uns.

00:42:41.930 --> 00:42:45.530
<v Ingo>Und das ist dann halt im Endeffekt auch wieder so ein Punkt, wo man dann sagen muss,

00:42:45.610 --> 00:42:50.250
<v Ingo>da hat man halt eben irgendwie einen kleinen Einfallspunkt, aber wenn der überwunden ist,

00:42:50.490 --> 00:42:52.250
<v Ingo>dann ist halt das System offen.

00:42:53.530 --> 00:42:58.010
<v Ingo>Zumal ich dann ja auch Vertrauen in die Benutzer haben muss, dass die nicht böse Sachen machen.

00:42:58.330 --> 00:43:05.050
<v Gast 1>Aber die perimeterorientierte, also die, wie soll man sagen, die burgwallorientierte Sicherheit,

00:43:05.130 --> 00:43:08.490
<v Gast 1>die ist aber doch seit zehn Jahren praktisch obsolet geworden.

00:43:08.570 --> 00:43:15.530
<v Gast 1>Nicht zuletzt aufgrund der mobilen Systeme oder dem Mitbringen des Apple-Laptops ins ansonsten

00:43:15.530 --> 00:43:20.250
<v Gast 1>Intel oder sagen wir mal Microsoft geführte Firmennetz,

00:43:20.570 --> 00:43:23.770
<v Gast 1>das ist Consumerization, wie es Bruce Schneier nennt.

00:43:23.850 --> 00:43:29.530
<v Gast 1>Da dringt die Konsumerwelt mit Macht in die Firmeninfrastrukturen ein und sie können,

00:43:29.690 --> 00:43:31.850
<v Gast 1>ja und das kann auch fast nicht mehr abgelehnt werden.

00:43:32.170 --> 00:43:34.890
<v Gast 1>Das gibt dann soziale Probleme, Akzeptanzprobleme.

00:43:34.970 --> 00:43:38.170
<v Gast 1>Also da muss man wirklich auch die Security ganz neue Wege gehen und sagen,

00:43:38.250 --> 00:43:39.930
<v Gast 1>okay, da müssen wir es anders absichern.

00:43:40.570 --> 00:43:41.450
<v Felix>Das ist ganz klar.

00:43:41.770 --> 00:43:47.530
<v Ingo>Ja, auch mit IPv6 wird ja jetzt nochmal so ein Thema aufkommen, wo man sich nochmal überlegen muss,

00:43:47.770 --> 00:43:53.050
<v Ingo>wie sieht das Ganze aus, weil zumindest firewall-technisch und so muss ich mir da schon nochmal Gedanken

00:43:53.050 --> 00:43:53.130
<v Ingo>machen.

00:43:53.370 --> 00:43:56.650
<v Ingo>Da hat man dann plötzlich kein Natt mehr und dann sieht vieles anders aus.

00:43:57.210 --> 00:43:58.810
<v Felix>Dann hat man plötzlich immer noch ein Natt.

00:43:59.770 --> 00:44:00.410
<v Felix>Oder auch so.

00:44:01.690 --> 00:44:04.970
<v Ingo>Oder man denkt, nutt ist doch eine teule Firewall oder so ähnlich.

00:44:05.210 --> 00:44:06.330
<v Felix>Eine günstige Firewall.

00:44:06.410 --> 00:44:07.450
<v Ingo>E günstige Firewall.

00:44:08.410 --> 00:44:12.890
<v Ingo>Ja, also auf jeden Fall nochmal ein Thema, was aufkommen wird.

00:44:13.450 --> 00:44:18.090
<v Ingo>Ja, wird sich irgendwie, wenn sich die Unternehmen da einfach überlegen müssen,

00:44:18.170 --> 00:44:22.730
<v Ingo>wie sie sichere Systeme doch noch sicherer machen, als sie vorher das getan haben.

00:44:23.290 --> 00:44:28.250
<v Felix>Speziell in großen Firmen ist das aber auch ein riesiges Problem, weil die Leute,

00:44:28.410 --> 00:44:33.690
<v Felix>die da arbeiten, sind meistens nicht gerade neu in die Firma reingekommen,

00:44:33.850 --> 00:44:37.370
<v Felix>sondern die sind da seit 20 Jahren und sie arbeiten seit 20 Jahren so.

00:44:37.530 --> 00:44:42.490
<v Felix>Und Menschen sind einfach Gewohnheitstiere, richtig.

00:44:42.810 --> 00:44:48.650
<v Felix>Und wenn man dann schon seit 20 Jahren Tennet benutzt hatte, benutzt man das auch noch die nächsten 20 Jahre,

00:44:48.730 --> 00:44:50.410
<v Felix>bis man dann in Rente geht.

00:44:51.290 --> 00:44:58.090
<v Ingo>Wir haben ja nicht nur Vertrauen in unsere Mitarbeiter oder Benutzer allgemein oder in Software,

00:44:58.170 --> 00:45:01.690
<v Ingo>sondern das, was wir in einer der letzten Talksendungen schon mal angesprochen hatten,

00:45:01.930 --> 00:45:04.970
<v Ingo>dieses Kommodogate, wo einfach

00:45:05.290 --> 00:45:12.250
<v Ingo>SSL-Stammzertifikate so ein bisschen abhangekommen sind oder man

00:45:12.250 --> 00:45:14.490
<v Ingo>zumindest ein paar Sachen damit machen konnte.

00:45:14.570 --> 00:45:20.250
<v Ingo>Wir haben auch Vertrauen in unserem Browser, was ja auch ein Stück Software ist,

00:45:20.330 --> 00:45:24.250
<v Ingo>oder zumindest in einer Autorität, nämlich irgendjemand, der irgendwann,

00:45:24.410 --> 00:45:28.490
<v Ingo>von dem wurde irgendwann mal gesagt, der ist sicher, der ist gut, der ist lieb,

00:45:28.730 --> 00:45:30.010
<v Ingo>wir bauen den jetzt überall ein.

00:45:30.250 --> 00:45:34.090
<v Ingo>Ja, oder sagt man so, wir haben Vertrauen in eine gewisse Art von Infrastruktur,

00:45:34.250 --> 00:45:36.650
<v Ingo>was ja im Endeffekt so ein CA-System ist.

00:45:37.610 --> 00:45:44.570
<v Ingo>Und wenn sowas, dem tatsächlich starkes Vertrauen entgegengebracht

00:45:44.570 --> 00:45:49.450
<v Ingo>wird, dann mal ein Problem hat, dann guckt man sich ganz schnell um und denkt,

00:45:49.770 --> 00:45:51.050
<v Ingo>was machen wir jetzt?

00:45:52.330 --> 00:45:57.610
<v Gast 1>Ja gut, man vergisst ja auch vorher gerne, dass auch diese Infrastruktur irgendwo einem ökonomischen Modell

00:45:57.610 --> 00:45:58.090
<v Gast 1>unterliegt.

00:45:58.250 --> 00:46:03.930
<v Gast 1>Und auch dort wird eine Risikoabschätzung getrieben, die dem ökonomischen Kalkül genügen muss.

00:46:04.010 --> 00:46:09.210
<v Gast 1>Und das heißt, auch dort ist der Aufwand begrenzt und unser Vertrauen erweist sich da halt auch oft als,

00:46:09.290 --> 00:46:13.690
<v Gast 1>naja, eben nur als Vertrauen, dem nicht allzu viel dahinter steckt,

00:46:13.770 --> 00:46:14.170
<v Gast 1>würde ich sagen.

00:46:14.490 --> 00:46:21.050
<v Felix>Aber ganz klar muss man auch sagen, da wird mehr in Sicherheit investiert in so Autoritätensysteme,

00:46:21.290 --> 00:46:27.690
<v Felix>als wenn man jetzt einfach irgendwas anderes baut, aufbaut, was man halt nur für sich benutzt.

00:46:28.730 --> 00:46:34.890
<v Felix>Das ist ganz klar, weil wenn zum Beispiel so ein Root-Zertifikat abhanden geht von Komodo jetzt,

00:46:35.050 --> 00:46:35.850
<v Felix>ein komplettes.

00:46:36.090 --> 00:46:36.730
<v Felix>Also ihr eigenes.

00:46:37.130 --> 00:46:37.850
<v Felix>Was ja nicht der Fall war.

00:46:38.330 --> 00:46:39.530
<v Felix>Was nicht der Fall war, genau.

00:46:39.930 --> 00:46:44.650
<v Felix>Oder eins von einer Subca, dann ist das ein ganz, dann ist es ein riesiger Ausfall,

00:46:44.730 --> 00:46:48.730
<v Felix>weil das Vertrauen, was sie verkaufen, wenn das nichts mehr wert ist,

00:46:48.810 --> 00:46:50.650
<v Felix>dann will auch keiner mehr ihr Vertrauen haben.

00:46:50.970 --> 00:46:52.170
<v Gast 2>Ich glaube, das ist ein guter Punkt.

00:46:52.250 --> 00:46:54.810
<v Ingo>Da stecken einfach ökonomische Bedenken dahinter.

00:46:55.690 --> 00:46:58.250
<v Ingo>Dass man dann sagt, okay, das Geschäftsmodell, das ist einfach dahin,

00:46:58.650 --> 00:46:59.930
<v Ingo>wenn dieses Vertrauen nicht mehr besteht.

00:47:00.250 --> 00:47:04.730
<v Felix>Genau, das Geschäftsmodell basiert auf einem Stück, ein ganz kleines Stück Software,

00:47:04.970 --> 00:47:07.610
<v Felix>was von Komodo in irgendeinem Schrank gehalten wird.

00:47:08.250 --> 00:47:09.770
<v Felix>Das muss man halt immer sehen.

00:47:10.650 --> 00:47:17.130
<v Felix>Und das so, wenn man dann sowas modelliert,

00:47:17.690 --> 00:47:22.330
<v Felix>dann ist das nochmal was ganz anderes, als wenn man halt irgendwas Kleines für sich zu Hause macht.

00:47:23.930 --> 00:47:28.330
<v Ingo>Aber es war ja jetzt scheinbar nicht so schlimm, zumindest hat man nicht so viel drüber gehört.

00:47:28.650 --> 00:47:30.330
<v Ingo>Ich sollte mir immer erklären, was vorgefallen ist schon.

00:47:30.490 --> 00:47:32.010
<v Ingo>Ja, okay, wir können ja nochmal kurz erklären, ja.

00:47:32.730 --> 00:47:39.610
<v Ingo>Ja, also es gibt ja diese SSL-Zertifikate, mit denen so HTTPS-Verbindungen und FTPS und alles mit dem

00:47:39.610 --> 00:47:43.370
<v Ingo>S hintendran, was, wobei das S für Secure steht, verschlüsselt wird.

00:47:43.770 --> 00:47:49.850
<v Ingo>Und um sich da gegen so Man-the-Middle-Angriffe zu schützen, muss man ja irgendwie eine Möglichkeit haben,

00:47:50.170 --> 00:47:54.090
<v Ingo>den Schlüssel auf der anderen Seite zu verifizieren, um sicherzustellen,

00:47:54.170 --> 00:47:56.010
<v Ingo>dass sich da keine S dazwischen schaltet.

00:47:56.170 --> 00:48:02.010
<v Ingo>Und das macht man normalerweise mit asymmetrischer Kryptografie, indem er da im Endeffekt

00:48:03.290 --> 00:48:07.770
<v Ingo>einer Signatur des Schlüssels der Gegenseite, also des öffentlichen Schlüssels,

00:48:08.090 --> 00:48:09.850
<v Ingo>indem er die im Endeffekt prüft.

00:48:09.930 --> 00:48:15.850
<v Ingo>Und diese Signatur wird im Normalfall von einer CA, von einer Certified Authority ausgestellt.

00:48:16.250 --> 00:48:16.970
<v Ingo>Certificate.

00:48:17.290 --> 00:48:19.530
<v Gast 2>Certificate, ja, genau.

00:48:20.490 --> 00:48:26.970
<v Ingo>Und die verdienen im Endeffekt dann ihr Geld damit, dass sie solche Zertifikate vergeben und dafür halt auch

00:48:26.970 --> 00:48:31.290
<v Ingo>gegenprüfen, dass diejenigen, die dieses Zertifikat besitzen, diejenigen sind,

00:48:31.370 --> 00:48:32.650
<v Ingo>diese vorgeben zu sein.

00:48:33.050 --> 00:48:39.050
<v Ingo>Und da war es jetzt im Endeffekt so, dass eine von CA, in dem Fall Komodo,

00:48:40.010 --> 00:48:45.290
<v Ingo>bei der gab es irgendwie eine Sicherheitslücke, wo sich dann gewisse Leute gültige,

00:48:45.530 --> 00:48:51.930
<v Ingo>unterschriebene Zertifikate generieren konnten, die allerdings nicht von denen verifiziert worden sind.

00:48:52.330 --> 00:48:58.570
<v Gast 2>Und da waren halt, ja, das waren am Anfang neun Zertifikate, die da geprüft wurden.

00:48:58.730 --> 00:49:04.970
<v Ingo>Und ich habe jetzt mal hier eine Liste von Dingen, die da, also von Zertifikaten, die ausgestellt wurden.

00:49:05.050 --> 00:49:09.290
<v Ingo>Das war unter anderem Mail.google.com, login.live.com,

00:49:09.450 --> 00:49:16.330
<v Ingo>google.com, login.yahoo.com, login.skype.com und add-ons.mozilla.org Das

00:49:16.330 --> 00:49:20.090
<v Ingo>sind alles so, ich würde es jetzt mal als High-Profile-Seiten bezeichnen,

00:49:20.410 --> 00:49:24.490
<v Ingo>wo sensitive Benutzerdaten drüber fließen.

00:49:24.970 --> 00:49:27.050
<v Gast 1>Was ist die Konsequenz davon?

00:49:27.290 --> 00:49:33.370
<v Gast 1>Jeder Browser, der dieses Komodo Roots-Zertifikat eingebaut hat, der vertraut diesem Zertifikat.

00:49:33.690 --> 00:49:35.770
<v Gast 1>Wenn jetzt eins dieser gefälschten Zertifikate.

00:49:36.010 --> 00:49:40.970
<v Gast 1>Nein, nicht gefälscht, diese echten Zertifikate, die erschlichen wurden einfach.

00:49:41.050 --> 00:49:46.330
<v Gast 1>Das heißt, die Kombination Schlüssel da drin und Name, die unterschrieben ist von Komodo,

00:49:46.810 --> 00:49:48.170
<v Gast 1>die ist falsch.

00:49:48.890 --> 00:49:55.050
<v Gast 1>Es ist nicht ein Zertifikat von Google.com, sondern jemand hat jetzt dort einen anderen Schlüssel an

00:49:55.050 --> 00:49:56.730
<v Gast 1>Google.com gebunden.

00:49:56.810 --> 00:50:00.490
<v Gast 1>Und wenn ich dieses Zertifikat vorgelegt bekomme mit meinem Browser,

00:50:00.650 --> 00:50:06.090
<v Gast 1>dann wird mein Browser das akzeptieren und ab dem Moment glauben, dass er beim Aufbau einer Verbindung mit

00:50:06.090 --> 00:50:07.290
<v Gast 1>Google.com redet.

00:50:07.770 --> 00:50:10.410
<v Gast 1>Weil es Komodo so unterschrieben hat.

00:50:10.570 --> 00:50:11.770
<v Gast 1>Dieser Schlüssel gehört Google.

00:50:12.090 --> 00:50:17.450
<v Ingo>Genau, das ist im Endeffekt dieses Vertrauen, was der Browser der CA entgegenbringt und dieses wurde im

00:50:17.450 --> 00:50:18.890
<v Ingo>Endeffekt da jetzt missbraucht.

00:50:19.210 --> 00:50:19.690
<v Ingo>Missbraucht.

00:50:19.770 --> 00:50:26.490
<v Gast 1>Denn die CA hat aus Versehen praktisch Vollmachten ausgestellt oder das heißt Vollmachten oder Bestätigungen,

00:50:26.810 --> 00:50:28.010
<v Gast 1>die nicht geprüft waren.

00:50:28.250 --> 00:50:31.530
<v Ingo>Also man könnte es vielleicht jetzt, um mal ein Beispiel aus dem richtigen Leben zu bringen,

00:50:31.610 --> 00:50:35.050
<v Ingo>vergleichen, wie wenn jetzt jemand einem einen gefälschten Ausweis,

00:50:35.370 --> 00:50:38.490
<v Ingo>keinen gefälschten, sondern einen richtigen deutschen Personalausweis ausstellt,

00:50:38.570 --> 00:50:40.330
<v Ingo>auf dem allerdings ein falscher Name draufsteht.

00:50:40.810 --> 00:50:41.690
<v Gast 1>Ganz genau, jawohl.

00:50:43.450 --> 00:50:48.810
<v Ingo>Und tatsächlich aufgeflogen ist das Ganze auch erst durch Patches in Open Source Browsern,

00:50:49.370 --> 00:50:56.250
<v Ingo>wo dann die Fingerprints von bestimmten Zertifikaten geprüft wurden und die dann als ungültig

00:50:56.250 --> 00:51:00.570
<v Ingo>erklärt wurden, weil im Endeffekt die anderen Mechanismen in der Geschwindigkeit,

00:51:00.730 --> 00:51:03.450
<v Ingo>wie das Ganze passiert ist, nicht gezogen hätten.

00:51:04.090 --> 00:51:09.610
<v Gast 1>Oder es gibt auch Schlüsselmanagementsysteme, die sich einmal die Kombination von Namen und öffentlichen

00:51:09.610 --> 00:51:10.730
<v Gast 1>Schlüssel merken.

00:51:10.890 --> 00:51:14.490
<v Gast 1>Und wenn das nochmal auftaucht, jetzt mit einem anderen Schlüssel oder irgend sowas,

00:51:14.570 --> 00:51:18.490
<v Gast 1>der gleiche Name, dann schreien die sofort auf und sagen, hey, prüfe mal,

00:51:18.650 --> 00:51:22.330
<v Gast 1>ob Google wirklich seinen Schlüssel geändert hat, könnte ja sein.

00:51:22.650 --> 00:51:26.170
<v Gast 1>Oder ob jemand jetzt einen anderen versucht, hier runterzuziehen.

00:51:26.410 --> 00:51:28.490
<v Ingo>Man nützt aber nichts, wenn man das erste Mal zum Beispiel drauf geht.

00:51:28.810 --> 00:51:29.370
<v Ingo>Ganz genau, ja.

00:51:29.770 --> 00:51:32.010
<v Felix>Aber normalerweise ist es eigentlich nicht so.

00:51:32.250 --> 00:51:35.690
<v Felix>Das ist, äh ja, das zum Beispiel macht das SSH.

00:51:36.010 --> 00:51:38.970
<v Felix>Open SSH verfolgen genau dieses Konzept.

00:51:39.210 --> 00:51:44.490
<v Felix>Sie sagen am Anfang, wenn du dich zu einem Server, zu deinem Server möglichst verbindest,

00:51:44.570 --> 00:51:48.810
<v Felix>dann sagt SSH, dieser Server hat die und die IP.

00:51:49.130 --> 00:51:50.970
<v Felix>Diesen Fingerprint und diesen Fingerprint.

00:51:51.130 --> 00:51:54.810
<v Felix>Bist du dir sicher, dass es auch der Server ist, den du wirklich connecten willst?

00:51:55.050 --> 00:51:59.930
<v Felix>Und dann sagt man einmal ja und dann ist dieses Paar gebunden.

00:52:00.090 --> 00:52:03.930
<v Felix>Dann ist diese IP-Adresse zu dieser Signatur gebunden.

00:52:05.770 --> 00:52:08.170
<v Gast 2>Es muss keine IP-Adresse sein, das kann auch eine Domain sein.

00:52:08.490 --> 00:52:09.450
<v Felix>Genau, Domain-Name, genau.

00:52:10.490 --> 00:52:15.210
<v Gast 2>Aber halt dieser Hostname, der hört auf dies auf diesen Key.

00:52:16.890 --> 00:52:22.250
<v Felix>Aber auch er merkt zum Beispiel auch Änderungen, wenn du auf den Hostname connectest und der eine andere IP

00:52:22.250 --> 00:52:25.690
<v Felix>hatte als letztes Mal, dann wird das auch wieder gebunden.

00:52:26.250 --> 00:52:30.410
<v Ingo>Genau, aber dann bricht der die Verbindung nicht ab in dem Fall.

00:52:30.570 --> 00:52:34.810
<v Ingo>Also was SSH dann tatsächlich macht, ist, wenn diese Regel,

00:52:34.890 --> 00:52:40.250
<v Ingo>also dieser Hostname auf diesem Port gehört zu diesem Key, wenn da irgendwas in der Kette nicht stimmt,

00:52:40.330 --> 00:52:43.050
<v Ingo>dann verbindet sich SSH gar nicht erst und bricht mit einer Fehlermeldung ab.

00:52:43.290 --> 00:52:45.210
<v Ingo>Sein, du stellst ein, dass das nicht.

00:52:45.850 --> 00:52:47.130
<v Gast 2>Das wäre aber tatsächlich fahrlässig.

00:52:47.850 --> 00:52:48.970
<v Ingo>Aber ich meine, kannst du trotzdem machen.

00:52:49.290 --> 00:52:51.850
<v Felix>Fährlässig oder du bist dir sicher, was du machst.

00:52:52.010 --> 00:52:53.610
<v Felix>Das sind ja aber zwei verschiedene Sachen.

00:52:53.770 --> 00:52:54.410
<v Felix>Ja, ja, genau.

00:52:55.450 --> 00:52:58.410
<v Ingo>Sicherheitsmechanismen ausschalten ist immer eine ganz, ganz kluge Idee.

00:52:58.570 --> 00:53:02.650
<v Felix>Nee, das geht zum Beispiel darum, du hast deinen Server neu aufgesetzt und dabei hast du halt dein Fall.

00:53:02.890 --> 00:53:08.490
<v Ingo>Dann nimmst du den einen Key und setzt nicht den kompletten Sicherheitsmechanismus von SSH außer Kraft.

00:53:09.610 --> 00:53:10.410
<v Ingo>Ja, okay.

00:53:11.610 --> 00:53:13.610
<v Gast 2>Oder man zieht halt den Key mit um, geht ja auch.

00:53:13.850 --> 00:53:15.610
<v Felix>Genau, das ist eigentlich das, was man macht.

00:53:15.770 --> 00:53:18.650
<v Ingo>Aber gut, wir waren ja jetzt bei Browsern, da ist es halt der Fall gewesen,

00:53:18.810 --> 00:53:23.130
<v Ingo>das Ding hätte das nicht gemerkt, hätte connected, hätte keine Fehlermeldung gebracht,

00:53:23.290 --> 00:53:24.090
<v Ingo>wäre super gewesen.

00:53:24.570 --> 00:53:30.170
<v Ingo>Und was in dem Fall halt hätte passieren können, wäre, Benutzer loggen sich bei Google Mail ein,

00:53:30.250 --> 00:53:33.290
<v Ingo>haben da ihre Google-ID, da hängt vielleicht noch eine, über Google,

00:53:33.770 --> 00:53:38.730
<v Ingo>über dieses Payment-System hängt da vielleicht noch eine Kreditkarte mit dran und man hat noch Accounts auf

00:53:38.730 --> 00:53:45.130
<v Ingo>YouTube und auf diversen anderen Diensten von Google und man kann über diesen E-Mail-Account auch noch die

00:53:45.130 --> 00:53:47.530
<v Ingo>ganzen Passwörter natürlich wieder zurücksetzen lassen.

00:53:47.610 --> 00:53:53.530
<v Ingo>Das heißt, man hätte da im Endeffekt, könnte da komplette die Online-Personalität von gewissen Personen

00:53:53.530 --> 00:53:54.570
<v Ingo>einfach übernehmen.

00:53:56.170 --> 00:53:58.410
<v Ingo>Ja gut, soweit ist es zum Glück nicht gekommen.

00:53:58.650 --> 00:53:59.450
<v Ingo>Das weiß man nicht.

00:53:59.770 --> 00:54:06.410
<v Felix>Das weiß man nicht so genau, aber die Zertifikate sind ja genau dafür ausgestellt worden,

00:54:06.490 --> 00:54:10.250
<v Felix>um diesen Angriff zu fahren und wenn die dafür dann nicht genutzt wurden,

00:54:10.330 --> 00:54:14.730
<v Felix>dann war der Angriff nicht nötig gewesen.

00:54:15.050 --> 00:54:19.050
<v Gast 1>Eigentlich ein schönes Beispiel wieder dafür, dass doch letzten Endes diese ganzen Transport- oder

00:54:19.210 --> 00:54:25.770
<v Gast 1>kanalorientierten Maßnahmen letzten Endes doch eine wirkliche Sicherheit auch dauerhaft erstellen können,

00:54:25.850 --> 00:54:29.450
<v Gast 1>mit einfachen Mitteln oder mit solchen Fehlern ausgehebelt werden können.

00:54:29.770 --> 00:54:33.690
<v Gast 1>Ich denke, die Zukunft gehört ganz klar der objektbasierten Sicherheit.

00:54:33.850 --> 00:54:38.090
<v Gast 1>Das heißt, Transaktionsautorisierung über digitale Signatur.

00:54:38.170 --> 00:54:42.250
<v Gast 1>Da wird also das, was zum Beispiel gemacht werden soll, wird eben digital unterschrieben.

00:54:42.490 --> 00:54:46.810
<v Gast 1>Und dann kann eigentlich, egal wer da dazwischen steckt und das liest und sowas,

00:54:47.050 --> 00:54:48.570
<v Gast 1>nicht mehr wirklich viel machen.

00:54:49.050 --> 00:54:51.450
<v Felix>Das kann halt mitgelesen werden, wenn es nur unterschrieben ist.

00:54:51.610 --> 00:54:51.930
<v Felix>Genau.

00:54:53.370 --> 00:54:55.370
<v Gast 1>Das kommt darauf an, ob das ein Problem ist oder nicht.

00:54:55.450 --> 00:54:57.690
<v Gast 1>Ich kann es natürlich auch für den Empfänger verschlüsseln.

00:54:58.170 --> 00:54:59.130
<v Gast 1>Das ist ganz klar.

00:54:59.290 --> 00:55:03.770
<v Gast 1>Aber auf jeden Fall, meine Intention geht über meine Signatur ganz klar dann,

00:55:03.850 --> 00:55:07.050
<v Gast 1>also hervor aus meiner Signatur, also was ich unterschrieben habe.

00:55:07.210 --> 00:55:09.850
<v Gast 1>Es lässt sich nicht ändern ohne Zerstörung.

00:55:10.090 --> 00:55:15.130
<v Gast 1>Und ich bin eigentlich sehr, sehr viel sicherer als wie die ganzen kanalbasierten Mechanismen,

00:55:15.210 --> 00:55:20.970
<v Gast 1>die auch relativ, ja für mich war es so rückblickend auf die letzten vielen Jahre IT Security immer das

00:55:20.970 --> 00:55:27.850
<v Gast 1>Gefühl, dass diese Infrastrukturkosten, die wir letzten Endes eingehen mit der kanalbasierten Sicherheit,

00:55:28.170 --> 00:55:29.370
<v Gast 1>dass die einfach zu hoch sind.

00:55:29.450 --> 00:55:31.050
<v Gast 1>Das Ganze wird zu unflexibel.

00:55:31.450 --> 00:55:37.690
<v Gast 1>Wir haben dort eine Form von Sicherheit, die zu tief im Stack angesiedelt ist eigentlich und wir müssen sie

00:55:37.690 --> 00:55:38.570
<v Gast 1>höher ziehen.

00:55:39.850 --> 00:55:44.650
<v Ingo>Also ich meine, das Problem sieht man halt auch immer wieder bei verteilten Infrastrukturen,

00:55:44.810 --> 00:55:47.610
<v Ingo>wie jetzt zum Beispiel E-Mails oder Jabber.

00:55:48.250 --> 00:55:53.610
<v Ingo>Man hat einfach nicht unter Kontrolle, was nach dem Server, an dem man die Sachen schickt, was da passiert.

00:55:53.690 --> 00:55:58.570
<v Ingo>Also wenn ich jetzt zum Beispiel eine E-Mail an Felix schicke, dann geht das wahrscheinlich unterwegs über

00:55:58.570 --> 00:56:03.690
<v Ingo>mehrere SMTP-Server und ich kann im Endeffekt nur kontrollieren, dass der Kanal zu meinem E-Mail-Server

00:56:03.690 --> 00:56:07.130
<v Ingo>verschlüsselt ist und ob Felix sein E-Mail-Server jetzt in der Lage ist,

00:56:07.290 --> 00:56:11.690
<v Ingo>eine verschlüsselte Verbindung aufzubauen, sodass die Verbindung weiterhin verschlüsselt bleibt.

00:56:11.770 --> 00:56:12.810
<v Gast 2>Das habe ich nicht in meiner Kontrolle.

00:56:13.130 --> 00:56:14.410
<v Felix>Oder irgendeinen Server dazwischen.

00:56:14.650 --> 00:56:14.810
<v Felix>Genau.

00:56:15.450 --> 00:56:20.810
<v Ingo>Und da gab es also vor kurzem, habe ich auch mitgekriegt, war das bei irgendeinem Jabber-Server.

00:56:21.690 --> 00:56:24.170
<v Gast 2>Ich bin mir jetzt nicht mehr sicher, welcher es war.

00:56:25.050 --> 00:56:30.490
<v Ingo>Also die Betreiber von dem Server hatten den irgendwie falsch konfiguriert und da fand im Endeffekt folgendes

00:56:30.730 --> 00:56:31.130
<v Ingo>statt.

00:56:31.610 --> 00:56:35.930
<v Ingo>Die Verbindung von dem von dem Jabber-Client zu dem Server,

00:56:36.010 --> 00:56:41.050
<v Ingo>die war zwar verschlüsselt, aber der hat keine verschlüsselenden Verbindungen von anderen Servern angenommen.

00:56:41.290 --> 00:56:45.770
<v Ingo>Das heißt, die kompletten Nachrichten, die da kommuniziert werden, die sind einfach im Klartext übers Netz

00:56:45.850 --> 00:56:46.250
<v Ingo>geschickt worden.

00:56:46.490 --> 00:56:51.130
<v Gast 1>Womit wir wieder beim Vertrauen sind, dort vertrauen wir in den sicheren Kanal,

00:56:51.210 --> 00:56:56.890
<v Gast 1>dass dieser Kanal über die gesamte Länge der Nachricht, die transportiert werden muss,

00:56:57.450 --> 00:56:58.490
<v Gast 1>bestehen bleibt.

00:56:58.570 --> 00:57:01.290
<v Gast 1>Und das ist halt auch wirklich in dem Fall nur einfach blindes Vertrauen.

00:57:01.370 --> 00:57:03.290
<v Gast 1>Ich habe ja keinerlei Kontrolle darüber.

00:57:03.930 --> 00:57:08.330
<v Gast 1>Arbeite ich objektbasierte, mit objektbasierter Sicherheit, Verschlüsselung und ähnlichen Dingen,

00:57:08.490 --> 00:57:11.850
<v Gast 1>dann ist es egal, wie diese Kanäle beschaffen sind.

00:57:12.090 --> 00:57:16.170
<v Gast 1>Schlimmstenfalls verliere ich die Nachricht oder sie wird mal dupliziert oder sowas,

00:57:16.330 --> 00:57:17.930
<v Gast 1>aber all das keine wirklichen Probleme.

00:57:18.170 --> 00:57:21.850
<v Ingo>Genau, also wenn man jetzt sagen würde, man arbeitet objektbasiert,

00:57:22.010 --> 00:57:25.610
<v Ingo>dann könnte ich jetzt sagen, ich benutze zum Beispiel GPG und verschlüssel die E-Mail so,

00:57:25.770 --> 00:57:29.370
<v Ingo>dass nur Felix sie mit seinem Key entschlüsseln können.

00:57:30.010 --> 00:57:33.050
<v Ingo>Und das wäre dann im Endeffekt, da wäre es dann egal, was unterwegs passiert,

00:57:33.210 --> 00:57:36.650
<v Ingo>weil da kann ein potenzieller Angreifer nicht reingucken.

00:57:36.730 --> 00:57:36.970
<v Ingo>Genau.

00:57:37.050 --> 00:57:41.210
<v Gast 1>Interessanterweise ist genau dieses Schema für D-E-Mail abgelehnt worden.

00:57:41.530 --> 00:57:42.410
<v Unbekannt>Warum wohl?

00:57:42.570 --> 00:57:42.970
<v Unbekannt>Warum?

00:57:44.090 --> 00:57:45.690
<v Ingo>Da hätte ja keiner mehr reingucken können.

00:57:45.930 --> 00:57:47.530
<v Gast 2>Genau, da hätte keiner mehr reingucken können.

00:57:47.850 --> 00:57:50.810
<v Ingo>Die Sache ist halt, dabei müsst ihr euch vorher erstmal irgendwie kennen.

00:57:50.890 --> 00:57:56.490
<v Ingo>Ihr müsst erstmal euren Schlüssel irgendwie austauschen oder man bräuchte halt so eine Infrastruktur,

00:57:56.650 --> 00:58:02.250
<v Ingo>weiß ich nicht, wie jeder hat seinen Personalausweis auf dem einen Key zu mir

00:58:03.210 --> 00:58:03.850
<v Ingo>gehört.

00:58:04.010 --> 00:58:10.010
<v Ingo>Also da muss halt irgendwie erstmal irgendwas aufgebaut sein, was tatsächlich jeder hat.

00:58:10.330 --> 00:58:14.490
<v Ingo>Ja genau, also um es mal ein bisschen einfacher auszudrücken, das System ist ziemlich,

00:58:14.730 --> 00:58:17.290
<v Ingo>wenn man es richtig machen will, ist komplex und unbequem.

00:58:17.450 --> 00:58:18.650
<v Ingo>Und das mögen die Leute nicht.

00:58:18.810 --> 00:58:23.450
<v Ingo>Darum wird es halt extrem selten eingesetzt oder nur von entweder von Spezialisten,

00:58:23.530 --> 00:58:27.690
<v Ingo>die das benutzen wollen, weil es toll ist, oder von Leuten, die es tatsächlich müssen,

00:58:27.770 --> 00:58:30.810
<v Ingo>weil sie kritische Daten übers Netz schicken.

00:58:31.130 --> 00:58:35.210
<v Ingo>Aber so, wer aus unserem jetzt mal Nicht-Informatiker-Umfeld benutzt,

00:58:35.290 --> 00:58:38.890
<v Ingo>den verschlüsselt dann tatsächlich seine E-Mails mit GPG oder so.

00:58:39.290 --> 00:58:41.370
<v Gast 2>Also mir wird es jetzt spannen keine Einfluss.

00:58:41.530 --> 00:58:48.490
<v Felix>Tatsächlich ist es so, ich benutze auf Arbeit Microsoft Outlook und die haben da jetzt ein

00:58:48.490 --> 00:58:54.170
<v Felix>System, was sich relativ convenient anführt, also relativ benutzbar.

00:58:55.450 --> 00:58:59.530
<v Felix>Man holt sich halt irgendwo ein Zertifikat her von seinem Arbeitgeber,

00:58:59.770 --> 00:59:03.610
<v Felix>fügt es da ein und dann drückt man nur noch auf Verschlüsseln und dann wird man die halt aus,

00:59:03.690 --> 00:59:05.130
<v Felix>die man versenden will.

00:59:05.210 --> 00:59:09.370
<v Felix>Und wenn die das dann halt auch unterstützen, wenn die es auch für sich gemacht haben, dann ist es benutzbar.

00:59:09.610 --> 00:59:14.090
<v Ingo>Ich glaube, da muss man halt auch unterscheiden, hat man jetzt zentralistische Systeme,

00:59:14.170 --> 00:59:17.050
<v Ingo>wie zum Beispiel sowas wie SSL mit den CAs.

00:59:17.370 --> 00:59:20.330
<v Ingo>In dem Fall wird es wahrscheinlich auch so sein, dass dein Arbeitgeber eine CA hat,

00:59:20.730 --> 00:59:22.090
<v Ingo>die dieses Zertifikat ausstellt.

00:59:22.330 --> 00:59:23.450
<v Felix>Genau, genau das passiert.

00:59:24.970 --> 00:59:27.050
<v Ingo>Dem du eine Mail schicken willst, musst du es dann auch haben.

00:59:27.130 --> 00:59:27.290
<v Ingo>Richtig.

00:59:27.770 --> 00:59:29.210
<v Felix>Das ist immer der zweite Punkt.

00:59:29.850 --> 00:59:33.450
<v Ingo>Und dann hast du auch wieder das Sand, dass du irgendwelchen Unternehmen vertraust.

00:59:34.010 --> 00:59:36.170
<v Felix>Ja, ich vertraue tatsächlich meinem Unternehmen.

00:59:36.330 --> 00:59:39.450
<v Ingo>Ja, aber du musst auch dem Vertrauen, zu dem du eine Mail schicken willst zum Beispiel.

00:59:39.530 --> 00:59:44.810
<v Ingo>Oder und in dem Fall vielleicht sogar Microsoft, dass die das alles richtig in ihrem Outlook implementiert

00:59:44.810 --> 00:59:45.050
<v Ingo>haben.

00:59:45.290 --> 00:59:46.330
<v Felix>Ja, das ist ganz klar.

00:59:46.410 --> 00:59:50.170
<v Felix>Also wenn man halt, also wir hatten das einmal in einem

00:59:50.690 --> 00:59:55.330
<v Felix>Theoretischen Konstrukt, dass man, wenn man tatsächlich volle Sicherheit haben will,

00:59:55.410 --> 00:59:56.770
<v Felix>was man dafür alles machen muss.

00:59:57.010 --> 01:00:01.410
<v Felix>Und da muss man dann schon relativ tief gehen, wenn man dann seinen eigenen Compiler mit der Nadel auf die

01:00:01.410 --> 01:00:03.170
<v Felix>Festplatte schreiben will.

01:00:03.490 --> 01:00:07.410
<v Ingo>Ja, also wir hatten das, glaube ich, letztes Jahr mal kurz in der Sendung diskutiert.

01:00:07.570 --> 01:00:12.370
<v Ingo>Das Problem ist halt, man hat dann im Endeffekt eine Kette von diverser Software angefangen,

01:00:12.530 --> 01:00:16.450
<v Ingo>von man hat einen Prozessor, der führt Code aus, man hat einen Compiler,

01:00:16.930 --> 01:00:23.890
<v Ingo>der tut Programme übersetzen, der könnte da auch Shadcode mit einfügen und der könnte das im

01:00:23.890 --> 01:00:26.450
<v Ingo>Endeffekt auch an weitere Compiler, die dann damit übersetzt werden,

01:00:26.530 --> 01:00:27.970
<v Ingo>weitervererben und so Geschichten.

01:00:28.130 --> 01:00:32.130
<v Ingo>Also im Endeffekt müsste man, wenn man wirklich hundertprozentig sicher sein will,

01:00:32.370 --> 01:00:34.610
<v Ingo>die komplette Kette überprüfen können.

01:00:34.770 --> 01:00:36.770
<v Felix>Oder am besten keine Computer benutzen.

01:00:37.570 --> 01:00:37.810
<v Felix>Ja.

01:00:38.210 --> 01:00:39.730
<v Ingo>Das ist eine Option.

01:00:41.090 --> 01:00:42.130
<v Felix>Also nicht für mich.

01:00:42.370 --> 01:00:43.010
<v Felix>Ganz klar.

01:00:43.250 --> 01:00:47.410
<v Ingo>Und am besten auch nicht auf die Straße gehen, kein, äh, weil da sind Kameras.

01:00:47.730 --> 01:00:48.770
<v Gast 2>Keine Luftarten, genau.

01:00:49.330 --> 01:00:51.970
<v Ingo>Das jetzt vielleicht nicht mehr, aber kein Handy auf jeden Fall mitnehmen,

01:00:52.130 --> 01:00:57.250
<v Ingo>weil das ist so ein Mobile Tracking-Device, da weiß jeder, oder zumindest der Provider die ganze Zeit,

01:00:57.330 --> 01:00:58.690
<v Ingo>wo ich mich aufhalte.

01:00:59.010 --> 01:01:03.890
<v Ingo>Und da sind wir dann halt auch schnell gleich bei dem Thema Privacy, Privatsphäre.

01:01:04.210 --> 01:01:07.570
<v Ingo>Also, ich meine, so einfach ist es dann auch wieder nicht.

01:01:07.650 --> 01:01:11.970
<v Ingo>Also da müsste ich mich quasi aus dem modernen Leben komplett zurückziehen.

01:01:13.090 --> 01:01:14.930
<v Felix>Das ist die einzige Möglichkeit, die man hat.

01:01:15.170 --> 01:01:16.050
<v Unbekannt>Ja, das ist super.

01:01:17.890 --> 01:01:22.690
<v Ingo>Ja, sagen wir es mal so, das ist die einzige Möglichkeit, wenn man wirklich hundertprozentige Sicherheit auf

01:01:22.690 --> 01:01:27.170
<v Ingo>IT-Ebene garantieren will und es wäre dann halt, wenn man aufhört,

01:01:27.250 --> 01:01:28.450
<v Ingo>IT zu benutzen.

01:01:28.690 --> 01:01:29.010
<v Ingo>Ja.

01:01:29.250 --> 01:01:31.250
<v Gast 2>Also, dann hat man kein IT-Problem.

01:01:31.490 --> 01:01:38.130
<v Ingo>Genau, dann kann nur noch das Atomkraftwerk in der Nähe um die Ecke fliegen und indirekt betroffen.

01:01:39.410 --> 01:01:40.210
<v Unbekannt>Indirekt.

01:01:40.770 --> 01:01:41.090
<v Unbekannt>Quasi.

01:01:41.330 --> 01:01:41.730
<v Unbekannt>Achso.

01:01:44.210 --> 01:01:50.450
<v Ingo>Ein grünen Politiker, dieser Malte Spitz heißt der, der hat von seinem Provider,

01:01:51.010 --> 01:01:56.770
<v Ingo>also seinem Handy-Provider, Anbieter Daten rausgeklagt irgendwie,

01:01:57.090 --> 01:01:58.370
<v Ingo>wo er sich so aufhält.

01:01:58.450 --> 01:02:00.370
<v Ingo>Ich weiß nicht mehr, warum, warum er das gemacht hat.

01:02:00.530 --> 01:02:07.330
<v Ingo>Auf jeden Fall hat er das Ganze dann der Zeit, also dieser Zeitung zur Verfügung gestellt.

01:02:07.490 --> 01:02:13.570
<v Ingo>Und die haben da jetzt noch zusammen Blogeinträge von ihm genommen und Twitter und das alles mal in eine

01:02:13.970 --> 01:02:15.810
<v Ingo>Anwendung verpackt.

01:02:15.970 --> 01:02:20.210
<v Ingo>Und man kann dann hier auf diese Seite gucken, was er zwischen,

01:02:20.290 --> 01:02:27.090
<v Ingo>ich weiß nicht, September und letzten Jahres, nee, vorletzten Jahres und Februar letzten Jahres

01:02:27.090 --> 01:02:28.050
<v Ingo>so getan hat.

01:02:28.290 --> 01:02:31.010
<v Ingo>Also man sieht, man kann dann hier Start drücken und dann sieht man die ganze Zeit,

01:02:31.090 --> 01:02:38.050
<v Ingo>wo er sich in Berlin oder wie er durch ganz Deutschland hin und her fährt und was er da zu der Zeit

01:02:38.050 --> 01:02:44.850
<v Ingo>getwittert hat, mit wem er sich verabredet hat, wie viel SMS er gekriegt hat an dem Tag,

01:02:45.010 --> 01:02:49.010
<v Ingo>wie viele Stunden er online war, wie viele Anrufe er gekriegt hat.

01:02:49.250 --> 01:02:52.370
<v Ingo>Und das ist schon ziemlich beängstigend.

01:02:52.610 --> 01:02:54.610
<v Gast 2>Ja, also das ist halt immer so ein Problem.

01:02:54.770 --> 01:02:59.170
<v Ingo>Ich meine, wir haben vorhin schon darüber geredet, wenn man sich gegenüber von einem irgendeinem System

01:02:59.170 --> 01:03:03.410
<v Ingo>ausweisen will, dann geht es im seltensten Fall anonym.

01:03:05.090 --> 01:03:06.690
<v Felix>Das weist man sich ja aus.

01:03:07.090 --> 01:03:11.330
<v Ingo>Ja, also gut, man könnte auch einfach sagen, okay, ich habe jetzt eine Zugangsberechtigung,

01:03:12.210 --> 01:03:16.610
<v Ingo>die nicht an meinen Namen gebunden ist oder ich habe irgendwie ein Ticket,

01:03:16.770 --> 01:03:21.890
<v Ingo>was mich zu einer gewissen Aktion autorisiert, was auch nicht an meinen Namen gebunden sein muss.

01:03:22.210 --> 01:03:26.050
<v Ingo>Aber im Zweifelsfall hat man dann doch irgendwie eine Bindung an die Person.

01:03:27.410 --> 01:03:28.930
<v Felix>Wenn es nur überhaupt Pseudonyme ist.

01:03:29.330 --> 01:03:33.330
<v Ingo>Genau, und gerade in so einem Fall, da sieht man halt auch wieder, was dann passieren kann,

01:03:33.490 --> 01:03:38.930
<v Ingo>wenn diese Daten jetzt mal aufgezeichnet werden, ob das jetzt aus gesetzlichen Gründen ist oder weil das

01:03:38.930 --> 01:03:40.850
<v Ingo>Unternehmen jetzt einfach mal Lust drauf hat.

01:03:41.730 --> 01:03:46.690
<v Ingo>Und ja, das ist schon ein bisschen unheimlich, wenn man da sieht, was so andere über einen erfahren können.

01:03:46.850 --> 01:03:47.250
<v Ingo>Natürlich.

01:03:47.330 --> 01:03:50.690
<v Gast 1>Die Frage ist auch, wie sicher sind diese Daten jetzt bei dem Provider.

01:03:51.490 --> 01:03:57.570
<v Gast 1>Wenn der die Daten verliert, wenn die dort gestohlen werden, das dann ist also wirklich die betroffenen

01:03:57.570 --> 01:04:02.050
<v Gast 1>Personen sind dort sehr, sehr klar untersuchbar, also in ihrem Verhalten.

01:04:02.130 --> 01:04:06.690
<v Gast 1>Ihr Verhalten tritt hier sehr, sehr klar raus und da kann man sehr viel davon ableiten.

01:04:06.850 --> 01:04:07.970
<v Gast 1>Nicht der einzige Fall.

01:04:08.050 --> 01:04:10.130
<v Gast 1>Ich meine, das sind unsere Allocation Data.

01:04:10.210 --> 01:04:14.930
<v Gast 1>Das heißt, da geht es um, letzten Endes geht es, habe ich so das Gefühl, um zwei Dinge.

01:04:15.090 --> 01:04:20.610
<v Gast 1>Einmal Verhalten beobachten, Verhalten aufweimen und das zweite ist Bewegungen.

01:04:21.090 --> 01:04:27.890
<v Gast 1>Und in beiden Fällen haben wir jetzt große Systeme eigentlich, die das immer mehr immer perfekter verfolgen.

01:04:28.450 --> 01:04:32.930
<v Gast 1>Richtung Verhalten, sage ich nur zum Beispiel das PowerGrid, die die neuen Smart Grids,

01:04:33.090 --> 01:04:38.450
<v Gast 1>die uns, also die intelligenten Stromzähler, die uns absolut gläsern machen für draußen.

01:04:38.530 --> 01:04:42.610
<v Gast 1>Ich bin also wirklich, beschäftige mich jetzt in dem Semester erstmal ein bisschen intensiver damit und ich

01:04:42.610 --> 01:04:48.130
<v Gast 1>bin einfach erschrocken über die Möglichkeiten, die hier, also die für die Provider da sind,

01:04:48.450 --> 01:04:49.490
<v Gast 1>die Kunden auszulesen.

01:04:50.050 --> 01:04:53.090
<v Ingo>Können wir das nochmal kurz erklären, was das genau heißt, Smart Grid?

01:04:53.810 --> 01:04:57.250
<v Gast 1>Es geht ja um den Aufbau von intelligenten Stromnetzen und da ist ein wichtiges Teil,

01:04:57.330 --> 01:04:59.490
<v Gast 1>dass ein intelligenter Stromzähler da ist.

01:04:59.730 --> 01:05:03.810
<v Ingo>Das heißt, der weiß, wenn ich mein Licht an- und ausmache und den Rechner an- und ausmache,

01:05:04.050 --> 01:05:10.130
<v Ingo>wenn ich, keine Ahnung, Badewanne voll mit Wasser lasse, weil dann der Durchlauferhitzer die ganze Zeit läuft

01:05:10.130 --> 01:05:10.370
<v Ingo>und sowas.

01:05:10.850 --> 01:05:16.930
<v Gast 1>Das geht so weit, dass eben jedes Elektrogerät im Haus halt einen wie einen Fingerabdruck hat in der Art

01:05:16.930 --> 01:05:18.050
<v Gast 1>seines Stromverbrauches.

01:05:18.370 --> 01:05:23.010
<v Gast 1>Und bei den Providern existieren bereits Datenbanken mit den Gerätetypen und diesen Fingerabdruck,

01:05:23.090 --> 01:05:27.570
<v Gast 1>das heißt, die wissen haargenau, welches Gerät ich wann wie habe.

01:05:28.050 --> 01:05:30.450
<v Gast 1>Und ja, was kann man da draus schließen?

01:05:30.610 --> 01:05:37.250
<v Gast 1>So Sachen wie zum Beispiel eben, habe ich Besuch, weil bestimmte Geräte mehr laufen.

01:05:38.210 --> 01:05:42.770
<v Gast 1>Hat die Frau einen Freund bekommen, weil jetzt bestimmte Badezimmer öfters belegt ist,

01:05:42.930 --> 01:05:47.170
<v Gast 1>zu bestimmten Zeiten, liegt vielleicht ein Gesundheitsproblem vor,

01:05:47.330 --> 01:05:53.250
<v Gast 1>weil nachts des Öfteren bestimmte Lichter angehen, also ist da irgendwas mit der Gesundheit nicht in Ordnung.

01:05:53.410 --> 01:05:58.610
<v Gast 1>Also das geht wirklich ins Aller, allerintimste rein und das ist schon sehr, sehr bedenklich.

01:05:58.770 --> 01:06:03.650
<v Gast 1>Da wird Verhalten, da wird Verhalten gläsern und mit dem Mobil, mit dem Handy,

01:06:03.730 --> 01:06:05.890
<v Gast 1>da werden Bewegungen gläsern.

01:06:06.130 --> 01:06:08.530
<v Gast 2>Genau, und auch Interaktion mit anderen Menschen.

01:06:08.610 --> 01:06:13.490
<v Ingo>Also man war ja im Endeffekt auch so ein Ziel der Vorratsdatenspeicherung rauszufinden,

01:06:13.570 --> 01:06:15.330
<v Ingo>wer mit wem denn überhaupt kommuniziert.

01:06:15.410 --> 01:06:15.570
<v Ingo>Genau.

01:06:15.810 --> 01:06:18.850
<v Gast 2>So dass man halt im Endeffekt so Gruppen auch identifizieren kann.

01:06:19.810 --> 01:06:24.530
<v Gast 1>Mittlerweile, wenn wir diese Datenmengen wirklich fusionieren, was ja das Ziel ist von den Ganzen,

01:06:24.690 --> 01:06:27.250
<v Gast 1>dann entsteht also absolut der gläserne Mensch.

01:06:27.890 --> 01:06:31.650
<v Gast 1>Und jetzt kann man sagen, naja, die meisten haben ja nichts zu verbergen.

01:06:33.170 --> 01:06:37.650
<v Gast 1>Standardargument, ich bitte da nur um einzudenken, wir sind in einem ökonomischen System,

01:06:37.730 --> 01:06:42.050
<v Gast 1>das heißt, wir sind Teile, Partner in ökonomischen Transaktionen.

01:06:42.210 --> 01:06:46.770
<v Gast 1>Und da gilt einfach die alte Regel, je mehr einer über den anderen weiß,

01:06:47.010 --> 01:06:51.570
<v Gast 1>über seinen, wie soll ich sagen, Bedarf, seine Not, seinen Willen,

01:06:51.810 --> 01:06:57.250
<v Gast 1>etwas zu bekommen, seine Gewohnheiten, das beeinflusst den Preis, zum Beispiel den Preis von Dingen und das

01:06:57.490 --> 01:06:59.010
<v Gast 1>Angebot ganz, ganz drastisch.

01:06:59.170 --> 01:07:03.170
<v Gast 1>Das heißt, ich habe nichts zu verbergen, ist einfach ökonomisch ein völliger Blödsinn.

01:07:03.330 --> 01:07:08.050
<v Gast 1>Denn als Teilnehmer in einem ökonomischen System muss ich bestimmte Dinge geheim halten,

01:07:08.130 --> 01:07:10.050
<v Gast 1>weil sonst zahle ich einfach viel, viel mehr.

01:07:10.690 --> 01:07:14.610
<v Ingo>Und ich meine, man sieht es ja auch, wir haben alle irgendwie Vorhänge,

01:07:14.690 --> 01:07:19.170
<v Ingo>wir haben irgendwie Türen, durch die man nicht durchsehen kann und wir leben jetzt nicht in einer gläsernen

01:07:19.170 --> 01:07:22.850
<v Ingo>Wohnung, weil das so toll ist, sondern wir haben im Endeffekt auch so die Orte,

01:07:22.930 --> 01:07:24.130
<v Ingo>wo wir uns zurückziehen können.

01:07:24.210 --> 01:07:27.410
<v Ingo>Und die werden, also dieser Schutz wird da halt in dem Fall ausgehebelt.

01:07:27.570 --> 01:07:28.050
<v Ingo>Genau.

01:07:29.330 --> 01:07:33.090
<v Ingo>Ja, wenn man diese Daten jetzt gleich noch mit Google verbinden würde,

01:07:33.410 --> 01:07:38.370
<v Ingo>Google aggregiert ja schon eine Menge und macht da Data Mining,

01:07:38.530 --> 01:07:41.010
<v Ingo>also das Zusammenfassen von verschiedenen Daten.

01:07:43.730 --> 01:07:47.970
<v Ingo>Durch Daten zusammenführen findet man immer noch mehr raus, die man,

01:07:48.210 --> 01:07:53.010
<v Ingo>also mehr Informationen, kriegt man immer noch mehr Informationen, die man wahrscheinlich aus einer Quelle

01:07:53.010 --> 01:07:53.650
<v Ingo>nicht gewonnen hätte.

01:07:53.970 --> 01:07:59.010
<v Felix>Genau, also das Zusammenführen von Daten ist eh immer das, was am interessantesten tatsächlich ist.

01:07:59.250 --> 01:08:03.970
<v Felix>Man hat zum Beispiel ein riesiges Netzwerk, man hat verschiedenste Applikationen,

01:08:04.050 --> 01:08:06.130
<v Felix>die man bereitstellt dem Kunden.

01:08:06.290 --> 01:08:10.850
<v Felix>Und wenn die jetzt als einzelne Applikationen laufen, dann haben die nicht viel Aussagekraft.

01:08:11.010 --> 01:08:17.090
<v Felix>Aber sobald man Informationen zusammenfasst, aggregiert, also Data Mining ist da auf jeden Fall das Stichwort,

01:08:17.410 --> 01:08:22.930
<v Felix>wird die Sache ganz interessant auf einmal, wenn man neue Rückschlüsse auf Kunden ziehen kann.

01:08:24.850 --> 01:08:30.850
<v Felix>Und man kann halt auf diese, mit diesen Rückschlüssen kann man reagieren, auf bestimmte Gegebenheiten besser.

01:08:31.250 --> 01:08:33.970
<v Felix>Man kann diese Gegebenheiten besser ausnutzen.

01:08:34.610 --> 01:08:39.010
<v Felix>Und genau das ist, was viele Firmen auch wollen.

01:08:39.170 --> 01:08:41.490
<v Felix>Das ist ja ganz klar, weil das ist Geschäft.

01:08:41.730 --> 01:08:46.290
<v Felix>Das ist der Vorteil, den man seinem Konkurrenten gegenüber hat, der kleiner ist zum Beispiel.

01:08:46.770 --> 01:08:51.170
<v Felix>Man hat mehr Informationen über den Kunden, die man dann bloß noch verwenden muss.

01:08:51.330 --> 01:08:55.010
<v Ingo>Genau, ich bin Amazon und schlage dir halt ständig auf Basis von dem,

01:08:55.090 --> 01:08:58.450
<v Ingo>was du gekauft hast, dir halt schon noch tolle, neue, interessante Sachen vor.

01:08:59.010 --> 01:09:03.970
<v Felix>Worauf ich ja gewartet habe, ist, dass Amazon mir vorschlägt, dass ich doch mal das Amazon Webservices

01:09:03.970 --> 01:09:04.690
<v Felix>ausprobieren soll.

01:09:05.730 --> 01:09:11.970
<v Gast 1>Nicht umsonst ist das Konzept der Informationsüberlegenheit in jedem militärischen Modell an ganz,

01:09:12.050 --> 01:09:13.010
<v Gast 1>ganz zentraler Stelle.

01:09:13.170 --> 01:09:15.250
<v Felix>Ja, das ist einfach Strategie.

01:09:15.570 --> 01:09:16.450
<v Felix>Strategie ist es.

01:09:17.650 --> 01:09:20.690
<v Gast 1>Das gilt im ökonomischen wie im militärischen Bereich, das ist genau das gleiche.

01:09:20.930 --> 01:09:22.050
<v Felix>Ja, genau.

01:09:23.410 --> 01:09:27.570
<v Felix>Man schießt sich halt nicht ab, sondern man schießt sich anders ab.

01:09:29.650 --> 01:09:31.410
<v Gast 2>So könnte man es auch ausdrücken, ja.

01:09:31.650 --> 01:09:32.130
<v Gast 2>Das ist.

01:09:33.650 --> 01:09:40.210
<v Ingo>Aber um mal wieder auf den Einstiegspunkt zurückzukommen, wir überlegen uns ja auch gerne,

01:09:40.370 --> 01:09:46.450
<v Ingo>wie können wir jetzt Dinge schützen vor unberechtigem Zugriff.

01:09:46.530 --> 01:09:51.170
<v Ingo>Also wir haben jetzt da gerade das Beispiel mit Privacy und so weiter gehabt.

01:09:51.890 --> 01:09:57.810
<v Ingo>Konkretes Beispiel auch bei uns, wir sind ja hier beide im Scheck im Stuttgarter Hackerspace und da haben wir

01:09:57.810 --> 01:10:00.850
<v Ingo>im Endeffekt auch unser Zutrittskontrollsystem.

01:10:01.490 --> 01:10:06.610
<v Ingo>Und ja, da hat man halt im Endeffekt, wir haben jetzt so über 100 Mitglieder mittlerweile.

01:10:08.290 --> 01:10:12.850
<v Ingo>Wie regelt man das sowas, dass jedes, wenn jedes Mitglied das Recht haben soll,

01:10:13.010 --> 01:10:19.570
<v Ingo>potenziell Tag und Nacht, 24 Stunden am Tag, die Räume betreten zu dürfen.

01:10:19.650 --> 01:10:21.090
<v Gast 2>Wie regelt man sowas?

01:10:21.410 --> 01:10:27.010
<v Ingo>Und im Endeffekt haben wir das jetzt halt auch so gelöst, dass wir halt damit SSH-Keys,

01:10:27.170 --> 01:10:31.330
<v Ingo>die an der Person gebunden sind, arbeiten, die man halt auch einfach wieder entfernen könnte.

01:10:31.490 --> 01:10:38.050
<v Ingo>Man hat natürlich dann im Fall halt auch so ein bisschen Einbuße in der Privatsphäre,

01:10:38.290 --> 01:10:45.250
<v Ingo>weil es wird halt aufgezeichnet, wenn jemand die Räume aufschließt und wer das

01:10:45.250 --> 01:10:45.570
<v Ingo>war.

01:10:46.050 --> 01:10:49.730
<v Ingo>Und gut, das hat halt auch Gründe, dass wenn was wegkommt, dass man dann ungefähr weiß,

01:10:49.810 --> 01:10:54.130
<v Ingo>wer hat den aufgeschlossen und mit dem Aufschließen übernimmt man auch Verantwortung für den Raum.

01:10:54.210 --> 01:10:56.370
<v Ingo>Also daher hat es schon organisatorische Gründe.

01:10:56.690 --> 01:11:03.570
<v Ingo>Aber im Endeffekt wäre das jetzt halt auch schwer gewesen, wenn man diese Zugriffskontrolle nicht an

01:11:03.730 --> 01:11:06.850
<v Ingo>eine Person gebunden hätte, sondern vielleicht nur an einen Schlüssel,

01:11:06.930 --> 01:11:09.250
<v Ingo>den man auch weitergeben kann, problemlos und so weiter.

01:11:09.810 --> 01:11:13.970
<v Ingo>Und dann wüsste man halt auch im Endeffekt nicht, jemand hat aufgeschlossen, aber wer war es?

01:11:14.930 --> 01:11:20.930
<v Gast 1>Ja, ja, das ist immer, wenn es um Verantwortlichkeit geht und damit auch letzten Endes um Bestrafbarkeit,

01:11:21.570 --> 01:11:23.010
<v Gast 1>brauche ich eine Authentisierung.

01:11:23.090 --> 01:11:29.170
<v Gast 1>Das heißt, muss ich eine Identität einer Person feststellen, denn einem Schlüssel, wie will ich den bestrafen?

01:11:29.330 --> 01:11:32.930
<v Gast 1>Den kann ich ein paar Bits abhacken, aber das ist nicht sonderlich effektiv.

01:11:33.970 --> 01:11:39.010
<v Ingo>Oder halt auch, wenn man jetzt so einen normalen Schlüssel aus Metall hätte,

01:11:40.130 --> 01:11:41.570
<v Ingo>da müsste man halt das Schloss austauschen.

01:11:41.650 --> 01:11:41.810
<v Ingo>Genau.

01:11:42.850 --> 01:11:46.130
<v Ingo>Da wird es richtig teuer, oder hat man jetzt halt durch einen digitalen Schlüssel schon den Vorteil,

01:11:46.210 --> 01:11:51.330
<v Ingo>man kann beliebig viele, dass sie eigentlich nichts kosten, kann man halt beliebig viele erzeugen und die auch

01:11:51.330 --> 01:11:53.170
<v Ingo>wieder löschen, wenn man es nicht mehr braucht.

01:11:53.410 --> 01:11:57.410
<v Gast 1>Und dennoch ist es letzten Endes ein Perimeterkonzept, was man fährt.

01:11:57.570 --> 01:12:00.770
<v Gast 1>Denn wenn der Mensch mal drin ist, dann ist alle Security weg.

01:12:01.090 --> 01:12:05.810
<v Ingo>Auf der anderen Seite haben wir dann halt im Endeffekt da auch wiederum das soziale Konzept,

01:12:05.890 --> 01:12:09.170
<v Ingo>dass jemand, der aufschließt, die Verantwortung für den Raum übernimmt.

01:12:09.330 --> 01:12:14.850
<v Ingo>Und somit ist das dann im Endeffekt implizit, wenn dann jemand aufschließt und irgendwas demoliert oder sonst

01:12:15.010 --> 01:12:18.690
<v Ingo>irgendwas, dann ist der im Endeffekt automatisch dafür verantwortlich.

01:12:19.090 --> 01:12:24.210
<v Ingo>Oder wenn jemand anders was macht und er hat irgendwie und er hat denjenigen reingelassen oder so,

01:12:24.610 --> 01:12:25.890
<v Ingo>dann im Endeffekt halt auch.

01:12:27.170 --> 01:12:29.730
<v Ingo>Okay, kommen wir doch mal vielleicht zu den spannenden Sachen.

01:12:29.810 --> 01:12:35.810
<v Ingo>Wenn ich jetzt so ein sicheres oder vermeintlich sicheres System hacken will,

01:12:35.970 --> 01:12:40.290
<v Ingo>kaputt machen will, angreifen will, wie gehe ich denn davor?

01:12:40.530 --> 01:12:41.810
<v Ingo>Was mache ich denn da?

01:12:43.330 --> 01:12:46.930
<v Felix>Ich denke, kurz davor sollten wir nochmal drauf eingehen, was sind denn überhaupt,

01:12:47.730 --> 01:12:49.970
<v Felix>warum sollte man ein System angreifen?

01:12:50.290 --> 01:12:55.010
<v Felix>Was gibt es denn da für potenzielle Sachen,

01:12:56.050 --> 01:12:58.770
<v Felix>was man wollen würde von einem System?

01:12:58.850 --> 01:13:05.810
<v Felix>Da gibt es ja verschiedenste Gruppen von Personen, die man da oft aufzeigen will.

01:13:07.490 --> 01:13:11.890
<v Ingo>Hacker, ich weiß nicht, ich finde dieser Hacker-Beginner Cracker, der trifft es eigentlich nicht so gar nicht.

01:13:12.210 --> 01:13:13.570
<v Felix>Der trifft es halt gar nicht, eigentlich.

01:13:14.290 --> 01:13:15.010
<v Felix>Böse Buben.

01:13:15.490 --> 01:13:19.570
<v Felix>Also Hacker hört man oft in Firmen, weil.

01:13:20.130 --> 01:13:22.770
<v Ingo>Hacker sind ja die Whiteheads, sind ja die lieben, die guten.

01:13:23.090 --> 01:13:26.210
<v Felix>Ja, also Hacker ist halt sehr, sehr allgemein gefasst.

01:13:26.530 --> 01:13:32.290
<v Felix>Hacker kann auch jemand sein, der sich einfach kritisch mit Hardware und Software auseinandersetzt.

01:13:32.530 --> 01:13:34.370
<v Felix>Jemand, der, der gerne ausprobiert.

01:13:34.530 --> 01:13:38.690
<v Felix>Das ist halt einfach sehr negativ behaftet im Allgemeinen.

01:13:39.010 --> 01:13:43.330
<v Ingo>Ja, also im eigentlichen Sinne bezeichnet der Begriff Hacker ja jemanden,

01:13:43.490 --> 01:13:47.970
<v Ingo>der sich sehr eigengängig und kreativ mit Technik auseinandersetzt.

01:13:48.130 --> 01:13:53.010
<v Ingo>Das kann man auf zig unterschiedlichen Ebenen machen und das dann immer nur auf die wollen,

01:13:53.090 --> 01:13:56.290
<v Ingo>in unsere Systeme einbrechen, unsere Datenstählen runterzubrechen.

01:13:56.530 --> 01:13:58.210
<v Gast 2>Ist da, finde ich, der falsche Weg.

01:13:58.290 --> 01:14:00.450
<v Ingo>Oder da ist einfach der falsche Begriff dazu.

01:14:00.690 --> 01:14:02.210
<v Ingo>Okay, was dann für ein Begriff?

01:14:04.530 --> 01:14:04.930
<v Ingo>Angreifer.

01:14:05.170 --> 01:14:07.010
<v Gast 2>Angreifer, Cracker vielleicht.

01:14:07.250 --> 01:14:10.610
<v Felix>Also es gibt ganz viele verschiedene Arten wieder von Angreifer.

01:14:11.330 --> 01:14:14.050
<v Felix>Es gibt so grundsätzlich drei Kategorien.

01:14:14.130 --> 01:14:17.890
<v Felix>Es gibt Whitehead, Grey Hat und Black Hat-Hacker.

01:14:17.970 --> 01:14:20.690
<v Felix>Und zwar Hacker im Sinne von IT-Sicherheit.

01:14:22.290 --> 01:14:28.450
<v Felix>Whitehead ist dort jemand, der einen Security Audit durchführt, ein Tester.

01:14:28.770 --> 01:14:33.890
<v Felix>Also wenn man so will, man macht einen Test auf ein System, nur dass es halt

01:14:35.810 --> 01:14:40.530
<v Felix>nicht auf der Entwicklungsebene ist,

01:14:40.690 --> 01:14:43.650
<v Felix>sondern dass man, dass das nachträglich zum Beispiel durchgeführt wird.

01:14:43.970 --> 01:14:45.730
<v Felix>Das wäre ein Whitehead-Hacker.

01:14:45.890 --> 01:14:51.650
<v Felix>Das sind auch Leute, die Security-Schwachstellen potenziell

01:14:53.570 --> 01:15:00.290
<v Felix>aufzeigen und mit den Firmen reden und sozusagen diese

01:15:00.290 --> 01:15:06.210
<v Felix>Schwachstellen, das sind auch Forscher zum Beispiel, die diese Schwachstellen sozusagen aufzeigen.

01:15:07.010 --> 01:15:13.410
<v Felix>Greyhead-Hacker sind meistens Leute gelangweitestudenten.

01:15:14.290 --> 01:15:16.450
<v Felix>Kann man grob zusammenpassen.

01:15:17.410 --> 01:15:22.290
<v Felix>Sind Leute, die Interesse an Technik haben.

01:15:22.610 --> 01:15:26.450
<v Felix>Sie wollen, das Ziel ist aber meistens nicht, irgendwas kaputt zu machen,

01:15:26.530 --> 01:15:33.410
<v Felix>sondern einfach zu beobachten, einen weiteren Zugang zu haben, um zu schauen,

01:15:33.810 --> 01:15:40.610
<v Felix>was das System kann, was solche Möglichkeiten halt sich anschauen.

01:15:40.690 --> 01:15:45.250
<v Felix>Und Black Hat ist dann alles, wo potenziell viel,

01:15:45.330 --> 01:15:47.970
<v Felix>viel Geld dahinter steckt oder auch nur ein bisschen Geld.

01:15:48.130 --> 01:15:49.570
<v Felix>Also Blackhead hackt.

01:15:49.890 --> 01:15:52.290
<v Ingo>Also Virenschreiber, die da nicht.

01:15:52.690 --> 01:15:57.650
<v Felix>Ja, Viren Schreiber war ja, das ist ja aus der früheren Zeit, wo es noch cool war, Viren zu schreiben.

01:15:58.290 --> 01:16:00.770
<v Felix>Viren gibt es in dem Sinne gar nicht mehr so.

01:16:01.170 --> 01:16:02.130
<v Ingo>Spam-Versender.

01:16:02.530 --> 01:16:03.890
<v Ingo>Genau, Spam-Versender.

01:16:04.370 --> 01:16:08.450
<v Ingo>Also ich, um das mal kurz zusammenfassen, ich würde sagen, die Whiteheads und die Blackheads,

01:16:08.530 --> 01:16:11.570
<v Ingo>die sind finanziell getrieben und die anderen Neugier getrieben.

01:16:11.650 --> 01:16:16.450
<v Ingo>Also die Greyheads, die sind jetzt so, die probieren gerne aus, die versuchen,

01:16:16.690 --> 01:16:19.730
<v Ingo>sich irgendwie in einem System zu ermächtigen.

01:16:20.130 --> 01:16:25.650
<v Ingo>Und die Whiteheads werden dafür bezahlt, dass sie Angriffe verhindern und die Blackheads werden dafür bezahlt,

01:16:25.730 --> 01:16:26.850
<v Ingo>dass sie Angriffe durchführen.

01:16:27.090 --> 01:16:28.130
<v Gast 2>Könnte man das so zusammenfassen?

01:16:28.370 --> 01:16:32.930
<v Felix>Ja, also oft ist es auch so, dass man als Whitehead bezahlt wird, um Angriffe durchzuführen.

01:16:33.170 --> 01:16:36.130
<v Felix>Diese Angriffe werden halt nicht bis zur letzten Phase durchgeführt, sondern.

01:16:36.450 --> 01:16:37.730
<v Gast 1>Nicht bis zum finanziellen Schaden.

01:16:37.970 --> 01:16:43.970
<v Felix>Genau, also als Whitehead und Greyhead will man eigentlich keinen finanziellen Schaden ausrichten,

01:16:44.050 --> 01:16:49.890
<v Felix>sondern als Whitehead den halt verhindern, indem man es vorher schon gefunden hat und als Greyhead einfach um

01:16:49.890 --> 01:16:54.530
<v Felix>den Zustand, den man jetzt aktuell hat, dass man den halt weiter nutzen kann.

01:16:55.330 --> 01:17:00.530
<v Felix>Und Blackhead ist halt, ja, es gibt halt wieder verschiedene Gruppen,

01:17:00.690 --> 01:17:06.210
<v Felix>verschiedene Potenzial, also auch monetäres Potenzial,

01:17:06.290 --> 01:17:12.850
<v Felix>zum Beispiel Terroristen, verschiedene Governments, dann gibt es halt Spammer,

01:17:13.170 --> 01:17:15.650
<v Felix>Cracker, und da hat da.

01:17:16.130 --> 01:17:17.650
<v Ingo>Computerspionage, was gibt es?

01:17:17.810 --> 01:17:24.610
<v Ingo>Genau, Computer heißt den Konkurrenten ausspionieren, also an der Stelle könnte man das Stuxnat nennen.

01:17:24.850 --> 01:17:25.170
<v Ingo>Genau.

01:17:25.890 --> 01:17:28.210
<v Felix>Das geht dann eher ins Terrorismus rein.

01:17:28.610 --> 01:17:33.890
<v Felix>Und da sind dann unterschiedlich starke Potenziale,

01:17:34.290 --> 01:17:40.210
<v Felix>auch man hat ja auch immer man hat ja auch immer ein bisschen,

01:17:40.370 --> 01:17:44.050
<v Felix>also als Grey Hat-Hacker hat man halt sehr großen Skrupel, irgendwas kaputt zu machen,

01:17:44.130 --> 01:17:46.050
<v Felix>weil man will ja eigentlich nichts kaputt machen.

01:17:46.370 --> 01:17:50.610
<v Felix>Als Black Hat-Hacker gibt es dann wieder verschiedene Arten.

01:17:51.730 --> 01:17:53.970
<v Felix>Man hat verschiedene Stufen.

01:17:54.370 --> 01:17:59.410
<v Felix>Man hat sehr viel Geld und sehr wenig Skrupel.

01:17:59.570 --> 01:18:02.370
<v Felix>Das geht dann halt eher so Government und Terroristen.

01:18:03.170 --> 01:18:07.570
<v Felix>Bei Terroristen ist es halt so, dass die meistens dann nicht unendlich viel Geld haben,

01:18:07.650 --> 01:18:13.890
<v Felix>sondern nur begrenzte finanzielle Mittel.

01:18:14.690 --> 01:18:19.330
<v Felix>Und als Spammer zum Beispiel will man ja Geld generieren dadurch.

01:18:19.570 --> 01:18:23.970
<v Felix>Und da muss man dann wieder verschieden, das muss man halt wieder einschränken.

01:18:24.210 --> 01:18:30.370
<v Felix>Und dann darauf werden dann auch Risikopotenziale gemappt auf diese verschiedenen Gruppen.

01:18:30.450 --> 01:18:34.850
<v Felix>Und wie wahrscheinlich ist es denn, dass diese Gruppe, dass ich zu Ziel von so einer Gruppe werde?

01:18:38.530 --> 01:18:41.010
<v Ingo>Dann, wie greife ich jetzt das Thema an?

01:18:41.890 --> 01:18:42.210
<v Ingo>So.

01:18:43.730 --> 01:18:45.170
<v Ingo>Nachdem wir geklärt haben, wer das.

01:18:47.090 --> 01:18:48.130
<v Ingo>Warum macht, warum macht.

01:18:48.450 --> 01:18:52.370
<v Gast 1>Vielleicht noch einen ganzen kurzen Kommentar zu diesen Dreiteilungen und sowas.

01:18:52.850 --> 01:18:56.770
<v Gast 1>Mir ist da manchmal nicht so ganz behaglich bei solchen Dingen, sage ich ganz ehrlich,

01:18:57.010 --> 01:19:01.650
<v Gast 1>weil der Hut, den die jeweiligen Personen aufhaben, der kann so schnell wechseln.

01:19:01.810 --> 01:19:02.530
<v Gast 1>Ja, das ist so.

01:19:02.770 --> 01:19:08.050
<v Gast 1>Und wenn so eine Dreiteilung irgendwie mein Security-Konzept eingeflossen ist und ich praktisch so,

01:19:08.610 --> 01:19:11.810
<v Gast 1>wie soll ich sagen, das kann sich dann so schnell ändern.

01:19:11.970 --> 01:19:15.730
<v Gast 1>Ich habe praktisch auf ein paar falsche Annahmen gesetzt an der Stelle schon.

01:19:16.450 --> 01:19:18.050
<v Gast 1>Darum bin ich dann nicht mehr so ganz ganz gut.

01:19:18.290 --> 01:19:21.090
<v Felix>Das geht aber auch ganz klar wieder in Vertrauen hinein.

01:19:21.250 --> 01:19:25.090
<v Felix>Also wenn man ein Security Audit durchführen lässt, dann vertraut man denjenigen,

01:19:25.250 --> 01:19:30.850
<v Felix>dass man, dass wenn das halt durchgeführt wird, dann ist es halt wirklich nur ein Test und nicht,

01:19:31.330 --> 01:19:35.330
<v Felix>dass das dann von einer Firma, dass die diese Information weiterverkaufen.

01:19:35.410 --> 01:19:38.690
<v Felix>Und das ist sehr viel Vertrauen, was da verkauft wird.

01:19:38.930 --> 01:19:39.330
<v Felix>Wird genau.

01:19:39.490 --> 01:19:44.050
<v Gast 1>Aber ich sage nur HB Gary, Federal versus Anonymous.

01:19:44.210 --> 01:19:48.530
<v Gast 1>Was da rausgekommen ist, hat da, würde ich sagen, die Security-Welt doch ganz schön erschüttert.

01:19:48.610 --> 01:19:51.650
<v Felix>Ja, und die werden auch nie wieder irgendwie mit dem Namen mehr Geld.

01:19:53.010 --> 01:19:53.970
<v Felix>Machen können.

01:19:54.530 --> 01:19:55.090
<v Felix>Weiß nicht.

01:19:55.330 --> 01:20:00.210
<v Felix>Also das ist auch wieder wie bei den Autoritäten,

01:20:00.370 --> 01:20:02.610
<v Felix>man verkauft Vertrauen, ganz klar.

01:20:02.850 --> 01:20:06.530
<v Ingo>Also der Firmenname ist definitiv jetzt nach der Aktion verbrannt.

01:20:06.850 --> 01:20:10.610
<v Gast 1>Ja, der Firmenname schon, aber trotzdem geht es im gleichen Stil natürlich mit dem neuen Namen weiter.

01:20:10.770 --> 01:20:11.730
<v Felix>Ja, also unter dem Namen.

01:20:12.050 --> 01:20:18.690
<v Gast 1>Und diese Erkenntnis, dass hier eine Security-Firma mühelos quasi den Whitehead und den Blackhead

01:20:19.170 --> 01:20:24.530
<v Gast 1>wechselt und praktisch sich sogar dazu hinreißen lässt, Angriffscode zu entwickeln,

01:20:24.610 --> 01:20:31.250
<v Gast 1>um ihn dann zu verschachern für Angriffsideen von anderen kommerziellen Unternehmen oder um zum Beispiel

01:20:31.330 --> 01:20:34.690
<v Gast 1>Gewerkschaften anzugreifen im Auftrag von der Handelskammer und soll ja sagen,

01:20:34.850 --> 01:20:39.490
<v Gast 1>das sind eigentlich dann schon tief kriminelle, also kann man es einfach gar nicht anders sagen,

01:20:39.570 --> 01:20:44.850
<v Gast 1>es sind kriminelle Machenschaften, die diese Sicherheitsfirma hier getan hat.

01:20:44.930 --> 01:20:48.450
<v Gast 1>Und ich denke, der Druck wird da in Zukunft noch größer auf die Sicherheitsfirmen.

01:20:48.610 --> 01:20:50.610
<v Gast 1>Also da werden wir mehr solche Fälle haben.

01:20:50.770 --> 01:20:53.570
<v Gast 1>Jetzt hat es geahnt immer, aber jetzt wissen wir es auch schwarz auf weiß.

01:20:53.890 --> 01:20:59.650
<v Felix>Also ich finde, dieser Hut, den man sich aufsetzt, passt sehr gut, weil eine Hüte kann man schnell wegsehen.

01:21:00.370 --> 01:21:01.890
<v Felix>Das ist immer wichtig zu sehen.

01:21:01.970 --> 01:21:05.730
<v Felix>Und deswegen finde ich diese Analogie zu Hüten doch relativ gut, relativ passend.

01:21:05.970 --> 01:21:06.370
<v Felix>Genau.

01:21:08.450 --> 01:21:08.770
<v Felix>So.

01:21:10.450 --> 01:21:11.570
<v Felix>Angriffsvektoren.

01:21:11.810 --> 01:21:12.290
<v Felix>Ja, ja.

01:21:12.450 --> 01:21:17.090
<v Ingo>Wie greife ich denn jetzt diese Systeme, die wir gerade so gebaut haben, an?

01:21:19.330 --> 01:21:19.970
<v Ingo>Möchtest du?

01:21:21.250 --> 01:21:22.690
<v Gast 2>Ich überlasse es mal dir.

01:21:24.050 --> 01:21:29.410
<v Felix>Du machst es ja als Angriffsvektoren, es gibt unzählige Angriffsvektoren.

01:21:30.130 --> 01:21:34.690
<v Felix>Es gibt so viele Angriffsvektoren, speziell wenn das System nicht eingeschränkt ist,

01:21:34.770 --> 01:21:39.490
<v Felix>sondern als Ganzes zu sehen, dass es nur schwer ist, da jetzt zu sagen,

01:21:39.730 --> 01:21:45.890
<v Felix>okay, das System hat die und die Angriffsvektoren, es gibt aber die Möglichkeit einzugrenzen in

01:21:45.890 --> 01:21:50.450
<v Felix>verschiedene Themengebiete von Angriffsvektoren.

01:21:51.410 --> 01:21:55.650
<v Felix>Zum einen gibt es zum Beispiel Angriffe auf Softwareebene.

01:21:55.890 --> 01:22:02.690
<v Felix>Das heißt, man setzt eine bestimmte Software ein und diese Software,

01:22:02.850 --> 01:22:04.130
<v Felix>die hat Bugs.

01:22:04.450 --> 01:22:10.290
<v Felix>Wie jede Software Bugs hat, hat auch irgendeine Software, die kommerziell eingesetzt wird, Bugs.

01:22:11.410 --> 01:22:14.690
<v Felix>Und diese Bugs werden ausgenutzt.

01:22:16.530 --> 01:22:20.370
<v Felix>Sie werden benutzt, damit die Software was anderes tut, als sie vorher,

01:22:20.530 --> 01:22:23.330
<v Felix>als für das, was sie gedacht war eigentlich.

01:22:23.890 --> 01:22:28.530
<v Ingo>Also zum Beispiel so ein Virus, der sich dann einschleicht und eine Hintertür aufmacht,

01:22:28.610 --> 01:22:30.050
<v Ingo>damit ein Spammer darüber verbunden wird.

01:22:30.770 --> 01:22:33.010
<v Gast 2>Der Virus muss ja erstmal irgendwie ins System kommen.

01:22:33.330 --> 01:22:38.690
<v Ingo>Das ist ja erstmal, also, und das macht man dann meistens über irgendwelche Sicherheitslücken.

01:22:39.330 --> 01:22:45.570
<v Ingo>Oft passiert es zum Beispiel, dass man Leuten, die jetzt die Software benutzen,

01:22:46.290 --> 01:22:51.890
<v Ingo>zu viel Vertrauen schenkt, da haben wir es auch wieder mit Vertrauen und dass dann die potenziell Eingaben in

01:22:51.890 --> 01:22:56.290
<v Ingo>das System machen können, die das System in einen Zustand bringen,

01:22:56.370 --> 01:22:59.090
<v Ingo>in dem es was anderes tut, als es eigentlich sollte.

01:22:59.410 --> 01:23:03.490
<v Ingo>Also was man hier mal als Beispiel nehmen könnte, wäre sowas wie Buffer-Overflows,

01:23:03.650 --> 01:23:10.610
<v Ingo>wo man dann einfach weiß, man hat irgendwie einen Buffer, bei dem wird eine Eingabe vom

01:23:10.610 --> 01:23:14.130
<v Ingo>Benutzer zwischengespeichert und der hat eine gewisse feste Größe.

01:23:14.290 --> 01:23:19.250
<v Ingo>Und wenn man diese Größe überschreitet, dann kann man da in bestimmte Speicherbereiche reinschreiben,

01:23:19.570 --> 01:23:21.650
<v Ingo>auf die man normalerweise keine Zugriff haben sollte.

01:23:21.730 --> 01:23:27.570
<v Ingo>Und damit kann man im Endeffekt das System dazu missbrauchen, zum Beispiel Code auszuführen,

01:23:27.650 --> 01:23:30.450
<v Ingo>der zum Beispiel, wie du jetzt gesagt hast, ein Virus installiert oder der,

01:23:30.530 --> 01:23:32.050
<v Ingo>der eine Hintertür aufmacht oder sowas.

01:23:32.210 --> 01:23:37.410
<v Felix>Ja, obwohl man bei Viren immer sagen muss, die hängen schon an einem bestimmten Teil dran.

01:23:37.730 --> 01:23:41.570
<v Ingo>Also ich würde auch sagen, wenn wir jetzt gerade in diesem Kontext von Viren sprechen,

01:23:41.730 --> 01:23:44.210
<v Ingo>Viren in dem Sinne gibt es ja heutzutage eigentlich kaum.

01:23:44.690 --> 01:23:49.170
<v Ingo>Also wir haben immer noch eine Mischform aus Trojaner, aus Wurm, aus Virus.

01:23:49.570 --> 01:23:54.530
<v Ingo>Das sind alles irgendwelche Hybridsysteme, die im Zweifelsfall vielleicht sogar noch ein Plugin-System haben,

01:23:54.690 --> 01:23:56.130
<v Ingo>um bestimmten Code nachzuladen.

01:23:56.450 --> 01:23:58.290
<v Ingo>Sagen wir Schadsoft, Schadzchad.

01:24:00.850 --> 01:24:06.770
<v Ingo>Genau, also man benutzt es einfach, um Schadcode auszuführen und da ist halt schon mal nicht schlecht,

01:24:07.650 --> 01:24:12.210
<v Ingo>gewisse Fehler, die der Programmierer der Software gemacht hat und vielleicht daran gedacht hat,

01:24:12.530 --> 01:24:17.970
<v Ingo>auszunutzen oder vielleicht Fehler, die dieses System, mit dem die Software geschrieben wurde,

01:24:18.050 --> 01:24:19.410
<v Ingo>schon inhärent hat.

01:24:21.170 --> 01:24:25.410
<v Ingo>Sieht man zum Beispiel immer gern, wenn dann irgendwelche Angriffe auf Skriptsprachen gemacht werden,

01:24:25.490 --> 01:24:29.730
<v Ingo>wo dann im Endeffekt Fehler in der Ausführumgebung, also in der virtuellen Maschine,

01:24:29.810 --> 01:24:32.290
<v Ingo>auf der die Skriptsprache läuft, ausgenutzt werden.

01:24:32.530 --> 01:24:37.090
<v Gast 1>Interessant ist bei den Buffer Overflows, wie sie eigentlich, ja, was ist der Anfang davon?

01:24:37.250 --> 01:24:42.530
<v Gast 1>Der Anfang ist einfach zum Beispiel, dass ich es irgendwie schaffe, etwas zum Absturz zu bringen.

01:24:42.610 --> 01:24:44.130
<v Gast 1>Zum Beispiel eine Applikation.

01:24:44.530 --> 01:24:49.890
<v Gast 1>Und indem diese Applikation abstürzt, offenbart sie einen internen Fehler.

01:24:50.530 --> 01:24:54.850
<v Gast 1>Und genau das ist die Stelle, wo ich jetzt der Absturz hat gezeigt,

01:24:54.930 --> 01:24:59.650
<v Gast 1>dass ich mit Maßnahmen den Programmablauf extern kontrollieren kann.

01:24:59.730 --> 01:25:05.970
<v Gast 1>Und jetzt geht es nur noch darum, das durch ein Stückchen Code automatisch und systematisch

01:25:06.290 --> 01:25:07.170
<v Gast 1>auszuwerten.

01:25:07.410 --> 01:25:07.890
<v Gast 1>Das ist alles.

01:25:07.970 --> 01:25:10.610
<v Gast 1>Der Anfang ist gefangen und das finde ich so interessant, gefunden.

01:25:11.330 --> 01:25:13.090
<v Gast 1>Das finde ich so interessant davon.

01:25:13.490 --> 01:25:18.130
<v Gast 1>Der Beginn der Attacke ist ein Softwarefehler,

01:25:18.290 --> 01:25:21.890
<v Gast 1>also ein Qualitätsmangel der Software.

01:25:22.210 --> 01:25:27.570
<v Ingo>Also oft ist da tatsächlich auch so, dass der erste Schritt,

01:25:27.730 --> 01:25:31.970
<v Ingo>bevor man überhaupt anfängt, irgendwie ein System anzugreifen, erstmal Informationsbeschaffung ist.

01:25:32.050 --> 01:25:36.370
<v Gast 2>Also man versucht rauszufinden, was für eine Software läuft da, was für eine Version.

01:25:36.530 --> 01:25:40.610
<v Ingo>Und dann hat man vielleicht schon eine Ahnung, wenn es jetzt vielleicht ein veralteter Webserver ist,

01:25:40.690 --> 01:25:46.130
<v Ingo>da hat man vielleicht schon eine Ahnung, was für Sicherheitslücken da tatsächlich mit drin sind und hat dann

01:25:46.130 --> 01:25:50.930
<v Ingo>schon eine Ahnung, also muss nicht mal großartig rumprobieren, sondern kann dann schon relativ gezielt drauf

01:25:51.010 --> 01:25:57.970
<v Ingo>losgehen und sagen, okay, ich nutze jetzt diese Lücken XYZ aus und habe dann meinen

01:25:57.970 --> 01:25:58.610
<v Ingo>Weg nach ihnen.

01:25:59.970 --> 01:26:05.730
<v Gast 1>Eigentlich ist mir gerade eingefallen, eigentlich kann ich die genau gleiche Aktion vornehmen wie ein

01:26:05.730 --> 01:26:06.690
<v Gast 1>Qualitätstester.

01:26:07.330 --> 01:26:13.730
<v Gast 1>Ich kann anfangen mit einem Regressionstest, in dem ich die Funktionen des Programms Stück für Stück

01:26:13.730 --> 01:26:16.610
<v Gast 1>ausprobiere, ob ich da irgendwas Auffälliges merke.

01:26:17.010 --> 01:26:19.570
<v Gast 1>Dann kann ich rübergehen und sagen, nee, ich habe schon einen gewisse Verdacht,

01:26:19.730 --> 01:26:22.850
<v Gast 1>da gibt es kritischere Stücke vielleicht in dem Programm drin.

01:26:22.930 --> 01:26:28.210
<v Gast 1>Ich probiere es mal genau an der Ecke, so so intuitiv ein bisschen schon bauchgesteuert, agil.

01:26:28.450 --> 01:26:31.890
<v Gast 1>Oder ich kann krass hergehen und einfach sagen, ich gehe mit Fuzzing,

01:26:31.970 --> 01:26:37.330
<v Gast 1>das heißt mit random Inputs an dieses Ding ran und versuche über random Input irgendwo den Fehler,

01:26:37.490 --> 01:26:39.250
<v Gast 1>einen Fehler produzieren zu können.

01:26:40.210 --> 01:26:46.450
<v Ingo>Also im Endeffekt hat man da halt auch gerne gewisse Subsysteme, die anfälliger sind als andere.

01:26:46.530 --> 01:26:49.250
<v Ingo>Wie zum Beispiel jetzt ein Beispiel wäre zum Beispiel jetzt ein Parser,

01:26:49.730 --> 01:26:52.930
<v Ingo>Protokoll Parser oder irgendwie Parser für eine Programmiersprache.

01:26:53.810 --> 01:26:59.250
<v Ingo>Das ist in meisten Fällen ein ziemlich komplexes Stück Software, wo mit hoher Wahrscheinlichkeit

01:26:59.490 --> 01:27:01.730
<v Ingo>Sicherheitslücken drin sind oder halt Fehler.

01:27:02.450 --> 01:27:09.330
<v Ingo>Und das ist im Endeffekt auch ein Teil der Applikation, die der meistens mit Input zu

01:27:09.330 --> 01:27:10.930
<v Ingo>tun hat, der von einem Benutzer kommt.

01:27:11.250 --> 01:27:13.090
<v Gast 2>Das heißt, da hat man im Endeffekt die zwei Faktoren.

01:27:13.170 --> 01:27:15.970
<v Ingo>Man kommt ran und man hat wahrscheinlich Fehler drin, weil es komplexe Software ist.

01:27:16.050 --> 01:27:19.810
<v Ingo>Und da lohnt sich es dann im Endeffekt, tiefer reinzugehen und zu gucken,

01:27:19.890 --> 01:27:25.970
<v Ingo>was kann man denn irgendwie durch gewissen formatierten Input oder so hervorrufen.

01:27:30.370 --> 01:27:32.130
<v Ingo>Weitere Angriffe?

01:27:32.930 --> 01:27:37.410
<v Ingo>Oder gibt es zu dem Software jetzt noch was?

01:27:37.730 --> 01:27:44.210
<v Ingo>Ich sag's mal so, also man könnte da im Endeffekt jetzt eine endlos lange Liste von Fehlern,

01:27:44.290 --> 01:27:47.650
<v Ingo>die schon mal aufgetreten sind oder irgendwelchen Angriffspatterns aufzählen.

01:27:47.890 --> 01:27:50.450
<v Ingo>Aber ich denke mal, wir wollten ja noch eine zweite Sendung zu dem Thema machen.

01:27:51.410 --> 01:27:54.690
<v Ingo>Und da würden wir dann einfach genauer drauf eingehen.

01:27:54.850 --> 01:28:01.010
<v Ingo>Ich würde es jetzt mal so ein bisschen allgemein lassen, weil das, wenn wir da jetzt in jeden dieser Bereiche

01:28:01.010 --> 01:28:03.170
<v Ingo>tief reingehen, dann werden wir heute, glaube ich, nicht mehr verhindern.

01:28:03.570 --> 01:28:07.570
<v Gast 1>Vielleicht nur noch einen Satz dann, das, was momentan wahrscheinlich immer noch das Wichtigste ist,

01:28:07.650 --> 01:28:09.410
<v Gast 1>ist einfach Input-Vidierungsfehler.

01:28:09.570 --> 01:28:16.450
<v Gast 1>Gerade bei Webapplikationen, wo einfach der angenommene Input von außen nicht wirklich geprüft ist und

01:28:16.450 --> 01:28:18.530
<v Gast 1>das ist ein riesiges Gebiet letzten Endes.

01:28:21.170 --> 01:28:26.210
<v Felix>Jeder Vektor dort ist aber auch für sich interessant, weil er halt auf bestimmte Sachen abzieht,

01:28:26.290 --> 01:28:29.410
<v Felix>wo man, wenn man sich einfach sich das anschaut, gar nicht dran denkt.

01:28:30.050 --> 01:28:33.570
<v Felix>Und das wird auf jeden Fall noch eine interessante zweite Sendung.

01:28:34.130 --> 01:28:36.530
<v Gast 1>Und dann ist auch wieder in dem Zusammenhang vielleicht nochmal interessant,

01:28:36.690 --> 01:28:42.370
<v Gast 1>warum sind unsere Systeme dann von einem Fehler so stark betrachtet.

01:28:42.530 --> 01:28:45.490
<v Ingo>Wir haben halt auch wieder so dieses, das ist halt einfach ein Fehler und alles ist weg.

01:28:45.810 --> 01:28:46.290
<v Ingo>Alles ist weg.

01:28:46.370 --> 01:28:48.450
<v Gast 1>Das ist genau wieder das typische Grundprinzip.

01:28:48.610 --> 01:28:50.850
<v Gast 1>Und in der zweiten Sendung können wir uns darüber unterhalten, zum Beispiel,

01:28:50.930 --> 01:28:56.450
<v Gast 1>wie wir vielleicht Server so absichern, dass sie durchaus so einen Inputvalidierungsfehler an bestimmten

01:28:56.450 --> 01:29:01.090
<v Gast 1>Fällen haben können, dass aber seine Effekte letzten Endes minimal sind.

01:29:01.170 --> 01:29:02.610
<v Gast 1>Und ich glaube, da muss man hin.

01:29:02.690 --> 01:29:04.770
<v Gast 1>Weil die Fehler, Fehler wird es immer geben.

01:29:05.250 --> 01:29:09.730
<v Gast 1>Natürlich können wir das Inputvalidierung weiter treiben in Hinricht auf Verifizierung,

01:29:09.890 --> 01:29:11.890
<v Gast 1>auf Sprachedefinition, alles.

01:29:12.050 --> 01:29:14.690
<v Gast 1>Das können wir absichern, aber es werden immer wieder Fehler drin sein.

01:29:14.770 --> 01:29:17.490
<v Gast 1>Es geht darum, diese Fehler harmlos werden zu lassen.

01:29:17.650 --> 01:29:18.850
<v Gast 1>Schadensreduktion.

01:29:18.930 --> 01:29:20.610
<v Gast 1>Erst das gibt ein sicheres System.

01:29:20.770 --> 01:29:23.410
<v Ingo>Also da würde ich halt auch sagen, das ist wieder so ein Vertrauensding macht.

01:29:23.490 --> 01:29:28.210
<v Ingo>Zum einen, also gerade bei Buffer Overflows hat man im Endeffekt mehr oder weniger von der Sprache her das

01:29:28.210 --> 01:29:32.370
<v Ingo>Vertrauen in den Entwickler, dass er in der Lage ist, seinen Speicher sicher zu verwalten.

01:29:32.610 --> 01:29:37.490
<v Ingo>Und halt im Endeffekt auch das Vertrauen gegenüber dem Benutzer, der wird schon nichts Böses eingehen.

01:29:38.770 --> 01:29:41.330
<v Felix>Also dem Benutzer sollte man grundsätzlich nicht vertrauen.

01:29:41.410 --> 01:29:44.130
<v Felix>Das ist auch eigentlich das Pattern, was angewandt werden muss.

01:29:44.690 --> 01:29:46.690
<v Felix>Für alles, besonders Webapplikationen.

01:29:46.930 --> 01:29:49.010
<v Felix>Überall, wo man externe Quellen hat.

01:29:49.090 --> 01:29:53.890
<v Felix>Weil der Benutzer ist normalerweise nicht nur jemand, der intern irgendwas macht.

01:29:54.050 --> 01:29:57.970
<v Felix>Und selbst wenn es intern ist, dann kann es wieder dort zu Problemen gehen.

01:29:58.370 --> 01:29:59.810
<v Felix>Weil Menschen sind halt Menschen.

01:29:59.970 --> 01:30:00.210
<v Felix>Genau.

01:30:00.290 --> 01:30:04.770
<v Gast 1>Das heißt aber auch, dass ich dem Administrator nicht trauen darf und ich darf dem Entwickler nicht trauen.

01:30:05.090 --> 01:30:06.690
<v Gast 1>Denn auch der wird Fehler machen.

01:30:06.930 --> 01:30:09.650
<v Gast 1>Und jetzt ist natürlich so, jetzt trauen wir niemandem.

01:30:10.530 --> 01:30:13.490
<v Gast 1>Und jetzt müssen wir uns langsam überlegen, wie wir uns dann da rausfinden.

01:30:13.890 --> 01:30:14.610
<v Gast 1>Genau.

01:30:15.650 --> 01:30:17.330
<v Ingo>Roboter, alles Roboter.

01:30:17.970 --> 01:30:19.490
<v Felix>Ich traue aber keinem der Roboter gebaut.

01:30:19.730 --> 01:30:19.890
<v Felix>Genau.

01:30:20.050 --> 01:30:21.970
<v Gast 2>Die Roboter wurden halt auch von jemandem gebaut, ja.

01:30:22.530 --> 01:30:25.010
<v Felix>Außer die Roboter haben sich selber gebaut, dann vertraue ich hier.

01:30:27.170 --> 01:30:27.490
<v Felix>Ja.

01:30:27.730 --> 01:30:29.490
<v Ingo>Und dann übernehmen die Roboter die Wert verboten.

01:30:29.650 --> 01:30:31.170
<v Felix>Das ist kein Problem, dann haben sie es verdient.

01:30:32.770 --> 01:30:37.810
<v Ingo>Okay, weitere Angriffe, die man so auf Systeme fahren kann.

01:30:37.890 --> 01:30:41.810
<v Ingo>Wenn es nicht oder okay, irgendwie hat es ja doch immer mit Software zu tun,

01:30:42.450 --> 01:30:49.330
<v Ingo>außer wir sind jetzt beim Menschen, der dann halt immer ja so quasi

01:30:49.330 --> 01:30:51.010
<v Ingo>auch mit das schwächste Glied ist.

01:30:52.050 --> 01:30:56.530
<v Ingo>Also wo wir vorhin vielleicht schon mal drüber geredet haben, wäre jetzt so Angriffe auf Netzwerke-Ebene.

01:30:56.930 --> 01:31:02.290
<v Ingo>Man kann zum Beispiel sich so vorstellen, man authentifiziert sich gegenüber von einem System,

01:31:02.450 --> 01:31:07.250
<v Ingo>dass er die und da hat man im Endeffekt vielleicht jemanden, der mitliest.

01:31:08.210 --> 01:31:11.810
<v Ingo>Wenn man die Software dann schlecht designt hat und keine Verschlüsselung einsetzt,

01:31:12.290 --> 01:31:16.130
<v Ingo>dann hat er natürlich auch diese Zugangsdaten von dem Benutzer und sieht,

01:31:16.210 --> 01:31:19.810
<v Ingo>was der Benutzer tut und kann das vielleicht unterwegs auch gleich manipulieren.

01:31:20.050 --> 01:31:25.090
<v Ingo>Dann haben wir halt im Endeffekt auch noch das Problem mit Man-the-Middle-Angriffen.

01:31:25.250 --> 01:31:30.130
<v Ingo>Das heißt, selbst wenn man Verschlüsselung einsetzt und aber die Schlüssel nicht gegenprüft,

01:31:30.210 --> 01:31:34.930
<v Ingo>dann hat man im Endeffekt halt auch noch die Situation, dass man zum Beispiel sagen könnte,

01:31:35.250 --> 01:31:41.730
<v Ingo>man manipuliert DNS-Einträge und schaltet sich irgendwo dazwischen oder man tut im lokalen Netzwerk

01:31:41.890 --> 01:31:44.450
<v Ingo>Arptabellen vergiften oder was ist.

01:31:44.610 --> 01:31:50.610
<v Ingo>Man hat da diverse Möglichkeiten, sich irgendwie in die Kommunikation zwischen zwei Rechnern einzuklinken und

01:31:50.610 --> 01:31:52.690
<v Ingo>da entweder mitzulesen oder zu manipulieren.

01:31:52.850 --> 01:31:53.970
<v Gast 2>Also ich denke.

01:31:54.610 --> 01:31:56.450
<v Ingo>Da fallen mir immer Alice und Bob ein.

01:31:56.690 --> 01:31:58.130
<v Gast 2>Richtig, das ist auch das normale Beispiel.

01:31:58.290 --> 01:32:05.090
<v Gast 2>Alice will mit Bob kommunizieren, Mallory will den will

01:32:05.170 --> 01:32:06.770
<v Gast 2>irgendwie mithören.

01:32:07.330 --> 01:32:14.210
<v Ingo>Mallory will normalerweise bösen bösen Input einschleusen und Eve,

01:32:14.290 --> 01:32:16.770
<v Ingo>also Eve's Dropping will dann mithören.

01:32:16.850 --> 01:32:20.290
<v Ingo>Ja, das sind meistens so die Standardbeispiele, die man da hat.

01:32:21.810 --> 01:32:26.530
<v Ingo>Genau, man klingt sich also irgendwie in die Kommunikation ein, hört mit oder verändert die in dem Fall sogar.

01:32:26.850 --> 01:32:27.970
<v Ingo>Ja, genau.

01:32:28.450 --> 01:32:33.890
<v Ingo>Und ja, also im Endeffekt, was einem da tatsächlich auf der Ebene sehr stark hilft,

01:32:34.130 --> 01:32:37.650
<v Ingo>sind Kryptografie und im Speziellen halt Verschlüsselung und Signatur.

01:32:37.810 --> 01:32:39.330
<v Ingo>Ja, und die Überprüfung.

01:32:39.890 --> 01:32:42.690
<v Ingo>Richtig, und die Überprüfung der vor allem der Signatur.

01:32:42.930 --> 01:32:43.970
<v Felix>Ja, Validierung.

01:32:44.530 --> 01:32:46.210
<v Ingo>Also klar, das kann man es auch gleich lassen.

01:32:46.290 --> 01:32:51.330
<v Ingo>Oder vielleicht nicht gleich lassen, aber es ist zumindest blöd, wenn man es nicht tut.

01:32:51.490 --> 01:32:56.370
<v Gast 1>Ja, aber das wirft die interessante Frage auf, wenn wir jetzt also wieder ein Einfallsloch gestopft haben.

01:32:56.610 --> 01:33:02.290
<v Gast 1>Wir haben also die kanalbasierte Security witzlos gemacht, weil wir jetzt auf Objektbasis arbeiten.

01:33:02.850 --> 01:33:05.010
<v Gast 1>Ja, was wird jetzt dann der Angriff sein?

01:33:05.090 --> 01:33:09.170
<v Gast 1>Und da bleibt eigentlich fast nur noch der Kopf dann übrig der Teilnehmer.

01:33:09.330 --> 01:33:14.370
<v Gast 1>Das heißt, wie kriege ich dann die Teilnehmer dazu, dass sie ihre tollen Signaturen und Verschlüsselungen

01:33:14.370 --> 01:33:16.610
<v Gast 1>genauso anwenden, wie ich es haben will.

01:33:17.250 --> 01:33:21.410
<v Gast 1>Also das heißt, die ganzen sozialen Attacken, die auf dem Verstand letzten Endes,

01:33:21.970 --> 01:33:24.210
<v Gast 1>da denke ich, das hat noch ganz große Zukunft.

01:33:24.610 --> 01:33:27.490
<v Gast 1>Aber mit dem Phishing war halt auch nur ein Anfang erstmal.

01:33:27.810 --> 01:33:31.490
<v Ingo>Ich rufe einfach bei denen an und sage, geben Sie mir nochmal Ihr Passwort.

01:33:31.570 --> 01:33:38.210
<v Ingo>Ich bin hier von Ihrer IT-Abteilung und ich muss da mal, geben Sie mir schnell Ihr Passwort und die meisten

01:33:38.210 --> 01:33:39.250
<v Ingo>Leute machen es wahrscheinlich auch.

01:33:39.490 --> 01:33:44.530
<v Gast 1>Vielleicht nicht ganz so einfach mehr, aber so in dem Grundmuster hat es einen gewissen Reiz.

01:33:45.170 --> 01:33:46.210
<v Ingo>Hat ganz lange funktioniert.

01:33:46.530 --> 01:33:50.930
<v Ingo>Wer dann mal Interesse an Beispielen hat, da gibt es von Kevin Mitnick das Buch Die Kunst der Täuschung.

01:33:52.050 --> 01:33:55.250
<v Ingo>Viel aus einem Film, der darüber sieht.

01:33:55.810 --> 01:33:59.090
<v Ingo>Ich glaube, Hackers drei oder zwei?

01:33:59.410 --> 01:34:00.290
<v Ingo>Hast du gestern zwei?

01:34:00.370 --> 01:34:00.530
<v Ingo>Ja.

01:34:00.770 --> 01:34:01.570
<v Ingo>Ich glaube, ja.

01:34:02.850 --> 01:34:03.730
<v Ingo>Der hat auch irgendwas zu tun.

01:34:05.890 --> 01:34:10.370
<v Ingo>Ja, weiß nicht mehr, aber irgendwie hatte das auch was damit zu tun.

01:34:10.450 --> 01:34:14.290
<v Ingo>Aber Kevin Midnick, Kunst der Täuschung, der ist ja auch in den Knast gegangen dafür.

01:34:14.610 --> 01:34:18.050
<v Ingo>Ja, der hat halt mit dem Telefon so ein paar hunderttausend Dollar erbeutet,

01:34:18.210 --> 01:34:21.330
<v Ingo>indem er nur Leute angerufen hat und sich Informationen verschafft hat.

01:34:21.810 --> 01:34:25.250
<v Gast 1>Man muss ganz klar sehen, Kevin Midnick war kein technischer Hacker.

01:34:25.730 --> 01:34:26.450
<v Gast 1>Überhaupt nicht.

01:34:26.690 --> 01:34:32.450
<v Gast 1>Er hat rein auf der Social Engineering-Ebene gearbeitet und das extrem effizient.

01:34:32.850 --> 01:34:39.330
<v Gast 1>Und ich glaube, die zentrale Erkenntnis ist einfach so, die Täuschung funktioniert in dem,

01:34:39.410 --> 01:34:40.930
<v Gast 1>was er nicht gesagt hat.

01:34:41.330 --> 01:34:47.970
<v Gast 1>Das ist der ganze, die Kunst der Täuschung besteht darin, dem User seinen eigenen falschen Schluss ziehen zu

01:34:47.970 --> 01:34:50.610
<v Gast 1>lassen, indem ich ihm gewisse Dinge vorwerfe.

01:34:50.770 --> 01:34:55.570
<v Gast 1>Aber den Schluss muss der User selber ziehen, den falschen, und dann tappt er in seine Falle,

01:34:55.650 --> 01:34:57.090
<v Gast 1>weil dann hat er ja selber überlegt.

01:34:57.250 --> 01:34:59.970
<v Gast 1>Das ist genau der Weg, in die Falle, die Kunst der Täuschung.

01:35:00.130 --> 01:35:03.410
<v Ingo>Also, was man dazu noch sagen muss, die Kunst der Täuschung, viele der Beispiele,

01:35:03.490 --> 01:35:10.130
<v Ingo>die in dem Buch genannt werden, würden heutzutage aufgrund anderer Mentalität oder anderer Gegebenheiten

01:35:10.130 --> 01:35:12.690
<v Ingo>einfach nicht mehr funktionieren und haben zu der Zeit funktioniert.

01:35:12.850 --> 01:35:19.250
<v Ingo>Aber im Endeffekt ist mir da dieses Pattern aufgefallen, dass er im Endeffekt zuerst einfach mal

01:35:19.250 --> 01:35:24.530
<v Ingo>triviale Informationen erfragt hat, an gewissen Stellen, die eigentlich nichts zu sagen haben und diese

01:35:24.530 --> 01:35:29.410
<v Ingo>triviale Information dann dazu genutzt hat, an späteren Stellen, wo es dann wichtiger wird,

01:35:29.730 --> 01:35:35.330
<v Ingo>es so aussehen zu lassen, als würde er dazugehören, weil er kennt ja diese Trivia praktisch.

01:35:35.730 --> 01:35:39.490
<v Ingo>Also er kennt irgendwelche Internas, er kennt Namen von Mitarbeitern,

01:35:39.570 --> 01:35:44.130
<v Ingo>erkennt Organisationsstrukturen und das lässt alles dann so aussehen,

01:35:44.210 --> 01:35:45.810
<v Ingo>als ob er den dazugehören würde.

01:35:45.890 --> 01:35:50.690
<v Ingo>Und wenn er dann anruft und sagt, okay, ich habe jetzt hier mal mein Passwort vergessen und lässt die Leute

01:35:50.690 --> 01:35:55.890
<v Ingo>dann glauben, er kommt tatsächlich aus der Firma, dann wird ihm das Passwort wahrscheinlich vorgelesen oder

01:35:55.890 --> 01:35:56.770
<v Ingo>zurückgesetzt oder was.

01:35:56.930 --> 01:35:59.730
<v Gast 1>Und in einem guten Umfeld ist ja Misstrauen auch peinlich.

01:36:00.290 --> 01:36:05.330
<v Gast 1>Das heißt, da will ich eigentlich gar nicht dieses Misstrauen zeigen und das damit spielt er natürlich auch

01:36:05.330 --> 01:36:05.810
<v Gast 1>sofort wieder.

01:36:06.130 --> 01:36:08.370
<v Gast 2>Genau, das ist halt auch dieser psychologische Aspekt.

01:36:08.450 --> 01:36:14.210
<v Ingo>Man möchte im Endeffekt, gerade wenn es jetzt zum Beispiel ein hohes Tier aus einer anderen Abteilung ist,

01:36:14.290 --> 01:36:18.050
<v Ingo>dann möchte man dem ja nicht vorenthalten, dass der jetzt ein Tag nicht,

01:36:18.450 --> 01:36:21.250
<v Ingo>also möchte nicht dazu führen, dass der jetzt einen Tag nicht arbeiten kann,

01:36:21.330 --> 01:36:23.330
<v Ingo>weil er sein Passwort nicht zurückgesetzt bekommt.

01:36:24.210 --> 01:36:26.290
<v Ingo>Weil das würde einen ja selber blöd aussehen lassen.

01:36:26.450 --> 01:36:28.690
<v Ingo>Und ich glaube, mit sowas, da spielen die Leute dann halt auch.

01:36:29.170 --> 01:36:36.050
<v Felix>Also das ist halt besonders interessant für die für die Randgruppe der Blackhead,

01:36:36.290 --> 01:36:41.970
<v Felix>also für Leute, die mit, indem sie keine Skrupel haben, Menschen auszunutzen,

01:36:42.210 --> 01:36:46.930
<v Felix>indem sie dies tatsächlich verwenden, um an Informationen zu kommen.

01:36:47.330 --> 01:36:53.490
<v Felix>Und das ist, äh, die Sache ist halt, das ist nicht interessant für Greyhead-Hacker,

01:36:53.810 --> 01:37:00.290
<v Felix>für Studenten, die einfach an Technik Spaß haben, weil sie haben nicht an sozialen

01:37:01.170 --> 01:37:03.810
<v Felix>Auseinandersetzungen Spaß, sondern an der Technik.

01:37:04.050 --> 01:37:11.010
<v Felix>Und das schließt so ein bisschen die Gruppe aus, was man überlegen muss, ob das tatsächlich was Gutes ist.

01:37:11.090 --> 01:37:15.410
<v Felix>Also ganz klar ist es ein Vorteil, ein Sicherheitsvorteil,

01:37:15.810 --> 01:37:22.370
<v Felix>wenn man komplett sozusagen die Technik sicher hat, aber dann gibt es halt immer noch die Angriffe auf auf den

01:37:22.370 --> 01:37:23.090
<v Felix>Menschen selbst.

01:37:23.170 --> 01:37:29.090
<v Felix>Und da gibt es ein relativ gutes Buch Hacking the Next Generation von Bill O'Reilly,

01:37:29.170 --> 01:37:30.370
<v Felix>äh, von der O'Reilly.

01:37:33.010 --> 01:37:39.810
<v Felix>Und die sprechen halt ganz klar an, die aktuellen Angriffsszenarien spielen genau auf solche

01:37:40.770 --> 01:37:42.050
<v Felix>sozialen Punkte an.

01:37:42.130 --> 01:37:48.690
<v Felix>Und gar nicht mehr so viel darauf, dass man irgendwie einen Zero-Day-Exploit für den neuesten Apache hat,

01:37:48.930 --> 01:37:53.570
<v Felix>sondern tatsächlich, dass man so soziale Vernetzungen ausnutzt.

01:37:54.130 --> 01:37:59.330
<v Felix>Und ja, es ist halt ein bisschen schade für Leute,

01:37:59.490 --> 01:38:02.850
<v Felix>die Spaß an Technik haben, wenn sowas dann komplett ausgesperrt wird.

01:38:02.930 --> 01:38:05.090
<v Felix>Aber das wird in nächster Zeit nicht passieren.

01:38:05.810 --> 01:38:12.530
<v Felix>Das ist, muss man sehen, man hat zu viele Legacy-Komponenten, im System Internet zum Beispiel.

01:38:12.930 --> 01:38:17.170
<v Ingo>Sagen wir es mal so, unsere Systeme sind noch kaputt genug, dass wir da noch Spaß dran haben können.

01:38:18.370 --> 01:38:20.050
<v Ingo>Man muss sich ja nur E-Mail angucken, ne?

01:38:20.450 --> 01:38:24.770
<v Ingo>Das ist einfach so alt, damals so alt wie das Internet.

01:38:25.570 --> 01:38:30.530
<v Ingo>Die paar Professoren damals haben sich irgendwie vertraut und das ist heute noch unser Problem.

01:38:30.610 --> 01:38:35.650
<v Ingo>Ja, also gerade bei E-Mail, da wären wir vielleicht wieder beim weiteren Angriffsvektor Angriffe auf

01:38:35.650 --> 01:38:36.290
<v Ingo>Protokollebene.

01:38:36.370 --> 01:38:42.610
<v Ingo>Ich meine, bei E-Mail, da hat man im Endeffekt auf Protokollebene kaum Sicherheitsvorkehrung.

01:38:42.690 --> 01:38:48.530
<v Ingo>Also man kann im Endeffekt in den Absender-Header jede beliebige E-Mail-Adresse reinschreiben,

01:38:48.610 --> 01:38:52.290
<v Ingo>ohne dass es irgendjemand interessiert, weil das einfach nicht gegengeprüft wird.

01:38:52.690 --> 01:38:59.090
<v Ingo>Und da wird halt im Endeffekt nur geguckt, wo geht denn die E-Mail hin, aber nicht, woher kommt sie.

01:38:59.170 --> 01:39:01.890
<v Ingo>Oder kommt sie tatsächlich von demjenigen, der das vorgibt, zu sein?

01:39:02.130 --> 01:39:04.930
<v Gast 1>Ja, aber das, was mich immer verblüfft hat, wenn ich damit, sagen wir mal,

01:39:05.010 --> 01:39:09.570
<v Gast 1>eher nicht-ITL dann rede, ist, das ist genauso, wie Brief funktioniert.

01:39:09.970 --> 01:39:16.050
<v Gast 1>Genauso, was da auf dem Envelop, auf dem Umflag draufsteht, ist Schall und Rauch, theoretisch.

01:39:17.650 --> 01:39:22.130
<v Gast 1>Das hat genau das gleiche Sicherheitsproblem, aber es gelingt den Leuten irgendwie nicht, das zu übertragen.

01:39:24.210 --> 01:39:24.690
<v Gast 1>Erstaunlich.

01:39:25.010 --> 01:39:27.570
<v Felix>Man hat halt andere Merkmale beim Brief.

01:39:28.210 --> 01:39:30.290
<v Felix>Man erwartet Briefe normalerweise.

01:39:30.450 --> 01:39:32.290
<v Felix>Außer es ist ja jetzt eine Rechnung zum Beispiel.

01:39:32.610 --> 01:39:34.210
<v Gast 2>Ja, die erwartet man vielleicht auch.

01:39:34.290 --> 01:39:37.010
<v Gast 1>Oder Strafzettel, den erwarte ich dann auch nicht unbedingt.

01:39:37.570 --> 01:39:38.610
<v Felix>Ja, also je nachdem.

01:39:39.330 --> 01:39:43.570
<v Felix>Aber bei E-Mails ist es halt so, man bekommt so Unmengen an E-Mails am Tag,

01:39:43.730 --> 01:39:48.690
<v Felix>dass man halt, dass man da jetzt nicht mehr so auf verschiedene Pattern achten wird,

01:39:48.930 --> 01:39:53.170
<v Felix>weil es halt einfach so eine große Anzahl an Nachrichten ist, die man erhält.

01:39:53.330 --> 01:39:56.050
<v Ingo>Naja, gut, der Unterschied ist, Briefe kosten Geld.

01:39:56.610 --> 01:39:57.170
<v Ingo>Ja, genau.

01:39:57.570 --> 01:39:58.930
<v Ingo>Briefe zum Verschicken kostet.

01:39:59.210 --> 01:40:00.250
<v Felix>Geld, davon kriege ich einfach nicht.

01:40:00.650 --> 01:40:02.010
<v Gast 1>Die fallen werden auch immer mehr.

01:40:02.090 --> 01:40:07.930
<v Gast 1>Ich habe jetzt gerade gelesen gehabt, diese schwedische Familie, die mit dem was war das,

01:40:08.090 --> 01:40:14.490
<v Gast 1>iPhone bewaffnet, in Kurzurlaub geht und ein paar Stunden da mit zwei Kindern im Auto verbringen muss und die

01:40:14.490 --> 01:40:18.730
<v Gast 1>Mutter kommt auf die Idee, sie lädt eine iPhone ab runter.

01:40:19.290 --> 01:40:26.170
<v Gast 1>Und tatsächlich für Stunden hinten herrscht Ruhe auf den Hintersitzen

01:40:26.410 --> 01:40:30.890
<v Gast 1>und am nächsten Tag oder über denn Tag trudeln die Rechnungen ein und zwar ganz,

01:40:30.970 --> 01:40:31.690
<v Gast 1>ganz massiv.

01:40:31.770 --> 01:40:36.570
<v Gast 1>Der große hat über 4.500 Euro Schar, was weißt du, Krone oder so,

01:40:36.650 --> 01:40:42.970
<v Gast 1>was die da immer haben, hat das verursacht und der kleine war nicht viel billiger.

01:40:43.290 --> 01:40:47.130
<v Gast 1>Was war, ja, diese Applikation, diese iPhone-Up, die hat deutlich gesagt,

01:40:47.290 --> 01:40:52.010
<v Gast 1>also man kann Virtual Goods erwerben und die Kinder waren da recht gut im Erwerben und die hatten etliche

01:40:52.010 --> 01:40:56.490
<v Gast 1>Stunden Zeit und da hat jeder Download gleich, die haben sich dann die schönen Dinge für 80 Euro das Stück

01:40:56.810 --> 01:40:57.770
<v Gast 1>ausgesucht.

01:40:58.010 --> 01:41:04.090
<v Gast 1>Und die Familie, die ist also hier in Omacht gefallen, wie sie dann in zwei Tagen später die Rechnungen

01:41:04.090 --> 01:41:06.090
<v Gast 1>präsentiert bekamen für dieses Ding.

01:41:06.170 --> 01:41:11.770
<v Gast 1>Ja, man, die E-Applik-Aktion hätte es doch geschrieben hier, dass da kostenpflichtige Dinge hat.

01:41:11.850 --> 01:41:13.850
<v Gast 1>Die Mutter hat das natürlich nicht gesehen in der Eile.

01:41:14.250 --> 01:41:20.810
<v Gast 1>Und also das sind natürlich Aussagen, die, da denke ich, wird der Gesetzgeber in Zukunft doch

01:41:20.810 --> 01:41:22.170
<v Gast 1>deutlicher gefordert sein.

01:41:22.330 --> 01:41:26.810
<v Gast 1>Wir haben gewisse Minimumansprüche an Usability und Security.

01:41:27.050 --> 01:41:31.610
<v Gast 1>Und Security, die nicht wirklich usable ist, die man nicht bemerken kann und all solche Sachen,

01:41:31.770 --> 01:41:35.050
<v Gast 1>tut mir leid, die kann auch wirklich rechtlich dann nicht mehr zählen.

01:41:35.130 --> 01:41:40.170
<v Gast 1>Also auch da müssen wir doch deutlich härter werden, denke ich, die Ansprüche höher schrauben.

01:41:40.570 --> 01:41:43.370
<v Gast 1>Weil das sind also das sind keine guten Zustände hier.

01:41:43.770 --> 01:41:47.770
<v Ingo>Also gerade das Vertrauen in falsche Medien hat man vor kurzem auch wieder gesehen,

01:41:47.930 --> 01:41:52.090
<v Ingo>als diese Debatte um den Twitter-Account des Regierungssprechers war.

01:41:52.410 --> 01:41:53.850
<v Gast 2>Ich weiß nicht, habt ihr das mitbekommen?

01:41:54.010 --> 01:41:54.170
<v Gast 2>Nee.

01:41:54.730 --> 01:42:00.170
<v Ingo>Ja, jetzt gibt es auf Twitter den Rec-Sprecher oder Rec-Sprech oder irgendwie sowas.

01:42:00.410 --> 01:42:06.090
<v Ingo>Jedenfalls gibt es da einen Twitter-Account, wo von offizieller Stelle vom Regierungssprecher

01:42:07.290 --> 01:42:08.970
<v Ingo>Ankündigungen veröffentlicht haben.

01:42:09.210 --> 01:42:10.410
<v Ingo>Das ist wirklich offiziell.

01:42:10.810 --> 01:42:12.730
<v Ingo>Das ist offiziell und das wird da veröffentlicht.

01:42:12.810 --> 01:42:17.690
<v Ingo>Und dann gab es da halt so eine Pressekonferenz mit den Hauptstadtjournalisten und die waren dann alle total

01:42:17.690 --> 01:42:23.850
<v Ingo>irritiert und haben da ja, aber das Internet ist unsicher, ich habe gerade nachgeguckt im Internet und solche

01:42:23.850 --> 01:42:24.170
<v Ingo>Geschichten.

01:42:24.250 --> 01:42:28.170
<v Ingo>Und die haben dann halt als Alternative diese, denen sie mehr vertrauen,

01:42:28.250 --> 01:42:30.650
<v Ingo>halt sowas wie Fax und E-Mail genannt.

01:42:31.450 --> 01:42:38.090
<v Ingo>Und da merkt man auch mal wieder, wie da der Abstand zur Realität wieder

01:42:38.250 --> 01:42:39.210
<v Ingo>zum Vorschein kommt.

01:42:39.290 --> 01:42:42.730
<v Ingo>Ich meine, im Endeffekt, sie vertrauen jetzt einem Webdienst nicht,

01:42:42.970 --> 01:42:48.970
<v Ingo>der seine Sachen per HTTPS anbietet und eigentlich auch eine ordentliche Benutzerauthentifizierung und so

01:42:48.970 --> 01:42:51.930
<v Ingo>weiter hat, aber man vertraut einem System, was sich beliebig fälschen lässt.

01:42:52.170 --> 01:42:53.850
<v Ingo>Weil man es halt schon kennt, schon eine Weile.

01:42:54.010 --> 01:42:54.810
<v Unbekannt>Ja, klar.

01:42:56.010 --> 01:42:56.330
<v Unbekannt>Ja.

01:42:57.290 --> 01:42:57.610
<v Unbekannt>Okay.

01:42:57.770 --> 01:42:59.770
<v Ingo>Ich habe gerade mal nachgeguckt, ja, tatsächlich.

01:43:00.010 --> 01:43:00.330
<v Ingo>Ja.

01:43:00.970 --> 01:43:01.290
<v Ingo>Okay.

01:43:01.690 --> 01:43:02.970
<v Ingo>Verifiziertes Konto.

01:43:03.130 --> 01:43:06.250
<v Ingo>Also das ist vor kurzem auch wiederum über Twitter gegangen.

01:43:06.730 --> 01:43:09.050
<v Ingo>Ich habe in letzter Zeit echt wenig getwittert, irgendwie.

01:43:09.210 --> 01:43:09.530
<v Ingo>Ja.

01:43:10.330 --> 01:43:14.170
<v Ingo>Ach ja, bei mir ist der Hype schon wieder vorbei.

01:43:14.810 --> 01:43:15.610
<v Ingo>So nach dem Motto.

01:43:15.930 --> 01:43:18.650
<v Ingo>Wir waren aber noch bei Angriff auf Protokollebene.

01:43:18.810 --> 01:43:22.010
<v Ingo>Da hatten wir noch ein Beispiel, was wir auch schon mal in der Talksendung hatten,

01:43:22.170 --> 01:43:28.970
<v Ingo>nämlich dieses Pin-Karten-System, was auf dem letzten Kongress vorgestellt worden

01:43:28.970 --> 01:43:35.370
<v Ingo>ist, wo man einfach so eine normale Bankkarte nimmt und damit dann bezahlen will und das mit einer

01:43:35.370 --> 01:43:39.930
<v Ingo>Fremden auch macht, indem man dann dem Automaten irgendwie vortäuscht,

01:43:40.010 --> 01:43:41.050
<v Ingo>hey, du brauchst keine PIN.

01:43:41.290 --> 01:43:47.290
<v Ingo>Genau so wie ihr kennt doch bei aus Star Wars so, du brauchst keine Pin.

01:43:47.690 --> 01:43:48.650
<v Ingo>Du brauchst keine Pin.

01:43:49.210 --> 01:43:50.250
<v Ingo>Die sind nicht die.

01:43:52.970 --> 01:43:55.690
<v Ingo>Genau, die hier gibt es keine GD-Ritter, die sie suchen.

01:43:56.170 --> 01:43:57.370
<v Gast 2>War das doch in Star Wars, oder?

01:43:57.850 --> 01:43:58.250
<v Gast 2>Weißt du nicht?

01:43:58.650 --> 01:43:59.930
<v Unbekannt>Ja, bestimmt.

01:44:01.610 --> 01:44:02.250
<v Unbekannt>Egal.

01:44:03.530 --> 01:44:04.170
<v Unbekannt>Ja, genau.

01:44:06.010 --> 01:44:07.930
<v Ingo>Also das ist ja auch dasselbe.

01:44:08.090 --> 01:44:14.250
<v Ingo>Es ist halt, die Systeme, man denkt halt, die sind sicher, aber es gibt immer wieder Angriffe,

01:44:14.410 --> 01:44:19.690
<v Ingo>die dann halt doch zeigen, irgendwo an irgendeiner Stelle ist nicht zu Ende gedacht worden oder sind halt

01:44:19.690 --> 01:44:22.890
<v Ingo>Sachen eingebaut worden, die man sich halt auch ausnutzen lassen.

01:44:23.210 --> 01:44:29.530
<v Ingo>Wie bei der Geschichte, dass man halt sagen kann, das waren zwei Sachen, die gleichzeitig benutzt wurden.

01:44:30.570 --> 01:44:33.530
<v Ingo>Man hat im Geschäft, hat man es so aussehen lassen, man hat ja immer die Option,

01:44:33.610 --> 01:44:38.410
<v Ingo>ähm, unterschreibt man den jetzt auf einem Zettel, dass man was mit Kreditkarte gekauft hat,

01:44:38.490 --> 01:44:39.690
<v Ingo>oder gibt man eine Pin ein.

01:44:39.770 --> 01:44:43.530
<v Ingo>Und bei der Pin ist halt, je nachdem, bei welchem Anbieter man da ist,

01:44:43.850 --> 01:44:49.050
<v Ingo>halt auch oft so, dass die dann halt bei Missbrauchsfällen sagen, das geht uns nichts an,

01:44:49.370 --> 01:44:51.210
<v Ingo>die PIN kannst nur du wissen.

01:44:52.410 --> 01:44:59.210
<v Ingo>Und in dem Fall war das jetzt halt so, dass die halt auf Protokollebene die Möglichkeit zugelassen haben,

01:45:00.490 --> 01:45:07.370
<v Ingo>dem zu sagen, okay, ich habe jetzt mit Unterschrift

01:45:07.370 --> 01:45:14.090
<v Ingo>gezahlt, aber man tut halt im Laden so, als würde man einfach eine Pin eingeben und dann bekommt das

01:45:14.090 --> 01:45:18.490
<v Ingo>halt derjenige, der da am Schalter steht oder so, bekommt das halt überhaupt nicht mit.

01:45:18.570 --> 01:45:23.130
<v Ingo>Und da hat man im Endeffekt so diesen, diesen, in dem Fall ist tatsächlich ein Man-the-Middle-Angriff,

01:45:23.450 --> 01:45:28.490
<v Ingo>weil man dann noch eine Software und zwischen die Pincarte und den eigentlichen Laser.

01:45:28.810 --> 01:45:30.170
<v Gast 2>Sorry, klemmen muss.

01:45:30.250 --> 01:45:31.690
<v Ingo>Ich muss mal kurz was trinken.

01:45:32.010 --> 01:45:32.970
<v Ingo>Ach du mal weiter.

01:45:33.690 --> 01:45:40.090
<v Felix>Genau, und man hat diesen Laser zwischen Pinkarte und diesem

01:45:40.090 --> 01:45:45.610
<v Felix>Chipkartenlesegerät und steckt diese Karte halt rein.

01:45:45.930 --> 01:45:52.490
<v Felix>Und die hat dieser Zwischen, diese Zwischenkarte hat zwei

01:45:52.490 --> 01:45:56.490
<v Felix>Kontakte, halt einmal hin zum Laser und einmal hin zur Karte.

01:45:56.730 --> 01:46:00.810
<v Felix>Und der Laser spricht jetzt mit der vermeintlichen Karte.

01:46:00.970 --> 01:46:07.370
<v Felix>In Wirklichkeit geht es halt mit so kleinen Computer und dieser Computer setzt dann die Befehle dann

01:46:07.370 --> 01:46:12.970
<v Felix>entsprechend so um, dass er den einen Punkt umschreibt, dass er der PIN-Karte sagt,

01:46:13.690 --> 01:46:19.610
<v Felix>dass er der SIM-Karte sagt, dass du keine Pin brauchst, der EC-Karte.

01:46:20.090 --> 01:46:26.970
<v Felix>Und so funktioniert dann, so gibt dir dann halt trotzdem ihr Geheimnis halt preis und verifiziert

01:46:26.970 --> 01:46:32.890
<v Felix>dann halt den Zahlungsverkehr und gibt es halt entsprechend zurück,

01:46:32.970 --> 01:46:39.530
<v Felix>das geht dann wieder durch diesen Computer durch und entsprechend die Zahlung ist dann sozusagen

01:46:39.770 --> 01:46:40.330
<v Felix>valide.

01:46:40.730 --> 01:46:43.290
<v Gast 1>Aller Security-Fehleranfang ist die Option.

01:46:43.930 --> 01:46:45.610
<v Gast 1>Ganz genau, wie das alte Spiel.

01:46:45.850 --> 01:46:52.090
<v Gast 1>Downgrades von Sicherheitsparametern, Aushandeln von Sicherheitsparametern und das ganze Zeug.

01:46:52.650 --> 01:46:54.170
<v Gast 1>Das sind nur Einfallstore.

01:46:54.250 --> 01:46:55.530
<v Gast 1>Das ist immer das gleiche Muster.

01:46:57.130 --> 01:46:58.490
<v Ingo>Mach ich SSL über Klartext.

01:46:59.050 --> 01:47:02.410
<v Ingo>Ja, oder ein gutes Beispiel, was heute noch eingesetzt wird, ist GSM.

01:47:02.490 --> 01:47:08.570
<v Gast 2>Also Mobilfunk, da ist es ja standardmäßig so, dass die Telefone eigentlich in der Lage wären,

01:47:08.650 --> 01:47:11.610
<v Gast 2>anzuzeigen, ob sie eine verschlüsselte Verbindung haben.

01:47:12.650 --> 01:47:16.250
<v Ingo>Das lässt sich aber mit einem Bit, was auf der SIM-Karte gesetzt ist,

01:47:16.330 --> 01:47:19.610
<v Ingo>abschalten und das ist standardmäßig bei den meisten Providern deaktiviert.

01:47:20.170 --> 01:47:26.490
<v Ingo>Und so handeln dann im Endeffekt die Telefone mit ihrer Mobilfunkstation

01:47:28.010 --> 01:47:31.690
<v Ingo>einen Verschlüsselungsalgorithmus aus oder keinen, weil es gibt auch die Option,

01:47:31.770 --> 01:47:33.130
<v Ingo>man sendet unverschlüsselt.

01:47:33.290 --> 01:47:37.130
<v Ingo>Und wenn dann die Mobilfunkstation, mit der man da gerade spricht, sagt,

01:47:37.210 --> 01:47:39.450
<v Ingo>ich kann nicht verschlüsseln, dann ist es halt so.

01:47:39.610 --> 01:47:44.010
<v Ingo>Und das Telefon sagt es nicht und es interessiert es eigentlich auch nicht und es wird in meisten Fällen auch

01:47:44.010 --> 01:47:44.650
<v Ingo>nicht angezeigt.

01:47:44.970 --> 01:47:51.210
<v Felix>Bei SSH ist es tatsächlich genauso, also bei SSL selber, dann wird auch wieder ausgehandelt und dann gibt es

01:47:51.210 --> 01:47:53.370
<v Felix>auch die Möglichkeit, SSL über Klartext.

01:47:53.770 --> 01:47:59.450
<v Felix>Und wenn das nicht explizit ausgeschaltet ist, wenn also das nicht gehärtet ist,

01:47:59.850 --> 01:48:04.250
<v Felix>diese Software, die man verwendet, dann ist das sehr wohl möglich.

01:48:04.650 --> 01:48:08.650
<v Felix>Und das wird auch tatsächlich gemacht und das wird auch bei Härtungsprozessen,

01:48:08.730 --> 01:48:13.770
<v Felix>also Härtungen im Sinne von, ich verändere die Konfiguration vom System so,

01:48:13.930 --> 01:48:17.370
<v Felix>dass es weniger Angriffsvektoren bietet.

01:48:17.690 --> 01:48:19.930
<v Felix>Und da wird halt genau auch sowas ausgestellt.

01:48:20.890 --> 01:48:23.210
<v Felix>Und das ist auch gängige Praxis.

01:48:23.770 --> 01:48:27.450
<v Felix>Es wird auch verwendet, also dieser Angriff.

01:48:27.690 --> 01:48:31.770
<v Ingo>Also ich glaube, gerade im konkreten Beispiel bei Browsern ist es mittlerweile so,

01:48:31.930 --> 01:48:38.170
<v Ingo>dass so veraltete SSL-Versionen zwar noch theoretisch integriert sind,

01:48:38.250 --> 01:48:43.050
<v Ingo>aber standardmäßig ausgeschaltet werden in der Konfiguration, die man so normalerweise runterlädt.

01:48:43.610 --> 01:48:44.010
<v Ingo>Ja, genau.

01:48:44.250 --> 01:48:45.930
<v Gast 2>Um gerade sowas zu verhindern.

01:48:46.250 --> 01:48:50.330
<v Ingo>Okay, dann würde ich sagen, nochmal kurz zum Angriffsvektor Mensch.

01:48:52.010 --> 01:48:58.970
<v Ingo>Da waren wir noch nicht ganz durch, weil wir haben

01:48:58.970 --> 01:49:05.770
<v Ingo>ja quasi indoktriniert bekommen, dass es da so Spams gibt und Phishing und man

01:49:05.770 --> 01:49:10.810
<v Ingo>sollte vielleicht nicht darauf klicken, wenn du nicht weißt,

01:49:10.890 --> 01:49:12.650
<v Ingo>ob es da eine Bank ist oder nicht.

01:49:13.370 --> 01:49:19.290
<v Ingo>Und deswegen funktionieren vielleicht manche Sachen, die jetzt in dem Buch noch beschrieben waren,

01:49:19.610 --> 01:49:23.450
<v Ingo>nicht mehr, weil mittlerweile hat es jeder Dödel quasi mitgekriegt,

01:49:23.610 --> 01:49:25.370
<v Ingo>dass man nicht jede E-Mail anklicken soll.

01:49:25.530 --> 01:49:30.810
<v Ingo>Trotzdem gibt es dann mal wieder immer so komische Sachen wie so sofortüberweisen.de,

01:49:31.290 --> 01:49:36.970
<v Ingo>wo man dann Pin und Tannen auf irgendwelchen Webseiten eingibt, die doch nicht meine Bank sind.

01:49:37.450 --> 01:49:41.450
<v Ingo>Ja, also als ich das zum ersten Mal gelesen habe, habe ich gedacht, das ist irgendwie in Aprilchatz oder so.

01:49:42.330 --> 01:49:44.810
<v Ingo>Also ich habe das dann tatsächlich gar nicht ernst genommen, gedacht,

01:49:44.890 --> 01:49:48.490
<v Ingo>das ist jetzt, da will mich jemand irgendwie verarschen oder so.

01:49:49.770 --> 01:49:54.490
<v Ingo>Als es dann auf irgendwie immer mehr irgendwelche Online-Stores und so weiter aufgetaucht ist,

01:49:54.810 --> 01:49:57.050
<v Ingo>habe ich dann gedacht, okay.

01:49:58.090 --> 01:50:03.130
<v Ingo>Also da ist ja im Endeffekt, man hatte, also man bekommt seit jeher eingeblut,

01:50:03.610 --> 01:50:09.770
<v Ingo>deine Bank bitte keine Mails zuschicken und dich nicht irgendwie nach deinem Passwort fragen und gibt deine

01:50:09.770 --> 01:50:16.570
<v Ingo>Zugangsdaten zu deinem Konto und deinen, also deine, ähm, deine Kontonummer und deine Pin dazu und deine TAN

01:50:16.730 --> 01:50:19.370
<v Ingo>für eine Transaktion, gib die niemals weiter.

01:50:19.850 --> 01:50:25.450
<v Ingo>Und jetzt kommt auf einmal ein anscheinend, also jetzt ein TÜV-zertifiziertes.

01:50:27.370 --> 01:50:31.450
<v Gast 2>Was das heißt, das war mir auch nicht so wirklich klar, weil mir war auch nicht so klar,

01:50:31.530 --> 01:50:33.450
<v Gast 2>was der TÜV jetzt mit Security zu tun hat.

01:50:33.610 --> 01:50:35.210
<v Ingo>Aber auf jeden Fall kommt einfach gut aus.

01:50:35.530 --> 01:50:38.250
<v Ingo>Kommt da jetzt, ja, da steht groß dran, TÜV-zertifiziert und so weiter,

01:50:38.330 --> 01:50:44.890
<v Ingo>und da ist jetzt halt ein zertifiziertes Unternehmen, was für dich Online-Übertransaktionen

01:50:44.890 --> 01:50:49.770
<v Ingo>durchführt und dafür dann im Endeffekt die Zugangsdaten zu deinem Online-Banking braucht.

01:50:49.850 --> 01:50:56.730
<v Ingo>Also im Endeffekt deine Kontonummer, deine PIN für dein Online-Banking und eine gültige TAN.

01:50:57.290 --> 01:51:02.010
<v Gast 1>Und nur eine Verständnisfrage, die überweisen das Geld dann schneller quasi als wie die normale Bank oder.

01:51:02.570 --> 01:51:03.370
<v Ingo>Nee, es ist einfacher.

01:51:03.610 --> 01:51:10.250
<v Ingo>Ja, es ist eingebaut und der Job weiß dann halt direkt, dass es abgehandelt worden ist.

01:51:10.410 --> 01:51:15.290
<v Ingo>Weil wenn du so eine Überweisung machst, ist ja keine Überprüfung da,

01:51:15.370 --> 01:51:17.050
<v Ingo>ist das Geld jetzt wirklich weggegangen oder nicht.

01:51:17.290 --> 01:51:21.530
<v Ingo>Man müsste halt die Banklaufzeit abwarten, erst dann sieht der Job ja auf seinem Bankkonto,

01:51:21.610 --> 01:51:23.050
<v Ingo>okay, es ist wirklich überwiesen.

01:51:23.370 --> 01:51:28.090
<v Ingo>Und so weiß der Shop-Betreiber über sofortüberweisen.de,

01:51:28.730 --> 01:51:33.770
<v Ingo>der hat das alles eingegeben und das ist zumindest weggegangen und der kann es jetzt gleich losschicken.

01:51:34.410 --> 01:51:35.370
<v Ingo>Das spart also zwei Tage.

01:51:36.410 --> 01:51:37.690
<v Felix>Nee, tatsächlich ist es nicht so.

01:51:38.330 --> 01:51:42.650
<v Felix>Tatsächlich ist es so, dass der Shop trotzdem wartet, bis die Kohle bei dir eingegangen ist.

01:51:42.730 --> 01:51:42.970
<v Felix>Tatsächlich.

01:51:43.690 --> 01:51:45.770
<v Ingo>Das ist doch der einzige Vorteil.

01:51:46.010 --> 01:51:46.330
<v Ingo>Nein.

01:51:46.570 --> 01:51:49.210
<v Felix>Also das ist jedenfalls nicht der Vorteil, mit dem sie werben.

01:51:49.370 --> 01:51:51.370
<v Felix>Und das ist auch nicht so, dass es so ist.

01:51:51.530 --> 01:51:53.210
<v Felix>Also ich habe das schon ausprobiert.

01:51:53.370 --> 01:51:56.170
<v Ingo>Aber beim vielen steht es da, wenn du es über Sofortüberweisen machst,

01:51:56.730 --> 01:51:59.290
<v Ingo>dann schicken sie es gleich los und sicher machen es sofort.

01:51:59.850 --> 01:52:04.650
<v Felix>Ich habe gestern auch Hardware-Kram eingekauft und dort war es so,

01:52:04.730 --> 01:52:09.130
<v Felix>du kannst über Sofortüberweisen halt bezahlen, aber die warten trotzdem ab,

01:52:09.210 --> 01:52:10.890
<v Felix>bis die Kohle bei denen auf dem Konto landet.

01:52:10.970 --> 01:52:11.770
<v Felix>Ja, dann macht es ja keinen Sinn.

01:52:12.090 --> 01:52:13.210
<v Unbekannt>Dann würde ich absolut sinnlos machen.

01:52:13.450 --> 01:52:14.330
<v Ingo>Dann würde ich es nicht mehr benutzen.

01:52:15.450 --> 01:52:16.410
<v Ingo>Sorry, was soll denn das dann?

01:52:16.810 --> 01:52:19.850
<v Ingo>Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass das System dazu da ist,

01:52:19.930 --> 01:52:24.890
<v Ingo>dass man halt nicht diese Part zwei, drei Tage warten muss, bis das Geld bei jemandem eingegangen ist.

01:52:25.610 --> 01:52:29.050
<v Ingo>Und dass die das halt sofort losschicken und man das dann bekommt.

01:52:29.290 --> 01:52:30.570
<v Ingo>Ja, bei den meisten ist es so.

01:52:30.650 --> 01:52:32.970
<v Ingo>Also das ist der einzige Vorteil, sonst brauchst du es nicht so gut.

01:52:33.210 --> 01:52:36.890
<v Felix>Nee, ganz klar, ich habe aber schon, also ich habe das auch schon mal ausprobiert und dann war das wieder

01:52:36.890 --> 01:52:37.210
<v Felix>genauso.

01:52:37.290 --> 01:52:38.010
<v Felix>Also die haben die zwei.

01:52:38.410 --> 01:52:40.090
<v Ingo>Dann hängt das vom Shopbetreiber ab.

01:52:40.570 --> 01:52:41.050
<v Ingo>Ja, wahrscheinlich.

01:52:41.610 --> 01:52:48.090
<v Ingo>Ich habe es jetzt noch nicht verwendet, aber es stand immer da, machen Sie es über PayPal oder machen Sie es

01:52:48.090 --> 01:52:51.770
<v Ingo>über sofortüberweisen.de oder so, dann geht es halt gleich, dann machen wir,

01:52:52.090 --> 01:52:54.730
<v Ingo>dann handeln wir Ihren Geschäftsauftrag sofort ab.

01:52:54.970 --> 01:52:59.690
<v Ingo>Oder machen Sie es halt mit Banküberweisung, dann dauert es halt so und so viele Tage.

01:53:00.090 --> 01:53:03.210
<v Felix>Also meine Erfahrung, also wie ich es halt auch, ich habe es ja schon ausprobiert,

01:53:03.290 --> 01:53:06.730
<v Felix>wie gesagt, da war es dann so, das ist wie eine normale Überweisung.

01:53:06.810 --> 01:53:08.010
<v Ingo>Na gut, aber dann hat es nicht mehr.

01:53:09.610 --> 01:53:13.370
<v Felix>Aber es hatte den Vorteil, dass das irgendwie ein Euro billiger war oder so.

01:53:13.610 --> 01:53:13.770
<v Felix>Hä?

01:53:14.010 --> 01:53:15.530
<v Ingo>Everweisung kostet mich auch nichts.

01:53:15.690 --> 01:53:17.050
<v Felix>Nee, also es war ein Euro billiger.

01:53:17.210 --> 01:53:18.010
<v Gast 2>Die Versandkosten dann.

01:53:18.330 --> 01:53:21.610
<v Felix>Die Versandkosten oder es wurde halt ein Euro abgerechnet.

01:53:22.970 --> 01:53:25.610
<v Felix>Da sind das mehr als das dahinter.

01:53:25.770 --> 01:53:29.530
<v Felix>Also da geht es darum, dass da Sachen subventioniert und gesponsert werden.

01:53:30.730 --> 01:53:31.290
<v Felix>Naja, gut.

01:53:31.530 --> 01:53:31.850
<v Felix>Egal.

01:53:32.090 --> 01:53:37.290
<v Ingo>Jedenfalls, um den Sicherheitsaspekt nochmal da wieder reinzunehmen,

01:53:37.690 --> 01:53:43.930
<v Ingo>ist halt ganz klar, dass jedem eingebläut wurde, du sollst das und das und das nicht machen und plötzlich ist

01:53:43.930 --> 01:53:47.770
<v Ingo>alles doch wieder anders und die Leute sollen wieder ihre Daten irgendwo eingeben,

01:53:47.930 --> 01:53:50.250
<v Ingo>wo sie in Anführungsstrichen eigentlich nicht hingehören.

01:53:50.490 --> 01:53:57.290
<v Ingo>Also das größere Problem ist tatsächlich die, ich nenne es jetzt mal Erziehung der Benutzer.

01:53:57.450 --> 01:54:03.050
<v Ingo>Bis jetzt hat man immer gesagt bekommen, gib das auf jeden Fall nur auf der Seite deiner Bank ein.

01:54:04.010 --> 01:54:10.090
<v Ingo>Und jetzt ist auf einmal okay, in Anführungszeichen seine

01:54:10.570 --> 01:54:16.010
<v Ingo>vertraulichen Kontodaten einer Drittfirma zu geben, damit man da irgendwie einen Euro Versandkosten spart.

01:54:16.490 --> 01:54:18.170
<v Ingo>Ja, und damit es schneller geht oder was auch immer.

01:54:18.250 --> 01:54:19.290
<v Gast 2>Ja, oder damit es schneller geht.

01:54:19.690 --> 01:54:25.370
<v Ingo>Und das ist jetzt halt im Endeffekt das größere Problem, weil klar könnten sie mit deinen Daten jetzt

01:54:25.370 --> 01:54:30.730
<v Ingo>irgendwie Schindluder treiben, aber dann wäre ihr Geschäftsmodell dahin.

01:54:31.210 --> 01:54:34.730
<v Ingo>Aber die höhere Wahrscheinlichkeit ist halt, dass jemand auf diesen Zug aufspringt und sagt,

01:54:34.810 --> 01:54:38.730
<v Ingo>okay, hey, ich bin jetzt das neue Sofortüberweisung.de und ich bin viel besser.

01:54:39.850 --> 01:54:45.210
<v Ingo>Und dass die dann im Endeffekt halt anfangen, diese Kunden auszunutzen, die dann halt im Endeffekt da.

01:54:45.530 --> 01:54:47.290
<v Ingo>Genau, ich bin gleich überweisen.de.

01:54:47.690 --> 01:54:47.930
<v Ingo>Genau.

01:54:48.090 --> 01:54:51.850
<v Felix>Also bei PayPal, die fallen ja eigentlich ein ganz ähnliches Konzept.

01:54:52.010 --> 01:54:58.330
<v Felix>Da gibt es ja auch die Möglichkeit, Geld zu überweisen, was instantan da ist.

01:54:58.730 --> 01:55:04.570
<v Felix>Aber es wird dann halt erst im Nachzug geholt von deinem Konto per Bankeinzug.

01:55:06.010 --> 01:55:10.410
<v Felix>Das fühlt sich anders an, ist aber, finde ich, relativ ähnlich.

01:55:10.650 --> 01:55:12.170
<v Gast 2>Nee, das hat auch andere Implikationen.

01:55:13.290 --> 01:55:13.690
<v Gast 2>Hände können wir nicht mehr.

01:55:15.530 --> 01:55:18.570
<v Ingo>Ja, aber kannst du jederzeit rückgängig machen.

01:55:18.730 --> 01:55:18.970
<v Ingo>Genau.

01:55:19.290 --> 01:55:22.490
<v Ingo>Du gibst da nicht deine PIN und deine TAN ein auf Paypal.de.

01:55:22.890 --> 01:55:23.450
<v Ingo>Das stimmt, klar.

01:55:23.610 --> 01:55:24.810
<v Ingo>Ja, das ist der Unterschied.

01:55:25.450 --> 01:55:27.610
<v Ingo>Das sind deine Credentials da an dem, in dem Fall.

01:55:28.090 --> 01:55:31.210
<v Gast 1>Und vor allem diese Pin und TAN sind ja nicht wirklich an die Transaktion gebunden.

01:55:31.290 --> 01:55:33.690
<v Gast 1>Ich meine, das ist ja ein Blankoscheck für mein Konto.

01:55:33.850 --> 01:55:34.170
<v Gast 1>Ja.

01:55:34.490 --> 01:55:39.290
<v Gast 1>Also das ist schon, also wie gesagt, ich habe auch am Anfang mal an einen Chat gedacht.

01:55:39.450 --> 01:55:42.090
<v Gast 1>Was ich unterschätzt hatte, war, ist einfach der Gear-Faktor.

01:55:42.570 --> 01:55:44.090
<v Gast 1>Das ist wie bei Ebay.

01:55:44.570 --> 01:55:48.810
<v Gast 1>Der Gear-Faktor war einfach so groß, dass die Leute jede Form von Secure,

01:55:48.970 --> 01:55:52.970
<v Gast 1>äh vom gesunden Menschenverstand einfach über Bord geschmissen haben.

01:55:53.050 --> 01:55:56.650
<v Gast 1>Das ist ganz, das war auch lehrreich für mich zu sehen, dass das tatsächlich,

01:55:56.730 --> 01:56:02.890
<v Gast 1>also der Gear Faktor groß genug und dann zählt nichts mehr an Security oder gesunden Menschenverstand.

01:56:03.770 --> 01:56:06.730
<v Gast 1>Also das ist, glaube ich, eine wichtige Lektion, die man da lernen muss.

01:56:08.490 --> 01:56:09.210
<v Gast 1>Ja, und?

01:56:09.450 --> 01:56:10.890
<v Ingo>Wie sieht es mit den Passwörtern aus?

01:56:10.970 --> 01:56:15.850
<v Ingo>Man sollte vielleicht nicht abcd1234 nehmen.

01:56:16.090 --> 01:56:16.890
<v Felix>abcde.

01:56:17.370 --> 01:56:17.530
<v Felix>Ja.

01:56:17.850 --> 01:56:18.810
<v Ingo>12345.

01:56:19.130 --> 01:56:20.490
<v Gast 2>Ich glaube, das kann man schon mal empfehlen.

01:56:21.050 --> 01:56:24.410
<v Gast 1>Ich denke, die einzige Empfehlung, wenn es um Passwörter geht, ist einfach um Passwortmanager.

01:56:24.650 --> 01:56:25.690
<v Ingo>Ja, denke ich.

01:56:25.930 --> 01:56:27.850
<v Gast 1>Alles andere ist völlig sinnlos.

01:56:28.810 --> 01:56:32.650
<v Felix>Es gibt ein paar coole Konzepte, die echt, da gibt es zum Beispiel,

01:56:32.890 --> 01:56:36.810
<v Felix>was ich letztens bei einem gesehen habe, der hat eine Matrix auf ein Stück Papier,

01:56:36.890 --> 01:56:43.050
<v Felix>die ist ungefähr so groß, die ist 20x20 und man denkt sich selber Pattern aus,

01:56:43.290 --> 01:56:46.410
<v Felix>die wie ein Passwort sozusagen generiert wird.

01:56:47.050 --> 01:56:50.570
<v Felix>Das ist ähnlich ein Passwortmanager, aber halt komplett manuell.

01:56:51.850 --> 01:56:57.610
<v Ingo>Also was wir hier in der HDM auch schon hatten als Projekt, waren so auch so ein Muster.

01:56:59.130 --> 01:57:00.090
<v Gast 1>Fraktale, Passwort.

01:57:00.970 --> 01:57:07.770
<v Ingo>Genau, das waren im Endeffekt so Fraktale, wo man sich im Endeffekt immer einzelne Teile

01:57:07.770 --> 01:57:09.290
<v Ingo>des Fraktals ausgesucht hat.

01:57:09.370 --> 01:57:13.690
<v Ingo>Und da hat man irgendwie drei, viermal in bestimmte Bereiche reingezoomt und das war dann das Passwort.

01:57:13.930 --> 01:57:18.010
<v Ingo>Und das ist dann scheinbar so, dass man sich das schlecht merken kann,

01:57:18.090 --> 01:57:21.210
<v Ingo>wenn man zuguckt, aber wenn man es selber macht, relativ gut merken kann.

01:57:21.370 --> 01:57:27.370
<v Gast 1>Ja, aber wie löst das dieses Konzept, das Problem, dass ich eigentlich für jeden Jahr eigenes Passwort

01:57:27.370 --> 01:57:28.010
<v Gast 1>brauche?

01:57:28.490 --> 01:57:30.010
<v Ingo>In dem Fall wahrscheinlich gar nicht.

01:57:30.570 --> 01:57:31.370
<v Unbekannt>Weil das ist damit manchmal.

01:57:34.330 --> 01:57:35.690
<v Gast 2>Und die halt man dann halt auch wieder unter.

01:57:36.170 --> 01:57:37.370
<v Gast 1>Die kann ich mir auch nicht im Kopf halten.

01:57:37.450 --> 01:57:40.970
<v Gast 1>Also bräuchte ich jetzt wieder einen Passwortmanager, der mir die Steps,

01:57:41.130 --> 01:57:44.570
<v Gast 1>der sich die Fraktalstufen, die ich da ausgewählt habe, merkt.

01:57:44.810 --> 01:57:45.050
<v Gast 1>Ja, oder?

01:57:45.370 --> 01:57:46.330
<v Gast 1>Was ja nicht unmöglich wäre.

01:57:46.890 --> 01:57:52.650
<v Ingo>Oder ich habe halt einen Pattern, also einen Algorithmus, den ich halt ableite von dem Dienst,

01:57:52.730 --> 01:57:53.530
<v Ingo>den ich benutze.

01:57:53.690 --> 01:57:56.570
<v Ingo>Also was weiß ich, der Dienst mit A.

01:57:57.050 --> 01:58:03.930
<v Ingo>Das heißt also, in meinem Passwort ist an X der Stelle immer ein A und weiß ich nicht.

01:58:04.090 --> 01:58:10.570
<v Ingo>Und also man hat irgendwie einen Algorithmus, der halt abhängig ist von dem Dienst,

01:58:10.650 --> 01:58:11.210
<v Ingo>den ich gerade habe.

01:58:11.450 --> 01:58:14.570
<v Gast 1>Aber auch das kann der Passwortmanager so viel besser anhand des Domains nach.

01:58:15.930 --> 01:58:20.730
<v Ingo>Gut, dann habe ich aber nur den Passwortmanager vielleicht nur auf einem Gerät und auch da brauche ich dann

01:58:21.130 --> 01:58:25.210
<v Ingo>für den Passwortmanager auch nur ein Passwort, mit dem ich den Ganzen wieder schütze.

01:58:26.330 --> 01:58:28.730
<v Ingo>Da hast du aber aber einen großen Vorteil.

01:58:29.210 --> 01:58:33.290
<v Ingo>Dieses Passwort kannst du relativ komplex wählen, weil du musst dir nur eins merken.

01:58:33.370 --> 01:58:37.770
<v Ingo>Das zum einen und zum anderen wird dieses Passwort dein Passwortmanager im Idealfall nicht verlassen.

01:58:37.930 --> 01:58:38.250
<v Ingo>Genau.

01:58:38.570 --> 01:58:44.010
<v Gast 1>Das heißt, wenn das auf dem Smartcard untergebracht ist, das Ganze, dann ist das schon recht geschickt.

01:58:44.090 --> 01:58:45.130
<v Gast 1>Dann ist es auch portabel.

01:58:45.450 --> 01:58:48.410
<v Ingo>Ja, gut, aber dann müsste es tatsächlich ein Interface überall geben,

01:58:48.490 --> 01:58:55.450
<v Ingo>wenn ich jetzt zum Beispiel meine E-Mails in einem Café abrufen will und habe mir so überall ewig

01:58:55.450 --> 01:58:58.010
<v Ingo>tolle super Passwörter ausgedacht und komme dann halt nicht mehr dran,

01:58:58.090 --> 01:58:59.050
<v Ingo>habe ich da auch nichts gekommen von.

01:58:59.290 --> 01:58:59.450
<v Ingo>Genau.

01:58:59.610 --> 01:59:05.130
<v Ingo>Also was halt auch noch ein Problem bei der Geschichte ist, ist, man hat momentan halt nicht nur PCs,

01:59:05.210 --> 01:59:09.370
<v Ingo>sondern auch noch andere Devices, man hat irgendwie Telefone, auf denen man gewisse Dienste nutzen will und

01:59:09.370 --> 01:59:09.690
<v Ingo>so.

01:59:09.850 --> 01:59:14.010
<v Ingo>Und ich habe schon, also vor kurzem, als ich dann irgendwie mal mein Telefon gewechselt habe und dann die

01:59:14.010 --> 01:59:19.210
<v Ingo>ganzen Zugangsdaten wieder neu eintippen musste, ja, ich habe halt irgendwie 25-stellige generierte Passwörter

01:59:19.210 --> 01:59:20.970
<v Ingo>und die muss man dann auf einer Handytastatur ab.

01:59:24.570 --> 01:59:26.090
<v Gast 2>Das ist durchaus anstrengend.

01:59:26.170 --> 01:59:28.890
<v Ingo>Also ich meine, da gibt es auch Dienste, die das für einen verwalten,

01:59:29.050 --> 01:59:35.690
<v Ingo>aber die sind dann im Zweifelsfall eher proprietär oder die gibt es nicht auf allen Systemen

01:59:35.850 --> 01:59:40.410
<v Ingo>oder die sind inkompatibel zueinander und da hat man halt im Endeffekt auch das Problem.

01:59:40.890 --> 01:59:44.330
<v Ingo>Ja, das ist ziemlich anstrengend, das Ganze zu verwalten.

01:59:45.670 --> 01:59:47.590
<v Ingo>Also, was empfehlen wir den Leuten?

01:59:48.710 --> 01:59:49.510
<v Ingo>Ja, also empfehlen wir.

01:59:49.990 --> 01:59:53.510
<v Felix>Kein Passwort aus den Top 10 meistbenutzten Passwörtern zu benutzen.

01:59:53.750 --> 01:59:59.670
<v Ingo>Genau, da gab es doch letztens irgend so ein großes Forum-Webseite, die gehackt worden ist.

02:00:00.870 --> 02:00:01.750
<v Felix>Ist mir eingefallen.

02:00:01.990 --> 02:00:07.350
<v Ingo>Genau, und da sind quasi so die Top 10 Passwörter der letzten Zeit rausgerechnet.

02:00:07.670 --> 02:00:11.270
<v Ingo>Was man da auch noch an Betreiber von solchen Diensten sagen könnte,

02:00:11.350 --> 02:00:16.150
<v Ingo>wäre, speichert auf keinen Fall niemals unter keinen Umständen Passwörter im Klartext.

02:00:16.870 --> 02:00:17.830
<v Gast 2>Es darf einfach sein.

02:00:17.910 --> 02:00:19.590
<v Gast 2>Ja gut, die waren quasi.

02:00:20.310 --> 02:00:20.870
<v Gast 2>Einfach DES.

02:00:21.030 --> 02:00:26.390
<v Ingo>Nee, nee, die waren nicht gehasht, die waren verschlüsselt, die waren mit DES verschlüsselt und also kein

02:00:26.390 --> 02:00:29.110
<v Ingo>Triple-Desk, sondern normales Desk und das ist schon ein Algorithmus,

02:00:29.190 --> 02:00:33.830
<v Ingo>der seit bestimmt schon zehn Jahren bekannt ist, dass er nicht sicher ist.

02:00:34.790 --> 02:00:37.910
<v Ingo>Oder zumindest leicht zu knacken mit etwas Rechenaufwand.

02:00:38.150 --> 02:00:39.990
<v Gast 2>Das ist ja dasselbe, quasi.

02:00:40.310 --> 02:00:40.550
<v Gast 2>Genau.

02:00:40.870 --> 02:00:45.910
<v Felix>Ja, also es gibt tatsächlich beim Datenschutz ist es tatsächlich so,

02:00:46.470 --> 02:00:51.030
<v Felix>wenn man Daten mit ungenügender Verschlüsselung abspeichert,

02:00:51.110 --> 02:00:53.270
<v Felix>dann gelten die als unverschlüsselt, ganz klar.

02:00:53.350 --> 02:00:57.430
<v Felix>Das ist eine ganz klare Voraussetzung, ein ganz klarer Punkt.

02:00:57.990 --> 02:01:02.870
<v Ingo>Die meisten Web-Applikationen haben ja mittlerweile auch so ein, wie gut ist dein Passwort-Azeigen.

02:01:03.190 --> 02:01:05.590
<v Felix>Ja, aber nicht, wie gut speichere ich dein Passwort aus.

02:01:06.230 --> 02:01:10.550
<v Gast 2>Aber da gibt es ein großartiges jQuery-Plugin, das nennt sich Naked Password.

02:01:10.710 --> 02:01:16.950
<v Gast 2>Da ist dann neben dem Passwortfeld so ein animierte Comic-Frau und je

02:01:17.590 --> 02:01:20.470
<v Gast 2>stärker das Passwort ist, je weniger Klamotten hat sie dann an.

02:01:22.310 --> 02:01:24.310
<v Ingo>Für Frauen musst du es dann aber andersrum machen.

02:01:24.470 --> 02:01:29.510
<v Ingo>Natürlich, da muss man natürlich vorher erkennen, also du musst dann oben erkennen, männlich-weiblich.

02:01:29.990 --> 02:01:32.230
<v Ingo>Und dann dementsprechend das Icon einblenden.

02:01:32.550 --> 02:01:35.430
<v Felix>Je nachdem, welches Passwort es benutzt wird, kann man das doch bestimmt rausfinden.

02:01:37.190 --> 02:01:40.470
<v Ingo>Ja, das wäre dann wieder ein Passwort, was vorhersehbar ist, das will man ja nicht.

02:01:40.710 --> 02:01:43.590
<v Felix>Nee, einfach wie die Passwörter eingegeben werden, daraus rausrechnen.

02:01:43.910 --> 02:01:44.870
<v Gast 2>Achso, Mensch, ja.

02:01:45.110 --> 02:01:51.190
<v Ingo>Also tatsächlich, wie man Passwörter eingibt, wovon bei Fingerabdrücken waren,

02:01:51.590 --> 02:01:53.190
<v Ingo>das geht tatsächlich auch schon.

02:01:53.350 --> 02:02:00.070
<v Ingo>Also es gibt unter anderem Systeme, die einen beliebigen Satz vorgeben, den man eintippen muss.

02:02:00.310 --> 02:02:05.190
<v Gast 2>Und die erkennen dann an dem Tipprhythmus und an der Art und Weise, wie man tippt, wer man ist.

02:02:05.670 --> 02:02:06.870
<v Gast 2>Ist auch ganz interessant.

02:02:07.030 --> 02:02:09.110
<v Gast 1>Ja, nicht für Handwerker zu empfehlen.

02:02:09.350 --> 02:02:14.710
<v Ingo>Ja, weil man klopft sich einmal mit dem Hammer auf die Hand und hat irgendwie oder bricht sich einen Finger

02:02:14.710 --> 02:02:16.550
<v Ingo>oder sonst irgendwas und dann war es das mit dem Passwort.

02:02:17.030 --> 02:02:17.430
<v Ingo>Genau.

02:02:18.070 --> 02:02:18.790
<v Ingo>Also super.

02:02:19.270 --> 02:02:19.590
<v Ingo>Toll.

02:02:19.750 --> 02:02:22.070
<v Felix>Da muss man es davor abgespeichert haben, wie man es eingegeben ist.

02:02:22.150 --> 02:02:25.590
<v Ingo>Das ist so wie Virus scannen, das kann auch mal funktionieren und mal nicht.

02:02:26.230 --> 02:02:32.230
<v Ingo>Ja, also da werden wir wieder bei der Biometrie, könnte man natürlich auch machen, hat aber andere Probleme.

02:02:32.470 --> 02:02:35.270
<v Ingo>Da gibt es auch ganz viele tolle Filme, wo Angriffsvektoren gezeigt sind.

02:02:35.430 --> 02:02:37.830
<v Ingo>Das gehen wir jetzt lieber nicht drauf ein.

02:02:38.070 --> 02:02:44.870
<v Ingo>Wir waren, wir haben schon kurz drüber geredet, Usability, müssen wir da jetzt nochmal drüber reden.

02:02:44.950 --> 02:02:49.830
<v Ingo>Also je einfacher es ist, umso mehr nutzen es die Leute.

02:02:49.990 --> 02:02:55.590
<v Ingo>Also man muss halt Sicherheit zumindest für die Endbenutzer so einfach wie möglich gestalten und trotzdem so

02:02:55.590 --> 02:02:56.230
<v Ingo>sicher wie möglich.

02:02:56.390 --> 02:02:57.910
<v Gast 2>Ja, oder sagt man es mal anders?

02:02:58.550 --> 02:03:05.110
<v Ingo>Wenn man einen Sicherheitsmechanismus komplex macht und umständig zu bedienen,

02:03:05.190 --> 02:03:07.110
<v Ingo>dann werden es die Leute einfach nicht benutzen.

02:03:07.430 --> 02:03:08.630
<v Gast 2>Also das ist einfach das.

02:03:08.790 --> 02:03:14.550
<v Ingo>Es gibt so viele coole Technologien, die allerdings von Endanwendern nicht eingesetzt wird,

02:03:14.630 --> 02:03:19.430
<v Ingo>weil es einfach nicht bequem genug ist, nicht einfach genug ist, das zu bedienen.

02:03:20.790 --> 02:03:25.110
<v Ingo>Dann haben wir noch als quasi letzten Punkt hier auf der Liste Security Patterns.

02:03:25.350 --> 02:03:27.270
<v Ingo>Also wie kann man das deutsch übersetzen?

02:03:27.670 --> 02:03:28.150
<v Ingo>Sicherheits.

02:03:28.710 --> 02:03:29.110
<v Ingo>Muster.

02:03:29.510 --> 02:03:29.990
<v Ingo>Muster.

02:03:31.270 --> 02:03:32.150
<v Felix>Gebrauchsanwendungen.

02:03:34.790 --> 02:03:41.350
<v Ingo>Ja, also was kann ich nehmen, um Systeme sicher zu gestalten,

02:03:41.670 --> 02:03:47.670
<v Ingo>um Benutzer richtig einzuteilen zum Beispiel?

02:03:48.630 --> 02:03:53.270
<v Ingo>Also wenn wir jetzt schon in einem Zustand sind, dass wir Ubenutzer erkennen können,

02:03:53.430 --> 02:03:56.950
<v Ingo>dann könnte man ja auch sagen, okay, man vergibt den Benutzern jetzt gewisse Rechte.

02:03:58.390 --> 02:04:00.150
<v Ingo>Autorisierung, Authentifizierung.

02:04:00.550 --> 02:04:05.110
<v Ingo>Genau, dass man dann halt im Endeffekt die Autorisierung steuert und zwar über einen Mechanismus,

02:04:05.190 --> 02:04:08.070
<v Ingo>den man oft als ACL kennt, als Access Control Lists.

02:04:08.310 --> 02:04:13.270
<v Ingo>Und das im Endeffekt kann man sich vorstellen, als Listen,

02:04:13.590 --> 02:04:18.870
<v Ingo>in denen hinterlegt ist, was gewisse Benutzer und Benutzergruppen dürfen.

02:04:19.830 --> 02:04:20.150
<v Ingo>Ja.

02:04:22.070 --> 02:04:26.550
<v Ingo>Da stößt man natürlich an Grenzen, wenn die Regeln sehr komplex werden.

02:04:27.030 --> 02:04:33.750
<v Ingo>Weil dann muss man im Endeffekt entweder ein rechtes Set für jeden einzelnen Benutzer anlegen oder

02:04:34.470 --> 02:04:39.270
<v Ingo>mit ganz vielen Gruppen arbeiten und die miteinander kombinieren, was dann halt oft zu einem relativ

02:04:39.270 --> 02:04:43.990
<v Ingo>unwartbaren System führt, was halt auch sehr schnell sehr komplex wird.

02:04:44.870 --> 02:04:51.590
<v Felix>Also für kleine Sachen passt es auf jeden Fall, zum Beispiel Access Control Lists in lokalen Netzwerken,

02:04:51.750 --> 02:04:58.390
<v Felix>wo man dann sozusagen sagt, okay, ich möchte gerne von intern alle Zugriffe

02:04:58.390 --> 02:05:00.310
<v Felix>zulassen, aber von extern halt nichts.

02:05:00.790 --> 02:05:04.390
<v Felix>Das ist eine ganz basic Access Control List, die man eingesetzt hat.

02:05:04.470 --> 02:05:04.630
<v Felix>Genau.

02:05:04.790 --> 02:05:10.870
<v Ingo>Und dann stellt jemand ein WLAN, ein offenes WLAN auf und dann bin ich intern und dann ist meine ganze

02:05:10.870 --> 02:05:11.590
<v Ingo>Security hin.

02:05:12.550 --> 02:05:17.510
<v Felix>Wenn man jetzt davon ausgeht, dass man in irgendeinem Rechenzentrum ist und eine Zone hat,

02:05:17.830 --> 02:05:24.790
<v Felix>die hinter einer Firewall ist und man einen Backup-Server hat, der nur die Kisten intern sozusagen

02:05:24.790 --> 02:05:29.030
<v Felix>erreichen kann, aber selber nicht rausgehen kann, zum Beispiel,

02:05:29.750 --> 02:05:33.990
<v Felix>sowas ist so Basic Access Control, was tatsächlich auch eingesetzt wird.

02:05:34.150 --> 02:05:39.030
<v Ingo>Ja, da was man zum Beispiel auch kennt, wissen ja hier Radio Tux, wenn man hier auf dem Linux arbeitet und hat

02:05:39.030 --> 02:05:42.230
<v Ingo>da ein Multi-User-System, wo mehrere Leute gleichzeitig arbeiten können,

02:05:42.390 --> 02:05:46.390
<v Ingo>dann hat man da im Endeffekt halt auch auf Dateieebene so ein ACL-System,

02:05:46.470 --> 02:05:52.390
<v Ingo>was dann halt beschreibt, welche Benutzer und welche Benutzergruppen auf welche Verzeichnisse in welche Art

02:05:52.390 --> 02:05:53.190
<v Ingo>zugreifen dürfen.

02:05:53.270 --> 02:05:57.110
<v Ingo>Also dass zum Beispiel normale User Systemdateien vielleicht lesen dürfen,

02:05:57.190 --> 02:06:00.470
<v Ingo>weil die Programme das brauchen, daran aber nichts verändern dürfen.

02:06:00.710 --> 02:06:02.310
<v Ingo>Sowas zum Beispiel.

02:06:02.630 --> 02:06:03.350
<v Ingo>Genau.

02:06:03.670 --> 02:06:10.550
<v Felix>Oder was ist noch ein Beispiel, zum Beispiel Administratoren und

02:06:10.550 --> 02:06:16.070
<v Felix>normale Benutzer, das ist so typisches ACL, was eingerichtet wird.

02:06:16.710 --> 02:06:20.950
<v Felix>Man hat typischerweise einen Administrator, dem vertraut werden muss,

02:06:21.110 --> 02:06:24.470
<v Felix>weil halt sonst irgendwie ein System nicht wartbar mehr ist.

02:06:25.190 --> 02:06:31.510
<v Felix>Wenn man keinen mehr hat, der Zugriff drauf hat, dann ist es effektiv nicht mehr wartbar und geht dann aber

02:06:31.510 --> 02:06:36.070
<v Felix>auch wieder als unsicher, weil es nicht mehr auf dem aktuellen Stand gehalten werden kann.

02:06:36.470 --> 02:06:38.470
<v Felix>Da sind wir vorher auch gar nicht drauf eingegangen.

02:06:38.630 --> 02:06:44.310
<v Felix>Aber dieses Up-to-Date-Halten ist ein ganz, ganz großer Punkt beim Sichern von so einem Systemen,

02:06:44.390 --> 02:06:48.150
<v Felix>weil es hilft nicht, wenn man das einmal sicher gemacht hat und dann so lässt.

02:06:48.630 --> 02:06:55.590
<v Felix>Das ist genau, deswegen braucht man immer Benutzer, die Wartungsmöglichkeiten

02:06:55.590 --> 02:06:55.990
<v Felix>überhaupt haben.

02:06:56.070 --> 02:07:01.830
<v Ingo>Also da kenne ich es tatsächlich auch aus großen Firmen, die haben dann oft so Softwareverteilungssysteme,

02:07:01.990 --> 02:07:06.390
<v Ingo>bei denen es dann einmal im Monat oder so einen Patch-Day gibt und dann muss man sich halt mit seinem Benutzer

02:07:06.390 --> 02:07:10.470
<v Ingo>ausloggen und dann lockt sich meistens irgendein Wartungsbenutzer automatisch ein.

02:07:10.550 --> 02:07:14.630
<v Ingo>Man hat keine Möglichkeit, mit dem System irgendwie zu interagieren und die ganzen Updates werden eingespielt.

02:07:14.790 --> 02:07:19.830
<v Ingo>Also das sieht man in so größeren Unternehmen relativ oft, dass man da so zentralisierte Softwareverteilungen

02:07:19.830 --> 02:07:25.270
<v Ingo>und Update-Lösungen hat, um das Ganze zu automatisieren, um vor allem zu verhindern,

02:07:25.350 --> 02:07:27.350
<v Ingo>dass man den Benutzern die Rechte geben muss, das zu tun.

02:07:27.510 --> 02:07:32.710
<v Felix>Ja, es geht aber auch nicht nur um die Rechner von den Benutzern selbst,

02:07:32.790 --> 02:07:37.030
<v Felix>sondern halt auch um Systeme, um zum Beispiel um große Datenbanken oder sowas,

02:07:37.910 --> 02:07:40.710
<v Felix>weil die Technik bleibt nicht stehen.

02:07:41.030 --> 02:07:44.870
<v Felix>Und genauso wie sich die Technik verändert, wie sich die Angriffsvektoren verändern,

02:07:45.190 --> 02:07:47.030
<v Felix>muss man halt auch die Systeme anpassen.

02:07:47.510 --> 02:07:50.310
<v Ingo>Ja genau, und vor allem halt auch, wenn Sicherheitslücken bekannt werden,

02:07:50.390 --> 02:07:51.670
<v Ingo>dann müssen die halt auch geschlossen werden.

02:07:51.830 --> 02:07:53.110
<v Felix>Und zwar instantan am besten.

02:07:54.150 --> 02:07:57.350
<v Ingo>Das ist ja immer das Problem bei sogenannten Zero-Day-Exploits.

02:07:57.830 --> 02:08:01.270
<v Ingo>Hört man wahrscheinlich auch relativ oft, das sind im Endeffekt auch Lücken,

02:08:01.350 --> 02:08:05.430
<v Ingo>die bekannt werden, bevor jemand weiß, dass es die gibt.

02:08:05.830 --> 02:08:10.310
<v Ingo>Und die werden dann halt auch teilweise, oder was heißt teilweise finde ich oft auf dem Schwarzmarkt gehandelt

02:08:10.310 --> 02:08:10.710
<v Ingo>und so weiter.

02:08:10.790 --> 02:08:12.550
<v Felix>Ja, bevor der Hersteller es weiß.

02:08:12.710 --> 02:08:13.430
<v Felix>Das ist interessant.

02:08:14.150 --> 02:08:18.150
<v Gast 1>Nur eine kleine Anmerkung zu den ACLs, aber ich bin ja gar kein Freund von denen,

02:08:18.390 --> 02:08:23.190
<v Gast 1>wo sie sich jetzt historisch erstmal durchgesetzt hatten in den letzten 30 Jahren.

02:08:24.150 --> 02:08:29.030
<v Gast 1>Der Geburtsfehler der ACL ist halt einfach das, dass die die Rechte vergeben,

02:08:29.110 --> 02:08:32.310
<v Gast 1>unabhängig von der Tätigkeit, die gerade ausgeführt wird.

02:08:32.550 --> 02:08:39.350
<v Gast 1>Das heißt, egal was dieser User macht, bei jeder seiner Tätigkeit wird sein gesamtes Rechte-Set

02:08:39.590 --> 02:08:42.870
<v Gast 1>eingesetzt mit allen Ermächtigungen, die er besitzt.

02:08:43.190 --> 02:08:48.310
<v Gast 1>Wenn das Programm diese Rechte gar nicht braucht, dann werden sie halt ignoriert.

02:08:48.550 --> 02:08:55.430
<v Gast 1>Wenn das Programm aber von Chadcode übernommen wurde, dann steht dem Chartcode der gesamte

02:08:55.430 --> 02:08:58.070
<v Gast 1>Rechteumfang dieses Users zur Verfügung.

02:08:58.310 --> 02:09:01.990
<v Gast 1>Obwohl das Programm, das ursprünglich da übernommen wurde, dass diese Rechte 90%,

02:09:02.390 --> 02:09:06.550
<v Gast 1>99% dieser Rechte gar nie gebraucht hätte, liegen sie herum.

02:09:06.710 --> 02:09:12.950
<v Gast 1>Und das ist, würde ich sagen, der genetische Defekt, den die ACLs unweigerlich mit sich mitbringen und an

02:09:12.950 --> 02:09:15.030
<v Gast 1>denen auch, das kriege ich nicht weg.

02:09:15.590 --> 02:09:20.950
<v Gast 1>Da kann ich Aufstände machen, aber letzten Endes kann ich diese Schwäche nicht beseitigen.

02:09:21.110 --> 02:09:26.310
<v Ingo>Und gerade dieser Mechanismus kombiniert mit sowas wie, was man auf Unix hat mit Privileged Ports,

02:09:26.390 --> 02:09:30.710
<v Ingo>dass man praktisch Root-Rechte braucht, um einen Port unter 1024 öffnen zu dürfen.

02:09:31.590 --> 02:09:37.030
<v Ingo>Das ist dann natürlich schon, ich meine, ein gutes Design wäre dann in dem Fall entweder gar keinen Port unter

02:09:37.030 --> 02:09:40.470
<v Ingo>1024 aufzumachen und die irgendwie weiterzuleiten.

02:09:41.270 --> 02:09:46.790
<v Ingo>Oder im Endeffekt halt die Benutzerrechte wieder sofort abzugeben,

02:09:46.870 --> 02:09:49.110
<v Ingo>wenn ich die Netzwerkverbindung aufgemacht habe.

02:09:49.750 --> 02:09:54.710
<v Ingo>Aber viele Software macht das im Endeffekt nicht und da hat man halt dann eine Situation,

02:09:54.870 --> 02:09:59.990
<v Ingo>in der den Angreifer, wenn er die Software übernimmt, Rotrechte hatten im Endeffekt auf der Maschine alles tun

02:09:59.990 --> 02:10:00.230
<v Ingo>können.

02:10:01.110 --> 02:10:07.510
<v Felix>Und selbst wenn man einen eingeschränkten Nutzer hat, dann hat er halt immer noch ein Superset an

02:10:08.230 --> 02:10:12.710
<v Felix>Sachen, die man eigentlich machen kann, die man, wie gesagt, die man eigentlich gar nicht braucht.

02:10:12.870 --> 02:10:17.830
<v Felix>Und wenn man die entsprechend kombiniert mit der Komplexität des Systems,

02:10:18.470 --> 02:10:23.110
<v Felix>dann kann sowas passieren wie Privilege Escalation, also die

02:10:24.070 --> 02:10:25.510
<v Felix>Privilegienerweiterung.

02:10:26.070 --> 02:10:32.550
<v Felix>Und in dem Buch Hacking Next Generation wird auch angesprochen, Komplexität ist der

02:10:32.550 --> 02:10:35.270
<v Felix>Freund des neumodischen Hackers.

02:10:35.430 --> 02:10:36.310
<v Felix>Das ist ganz klar.

02:10:36.470 --> 02:10:42.310
<v Felix>Je komplexer das System ist, desto mehr Möglichkeiten hat man.

02:10:42.390 --> 02:10:48.070
<v Felix>Und je mehr Möglichkeiten man hat, desto größer ist die Chance, dass man damit mehr erreicht,

02:10:48.230 --> 02:10:50.710
<v Felix>als dass man damit die nächste Stufe sozusagen erreicht.

02:10:51.670 --> 02:10:55.990
<v Gast 1>Ich meine, wir haben es ja probiert, also ACL-Systeme irgendwie einzuschränken über SE,

02:10:56.070 --> 02:11:03.030
<v Gast 1>Linux, Systrades und unzählige Referenzmonitore und das Ergebnis war jedes Mal eine fast nicht mehr

02:11:03.030 --> 02:11:07.190
<v Gast 1>handelbare Komplexität oder Performance-Probleme und so weiter.

02:11:07.350 --> 02:11:12.230
<v Gast 1>Und letzten Endes kommt unweigerlich der Moment, wo das System sowieso zusammenbricht,

02:11:12.310 --> 02:11:17.270
<v Gast 1>denn es ist alles, wie sichere ich Programme ab, die mit Wildcards arbeiten.

02:11:17.510 --> 02:11:21.030
<v Gast 1>Und das ist der Moment, wo das ganze Ding, das kann ich nicht mehr einschränken,

02:11:21.110 --> 02:11:24.790
<v Gast 1>weil ich ja nicht weiß, was da als Argumente übergeben werden wird.

02:11:24.950 --> 02:11:30.070
<v Gast 1>Insofern kann ich das auch mit einem Referenzmonitor nicht mehr richtig einschränken und dann bricht alles

02:11:30.070 --> 02:11:31.030
<v Gast 1>zusammen an der Stelle.

02:11:31.190 --> 02:11:36.230
<v Gast 1>Also Shells und ähnliches, alles was mit Wildcard arbeitest, wie soll ich denn das einschränken dann noch?

02:11:37.510 --> 02:11:43.670
<v Gast 1>Ich muss ja generell alles, alle Rechte des Users muss ich an der Stelle zwangsläufig zur Verfügung stellen,

02:11:43.750 --> 02:11:47.030
<v Gast 1>damit das Mapping von Name auf Ressource passieren kann.

02:11:47.270 --> 02:11:50.230
<v Gast 1>Auf geöffnetes File-Deskript oder irgend sowas und dann ist es vorbei.

02:11:51.190 --> 02:11:53.190
<v Gast 1>Also das ist halt fatal.

02:11:53.510 --> 02:11:59.110
<v Felix>Ja, das ist auf alle Fälle das Problem, das ist halt alles gewachsen und das ist halt so gewachsen,

02:11:59.190 --> 02:12:01.830
<v Felix>wie es jetzt bis zu dem Punkt, wo es jetzt gerade ist.

02:12:01.910 --> 02:12:02.070
<v Felix>Genau.

02:12:02.310 --> 02:12:05.990
<v Felix>Und da jetzt riesengroße Änderungen zu machen, ist halt verdammt schwer.

02:12:06.150 --> 02:12:06.470
<v Felix>Ja, klar.

02:12:06.630 --> 02:12:09.350
<v Ingo>Ja, ich meine, man muss halt auch überlegen, wo die ganzen Sachen herkommen.

02:12:09.430 --> 02:12:11.670
<v Gast 2>Ich meine, als aus den 70ern.

02:12:11.830 --> 02:12:16.710
<v Ingo>Ja, als das Computing in den späten 60ern, Anfang der 70er an den Kinderschuhen war,

02:12:16.790 --> 02:12:18.630
<v Ingo>da war das eine Blümchenwiese.

02:12:18.710 --> 02:12:21.110
<v Gast 2>Also da war ja niemand, der irgendwie was Böses wollte.

02:12:21.190 --> 02:12:25.830
<v Ingo>Und es waren zum Großteil irgendwelche Forscher und Universitäten, die da miteinander vernetzt wurden.

02:12:26.470 --> 02:12:29.030
<v Ingo>Da gab es ja niemanden, der das irgendwie missbraucht hätte.

02:12:30.470 --> 02:12:34.710
<v Gast 1>Das hat uns dann dahin geführt, dass wir heute nicht mehr mal wagen, auf ein Attachment zu klicken.

02:12:34.870 --> 02:12:38.870
<v Gast 1>Ohne dass irgendwelche sinnlosen Warnungen hochkommen, weil ich ja eh nichts dagegen machen kann.

02:12:39.110 --> 02:12:43.510
<v Gast 1>Also so in diese Sackgasse haben wir uns mit den ACLs manövriert.

02:12:44.230 --> 02:12:46.310
<v Gast 1>Das muss man sich auf der Zunge vergehen lassen.

02:12:46.390 --> 02:12:50.470
<v Gast 1>Das ist schon extrem unfreundlich gegenüber den Benutzern und gefährlich.

02:12:50.950 --> 02:12:52.950
<v Felix>Ja, das ist ganz klar.

02:12:53.750 --> 02:12:58.150
<v Ingo>Ja, dann wäre so eine Lösung, so Sandbox-Systeme aufzustellen.

02:12:58.470 --> 02:13:03.830
<v Ingo>So wie es ja moderne Browser auch machen, irgendwie alles in einen Prozess zu packen,

02:13:04.150 --> 02:13:07.030
<v Ingo>der halt da nicht rauskommt aus seiner Umgebung.

02:13:07.510 --> 02:13:12.870
<v Gast 2>Ja, oder was im Prozess, also Dinge, die im Prozess ausgeführt werden,

02:13:12.950 --> 02:13:17.750
<v Gast 2>dass die nicht rauskommen, weil der Prozess an sich, der hat ja trotzdem noch alle Rechte des Benutzers.

02:13:17.990 --> 02:13:22.390
<v Gast 1>Die Sandbox-Systeme leiden halt dann wieder darunter, dass eben unter den Einschränkungen,

02:13:22.470 --> 02:13:26.470
<v Gast 1>das kennen wir ja noch von den Applets und allem, und auf einmal muss der das doch halt irgendwas anderes

02:13:26.470 --> 02:13:29.990
<v Gast 1>machen und dann ist wieder das Problem, wie kommt dieses Recht dann dort rein.

02:13:30.550 --> 02:13:36.470
<v Gast 1>Also auch die Sandbox-Systeme sind letzten Endes relativ unfreundliche, starre Gebilde.

02:13:36.790 --> 02:13:40.070
<v Gast 1>Nicht umsonst ist ja auch die Java Security dann davon weggegangen.

02:13:41.350 --> 02:13:45.270
<v Ingo>Ja, also so Sandbox-Systeme haben halt im Endeffekt auch das Problem,

02:13:45.590 --> 02:13:49.910
<v Ingo>dass es Situationen gibt,

02:13:49.990 --> 02:13:51.510
<v Ingo>in denen man aus der Sandbox raus will.

02:13:51.590 --> 02:13:56.070
<v Ingo>Also zum Beispiel jetzt kommt ja groß der HTML-5-Standard.

02:13:56.390 --> 02:13:59.990
<v Ingo>Da gibt es dann zum Beispiel auch eine File-Access-API, wo man vielleicht auf lokale Daten,

02:14:00.230 --> 02:14:02.150
<v Ingo>auf lokale Dateien zugreifen will.

02:14:02.310 --> 02:14:05.830
<v Ingo>Dann gibt es sowas, was Google gerade stark vorantreibt, das nennt sich Native Client,

02:14:05.990 --> 02:14:10.150
<v Ingo>indem man dann C  ⁇  Code nativ im Browser ausführen will, auf der Grafikkarte,

02:14:10.230 --> 02:14:17.110
<v Ingo>um zum Beispiel, oder auf der CPU, um Spiele vor allem im Web zu realisieren.

02:14:17.590 --> 02:14:24.550
<v Ingo>Und das sind alles Situationen, die man dann im Endeffekt auch in dieser Sandbox berücksichtigen

02:14:24.550 --> 02:14:24.870
<v Ingo>muss.

02:14:25.030 --> 02:14:31.350
<v Ingo>Und das macht das Ganze nicht einfacher und es macht das Ganze wahrscheinlich auch nicht besser wartbar.

02:14:31.990 --> 02:14:34.150
<v Felix>Alles klar, es wird nur komplexer.

02:14:34.230 --> 02:14:41.110
<v Felix>Es wird immer noch mehr Zeug dazukommen, was dann gut benutzbar sein soll für den Endanwender,

02:14:41.430 --> 02:14:43.030
<v Felix>aber halt trotzdem irgendwie sicher.

02:14:43.110 --> 02:14:44.950
<v Felix>Und den Punkt wird es immer geben.

02:14:46.230 --> 02:14:51.910
<v Ingo>Okay, sollen wir hier einen Schlussstrich ziehen oder wollt ihr noch über

02:14:51.910 --> 02:14:54.070
<v Ingo>Capability-Systeme kurz reden?

02:14:54.390 --> 02:14:55.110
<v Ingo>Ansonsten.

02:14:55.910 --> 02:14:59.590
<v Gast 2>Ja, wir könnten uns ja mal kurz noch überlegen, was so in Zukunft kommen könnte.

02:14:59.830 --> 02:15:01.750
<v Ingo>Ja, das wollte ich auf jeden Fall machen, aber ich würde jetzt erstmal.

02:15:01.990 --> 02:15:05.510
<v Ingo>Achso, du hättest jetzt die Technik abgeschlossen.

02:15:05.590 --> 02:15:10.390
<v Ingo>Einfach war jetzt Ihnen nur nochmal ein Überblick, was sind sichere Systeme überhaupt,

02:15:10.470 --> 02:15:17.030
<v Ingo>was sind sichere Systeme aus IT-Sicht und wie kann man dort angreifen und

02:15:18.950 --> 02:15:24.870
<v Ingo>was dann die wirklichen Angriffe sind und wie man sich auch davor schützen kann.

02:15:24.950 --> 02:15:28.070
<v Ingo>Das würden wir dann halt in der zweiten Sendung, also Binäge Witter 3, machen.

02:15:28.150 --> 02:15:31.590
<v Ingo>Da müssen wir uns noch ein bisschen überlegen, wann genau wir das tun.

02:15:31.750 --> 02:15:35.510
<v Ingo>Aber wir wollten jetzt hier einfach nicht zu tief einsteigen, weil sonst sitzen wir hier,

02:15:35.590 --> 02:15:37.110
<v Ingo>glaube ich, noch in drei Stunden.

02:15:37.430 --> 02:15:43.830
<v Ingo>Und ja, ich würde jetzt einfach nochmal einen Ausblick nehmen, was erwartet uns dann in Zukunft.

02:15:43.990 --> 02:15:48.390
<v Ingo>Also wo geht die Reise hin?

02:15:48.550 --> 02:15:53.670
<v Ingo>Wird alles besser, wenn wir jetzt neue Systeme, immer mehr neues Spielzeug kriegen?

02:15:53.830 --> 02:15:55.430
<v Ingo>Oder vielleicht auch schlechter?

02:15:55.990 --> 02:15:56.950
<v Ingo>Herr Greer?

02:15:57.510 --> 02:16:03.510
<v Gast 1>Also ich glaube, wir haben den Trend, wie es Schneier auch gesagt hat, zur Deconcentration.

02:16:03.670 --> 02:16:05.110
<v Gast 1>Der wird ganz stark weitergehen.

02:16:05.190 --> 02:16:09.270
<v Gast 1>Das heißt, überall Embedded Control an allen Ecken und Enden.

02:16:09.430 --> 02:16:14.390
<v Gast 1>Sensoren, Aktoren, Rechner, ganz weit verteilt, in großer Zahl.

02:16:14.790 --> 02:16:17.270
<v Ingo>Biometrie, genau, Internet der Dinge.

02:16:17.350 --> 02:16:21.750
<v Gast 1>Es wird alles ausprobiert werden und es wird endlose Lücken geben,

02:16:21.830 --> 02:16:24.870
<v Gast 1>für die Penetration-Tester ein gutes Geld zu machen.

02:16:25.190 --> 02:16:30.630
<v Gast 1>Und ich denke, dass die Sicherheit erstmal weniger werden, ganz klar, durch diese neuen Plattformen.

02:16:30.710 --> 02:16:35.830
<v Gast 1>Alle neuen Plattformen sind erstmal kritisch, klar, weil die Erfahrungen gemacht werden müssen.

02:16:36.390 --> 02:16:43.350
<v Gast 1>Da denke ich, wird es, also über diese Ausweitung der Plattform wird enormes Potenzial für

02:16:43.350 --> 02:16:45.190
<v Gast 1>Angriffe entstehen.

02:16:45.270 --> 02:16:50.870
<v Gast 1>Ich sage nur eins, wir werden es nächste Woche auch behandeln, die Intelligent Power Grids.

02:16:51.190 --> 02:16:57.030
<v Gast 1>Wer würde heute sich ein System vorstellen, 30 Millionen Rechnern in den Kellern in Deutschland,

02:16:57.270 --> 02:17:00.630
<v Gast 1>die den Stromzugang kontrollieren und verwalten?

02:17:00.790 --> 02:17:04.710
<v Gast 1>Wenn die übernommen sind und die hängen am Internet oder an ähnlichen Strukturen,

02:17:04.870 --> 02:17:08.550
<v Gast 1>wenn die übernommen sind, dann geht in Deutschland buchstäblich das Licht aus.

02:17:08.710 --> 02:17:14.390
<v Gast 1>Die Frage ist, würden wir uns trauen, auf welcher Plattform würden wir uns trauen, das Ding heute aufzubauen?

02:17:14.710 --> 02:17:15.830
<v Gast 1>Mal ganz ehrlich.

02:17:16.230 --> 02:17:19.990
<v Gast 1>Wo wir dann dann den Kopf hinhalten können, dass und sogar vielleicht sogar so sagen können,

02:17:20.150 --> 02:17:24.070
<v Gast 1>wenigstens so, dass wenn sie übernommen würden, dass wir sie wieder zurücksetzen können auf den

02:17:24.070 --> 02:17:25.670
<v Gast 1>Aufgangszustand und solche Sachen.

02:17:25.750 --> 02:17:27.670
<v Gast 1>Also da wird es ganz, ganz heikel.

02:17:28.710 --> 02:17:35.350
<v Felix>Was ich denke, also was ich auch mitbekomme, ist, man wird von großen Firmen,

02:17:35.430 --> 02:17:42.070
<v Felix>von großen Providern viel mehr angefragt, nicht nur nach Features und Preis,

02:17:42.310 --> 02:17:48.870
<v Felix>sondern der neue Faktor, der tatsächlich jetzt immer wieder mit auf irgendwelchen Listings draufsteht,

02:17:49.030 --> 02:17:50.070
<v Felix>ist Security.

02:17:50.790 --> 02:17:56.150
<v Felix>Die großen Provider wollen Security für ihre Systeme einkaufen und sie wollen dafür auch Geld bezahlen.

02:17:57.110 --> 02:18:02.630
<v Felix>Das kommt einfach dadurch, dass es verdammt teuer geworden ist, wenn man so einen großen Aufwand Daten

02:18:02.630 --> 02:18:03.110
<v Felix>verliert.

02:18:03.270 --> 02:18:03.750
<v Felix>Ganz genau.

02:18:04.630 --> 02:18:09.430
<v Felix>Es gibt da relativ gute, es gibt da ein gutes von Ponemon,

02:18:09.590 --> 02:18:14.390
<v Felix>die haben da so einen, einen mal zusammengestellt,

02:18:14.550 --> 02:18:18.310
<v Felix>wie teuer es denn so ist, Daten zu verlieren.

02:18:18.470 --> 02:18:21.430
<v Felix>Und da stellt sich halt raus, das ist einfach auch ein Trend nach oben.

02:18:21.830 --> 02:18:24.070
<v Felix>Jeder Datensatz wird einfach nur noch teurer.

02:18:24.950 --> 02:18:29.110
<v Felix>Und deswegen sind auch die Provider jetzt bereit, dafür Geld auszugeben.

02:18:29.190 --> 02:18:32.630
<v Felix>Davor war es halt immer so, ja, Security, das ist halt so ein Thema,

02:18:32.710 --> 02:18:35.910
<v Felix>da muss man schauen, dann wird alles teurer und die machen ja eigentlich nichts.

02:18:36.230 --> 02:18:37.990
<v Felix>Aber das ändert sich langsam.

02:18:38.070 --> 02:18:43.110
<v Felix>Also habe ich das Gefühl, speziell bei großen Unternehmen, muss ich dazu sagen.

02:18:43.830 --> 02:18:46.790
<v Felix>Genau, das ist, was ich darüber denke.

02:18:47.910 --> 02:18:54.310
<v Ingo>Also ich denke, Security oder gerade Angriffe auf Systeme werden in Zukunft immer mehr auf

02:18:54.310 --> 02:19:00.950
<v Ingo>Applikationsebene, weniger auf Protokoll oder direkt auf

02:19:00.950 --> 02:19:07.030
<v Ingo>Buffer-Ebene oder Speicherangriffe, sondern ich glaube, da geht es mehr in die Applikationslogik rein.

02:19:07.110 --> 02:19:13.910
<v Ingo>Und ich glaube, in Zukunft werden auch viel öfters die Anwenderziel direkt von

02:19:13.910 --> 02:19:15.910
<v Ingo>Angriffen und weniger die Betreiber von Software.

02:19:15.990 --> 02:19:19.830
<v Ingo>Also das sieht man jetzt auch in den ganzen irgendwas Injection-Geschichten,

02:19:19.910 --> 02:19:22.790
<v Ingo>also jetzt Cross-Site-Scripting oder SQL-Injection.

02:19:23.590 --> 02:19:29.990
<v Ingo>Da werden oft ja auch andere Benutzer von bestimmten Diensten angegriffen und weniger die Betreiber des

02:19:29.990 --> 02:19:30.550
<v Ingo>Dienstes selbst.

02:19:31.030 --> 02:19:32.950
<v Felix>Das kann man sagen, das ändert sich ja ständig.

02:19:33.030 --> 02:19:36.070
<v Felix>Je nachdem, was gerade das weicheste Ziel ist, ist auch der Angriff des Dienst.

02:19:36.630 --> 02:19:38.550
<v Gast 2>Momentan ist halt im Endeffekt beim Endkunden dann.

02:19:38.790 --> 02:19:43.350
<v Felix>Genau, also momentan ist es beim Endkunden, früher war es halt immer auf den Servern und jetzt es geht wieder

02:19:43.350 --> 02:19:45.750
<v Felix>zu den Servern hin, SQL-Injection zum Beispiel.

02:19:45.990 --> 02:19:51.110
<v Felix>Das ist ganz klar, das zielt auf die Server ab, auch wenn der Output ein anderer ist,

02:19:51.190 --> 02:19:53.350
<v Felix>nämlich die Information von den Benutzern selbst.

02:19:53.590 --> 02:19:57.270
<v Ingo>Also ich glaube, die SQL-Injection hat sich mittlerweile relativ erledigt,

02:19:57.350 --> 02:20:02.710
<v Ingo>weil es da schon gute Frameworks gibt und sowas abzudecken, was jetzt glaube ich in Zukunft neu kommt,

02:20:02.870 --> 02:20:06.870
<v Ingo>wird wahrscheinlich JavaScript-Injection bei so NoSQL-Datenbanken sein,

02:20:06.950 --> 02:20:13.590
<v Ingo>wo man dann im Endeffekt Map-Reduce-Prozesse und so weiter durch eingeschleusten

02:20:13.670 --> 02:20:15.110
<v Ingo>JavaScript-Code sendern kann.

02:20:15.910 --> 02:20:19.190
<v Felix>Die Technik wird mehr

02:20:19.450 --> 02:20:23.850
<v Felix>Also es wird, es wird andere Techniken kommen, es wird nach NoSQL noch irgendwas anderes kommen.

02:20:25.050 --> 02:20:29.290
<v Felix>Es werden zig andere Technologien noch kommen und die werden alle ihre eigenen Probleme haben.

02:20:29.530 --> 02:20:30.890
<v Felix>Egal wie das Ding jetzt heißt.

02:20:31.290 --> 02:20:36.170
<v Felix>Egal, was jetzt der, was auch das Ziel ist, egal, ob es jetzt auf Benutzerebene ist,

02:20:36.250 --> 02:20:41.450
<v Felix>ob man jetzt den Browser wieder hijackt oder ob man halt den Server angreift,

02:20:41.530 --> 02:20:42.330
<v Felix>das ist komplett egal.

02:20:42.490 --> 02:20:44.970
<v Felix>Das Ziel, was am weichesten ist, es wird genommen.

02:20:45.210 --> 02:20:45.450
<v Felix>Genau.

02:20:45.610 --> 02:20:47.610
<v Gast 1>Wichtige Rolle wird dabei das Recht spielen.

02:20:48.250 --> 02:20:51.450
<v Gast 1>Wenn das Recht zulässt, dass das Risiko wieder auf den schwächsten Teil,

02:20:51.530 --> 02:20:56.890
<v Gast 1>sprich den User abgewälzt wird, wie die Banken das ja gerne machen mit ihren Geschäftsbedingungsänderungen und

02:20:56.970 --> 02:21:00.810
<v Gast 1>und und die Visa-Karten mit ihren Pin-Eingaben, neuer Dings und alles.

02:21:01.370 --> 02:21:06.410
<v Gast 1>Wenn das Recht das zulässt, dann ist klar, dann wird sich an Security wieder eine Zeit lang gar nichts

02:21:06.410 --> 02:21:11.370
<v Gast 1>verbessern, weil dann haben ja die Banken und die Firmen das Risiko abgeschoben.

02:21:11.530 --> 02:21:15.770
<v Gast 1>Wenn das Recht wieder erwarten, was ich auch nicht glaube, ganz ehrlich doch begreifen würde,

02:21:15.850 --> 02:21:21.450
<v Gast 1>dass sie das Risiko dorthin tun müssen, wo auch das Geld für die Bewegung der Probleme sitzt,

02:21:21.690 --> 02:21:24.170
<v Gast 1>dann könnte man eine ganz andere Form von Security bekommen.

02:21:24.250 --> 02:21:29.290
<v Gast 1>Aber das sehe ich jetzt eigentlich rechtlich noch sehr, zumindest momentan sehr wenig Möglichkeiten.

02:21:29.530 --> 02:21:32.570
<v Ingo>Ja, also die User haben halt auch keine Lobby in dem Sinne.

02:21:32.890 --> 02:21:33.690
<v Unbekannt>Genau.

02:21:34.170 --> 02:21:40.730
<v Ingo>Ja, ich glaube, das ist einfach ein Problem, dass halt momentan die Unternehmen

02:21:41.690 --> 02:21:45.290
<v Ingo>zu viel Macht haben und dann im Endeffekt sagen können, sie können es sich jetzt leisten,

02:21:45.850 --> 02:21:47.610
<v Ingo>Verantwortung auf den Kunden abzuwälzen.

02:21:47.770 --> 02:21:51.210
<v Gast 1>Logisch, das ist natürlich der beste Weg für das Unternehmen, das würde ich dann auch machen, das ist klar.

02:21:51.610 --> 02:21:57.690
<v Felix>Außer wenn halt, wenn jetzt die Mitarbeiter in dem Unternehmen Ziel werden,

02:21:57.850 --> 02:22:00.090
<v Felix>dann wird sich dann garantiert auch wieder was verändern.

02:22:00.330 --> 02:22:01.690
<v Felix>Dann wird sich dafür eingesetzt.

02:22:01.770 --> 02:22:07.450
<v Felix>Wenn das tatsächlich so ein großes, so ein kritisches Ziel wird, dann werden sich auch wieder für Firmen

02:22:07.450 --> 02:22:08.490
<v Felix>interessieren, ganz klar.

02:22:08.810 --> 02:22:12.410
<v Felix>Überall, also immer da, wenn auch tatsächlich Geld da ist.

02:22:13.050 --> 02:22:13.770
<v Felix>Logisch.

02:22:14.570 --> 02:22:18.010
<v Ingo>Gut, dann würde ich hier jetzt mal einen Schlusspunkt machen.

02:22:18.890 --> 02:22:23.610
<v Ingo>War jetzt nicht die netteste Aussicht so am Ende, aber ich denke mal auch so ein bisschen,

02:22:23.770 --> 02:22:30.090
<v Ingo>da wird die Reise wohl hingehen und neue Systeme bringen auch immer wieder neue Sicherheitsprobleme.

02:22:31.210 --> 02:22:33.130
<v Ingo>Also wir wollten die Leute jetzt auch nicht einschüchtern.

02:22:33.290 --> 02:22:36.970
<v Ingo>Das Problem ist halt nur, wenn man sich mit Sicherheit und so weiter beschäftigt,

02:22:37.290 --> 02:22:41.130
<v Ingo>da neigt man halt auch dazu, nur die negativen Aspekte zu betrachten.

02:22:41.370 --> 02:22:42.810
<v Felix>Ja, oder man wird zynisch.

02:22:43.610 --> 02:22:46.250
<v Gast 2>Ja, wie man gewissen Leuten hier in der Route erkennen kann.

02:22:46.810 --> 02:22:48.730
<v Felix>Sowas kann ich gar nicht wahrscheinlich.

02:22:49.530 --> 02:22:53.850
<v Ingo>Gut, dann bleibt mir noch zu sagen, wir haben ein neues Logo für Binärgewitter.

02:22:54.090 --> 02:22:57.530
<v Ingo>Da vielen Dank an Andreas, der uns das gestaltet hat.

02:22:57.850 --> 02:23:04.250
<v Ingo>Wenn ihr auf unseren Twitter geht, also einfach twitter.com slash binärgewitter mit AE,

02:23:04.810 --> 02:23:06.890
<v Ingo>dann könnt ihr das Ganze auch schon bewundern.

02:23:07.050 --> 02:23:12.090
<v Ingo>Wird natürlich auch hier in der Podcast-Folge dann mit im Icon drin sein.

02:23:12.330 --> 02:23:17.290
<v Ingo>Und ihr könnt natürlich auch bei Facebook vorbeikommen, da bei Radetux und euch damit eintragen.

02:23:17.370 --> 02:23:21.050
<v Ingo>Und dann kriegt ihr schon mit, wenn wir die nächste Sendung, also die zweite hier,

02:23:21.370 --> 02:23:23.210
<v Ingo>zu dem Thema aufnehmen werden.

02:23:23.370 --> 02:23:29.930
<v Ingo>Wie gesagt, dann einfach nochmal richtig hardcore, so was es für Angriffe gibt und wie man sich davor schützt.

02:23:30.730 --> 02:23:33.450
<v Ingo>Ja, das zur nächsten Sendung.

02:23:33.690 --> 02:23:40.090
<v Ingo>Und bleibt mir nur noch zu wünschen, ja, habt eine frohe Zeit, passt auf euch auf.

02:23:40.730 --> 02:23:44.250
<v Ingo>Und vielen Dank an die Gäste, die hier waren.

02:23:45.770 --> 02:23:47.130
<v Ingo>Danke für die Einladung, Igo.

02:23:47.370 --> 02:23:49.930
<v Felix>Jawohl, Herr Grea.

02:23:50.330 --> 02:23:51.210
<v Unbekannt>War wunderbar.

02:23:51.530 --> 02:23:52.650
<v Ingo>Dann bis zum nächsten Mal.

02:23:52.970 --> 02:23:53.370
<v Ingo>Alles klar.

02:23:58.730 --> 02:24:05.290
<v Unbekannt>Das war eine Sendung von Radio Tux, herausgegeben im Jahr 2011 unter

02:24:05.290 --> 02:24:08.570
<v Unbekannt>Creative Commons by Non-Commercial Sharealike.de.

02:24:08.970 --> 02:24:11.450
<v Unbekannt>Leader sind eventuell anders lizenziert.

02:24:12.170 --> 02:24:15.130
<v Unbekannt>Mehr Infos auf radiotux.de

02:24:19.450 --> 02:24:26.250
<v Unbekannt>Unterstützt von Open Coffee E Enox, Talent und Fair Trend Software.
